Stopp 7 von 7

Pier 1 der Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge Park Pier 1

Schließt die Route mit einem Streit darüber ab, wem das frei gewordene Hafengelände zufällt.

20 Min.
Menschen spazieren über die grünen Rasenflächen von Pier 1, hinter ihnen sind städtische Wolkenkratzer und der Fluss zu sehen
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Rasenflächen auf der Aufschüttung
  • Spazierweg am Wasser
  • Hotel und Wohnhaus am Eingang

Die Geschichte des Ortes

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Pier 1 ist der nördlichste von sechs ehemaligen Frachtpiers südlich der Brooklyn Bridge. Die Nummer stammt noch aus der Hafennummerierung. Die heutigen Rasenflächen, Hügel und Wege liegen auf einer Aufschüttung: Es ist der einzige Pier des Parks, den die Bauarbeiter mit Erde auffüllten, statt ihn auf Pfähle zu stellen. Hier finden kostenlose Veranstaltungen und Picknicks statt; durch diesen Eingang kommen mehr Besucher als durch jeden anderen Eingang des Parks.

Bis Mitte der achtziger Jahre befanden sich auf dem Pier Frachtflächen und Lagerhäuser. Containerschiffe benötigten riesige Flächen zum Entladen und für den Straßentransport, und zwischen dem East River, dem steilen Ufer von Brooklyn Heights und der Hochstraße gab es keinen solchen Platz. Der Hafenbetrieb wurde eingestellt, und die Port Authority of New York and New Jersey beschloss, die Piers für private Bebauung freizugeben.

Einer ihrer Mitarbeiter fragte Anthony Manheim, einen ehemaligen Investmentbanker und Vorsitzenden der Brooklyn Heights Association, was seiner Meinung nach mit dem frei gewordenen Gelände geschehen solle. Manheim wohnte über der Brooklyn Heights Promenade – einem Weg am Rand des hohen Ufers. Von den Fenstern seiner Wohnung aus waren alle sechs Piers zu sehen. Er verstand, worum es für ihn selbst ging: Neue Gebäude konnten diese Aussicht versperren. Doch der gesamte Streifen am Wasser gehörte bereits der Öffentlichkeit, und nach einem Verkauf wäre es unmöglich gewesen, ein solches Gelände wieder zusammenzubringen.

Manheim holte zwei Nachbarn dazu, die es verstanden, mit großen Institutionen zu streiten. Otis Pearsall, Partner einer Anwaltskanzlei in Manhattan, hatte zuvor für Brooklyn Heights Denkmalschutz und eine Begrenzung der Gebäudehöhe am Ufer durchgesetzt. Scott Hand, Leiter des Bergbauunternehmens Inco, half dem Bundesstaat, Empire Stores und ein altes Tabaklager zu erwerben. In der Association gründeten sie ein Komitee für die Umgestaltung der Piers, versammelten achtundvierzig Fachleute und Unterstützer und warben bis Anfang neunzehnhundertsiebenundachtzig einhundertdreißigtausend Dollar an Spenden ein. Dieses Geld floss in eine eigene Untersuchung des Ufers. Die Nachbarn wollten mit einer fertigen Alternative zur Diskussion kommen, nicht mit einer Liste von Einwänden.

Im Juli neunzehnhundertachtundachtzig stellten Stadtvertreter und die Port Authority vier Varianten vor. Sie unterschieden sich kaum: etwa drei Millionen Quadratfuß Wohnfläche, rund zweitausendfünfhundert Wohnungen und nur fünf Acres Erholungsfläche. Auf Pier 1 selbst war vorgesehen, drei fünfzehnstöckige Wohnblöcke und mehrere weitere Gebäude mit bis zu zehn Stockwerken zu errichten. Sie hätten den Pier vollständig eingenommen.

Eine Woche später stellte Manheims Komitee das Projekt Harbor Park vor – einen „Park am Hafen“. Der vom Komitee engagierte Landschaftsarchitekt Terry Schnadelbach zeichnete eine durchgehende, öffentlich zugängliche Uferpromenade, Spielfelder, eine Eisbahn und einen Jachthafen. Restaurants, ein Hotel und kleine Gewerberäume sollten Geld für den Unterhalt des Geländes einbringen. Farbige Pläne ermöglichten es, in einer Sitzung zwei künftige Versionen von Pier 1 zu vergleichen: einen Häuserblock bis ans Wasser und ein offenes Ufer.

Die Entscheidung traf Brooklyn Community Board 2 – ein örtliches beratendes Gremium, dessen Stimme für sich allein keine Gesetzeskraft hatte, das aber Bauherren abschrecken und die Genehmigung vereiteln konnte. Im November unterstützte sein Unterausschuss Harbor Park mit zwölf Stimmen gegen null bei einer Enthaltung. Im Dezember stimmte der gesamte Rat einstimmig dafür. Der Verkauf der Piers wurde gestoppt.

Der Sieg spaltete das Komitee selbst. Hand und Pearsall schlugen vor, sich auf eine geringe Zahl von Wohnungen zu einigen, damit der Park schneller bezahlt werden konnte. Die Mehrheit verlangte ein vollständig öffentliches Gelände, und beide schieden Anfang des folgenden Jahres aus der Leitung aus. Manheim setzte die Kampagne fort; die von ihm gegründete Koalition vereinte mehr als sechzig Organisationen. Stadt und Bundesstaat einigten sich erst Anfang der zweitausender Jahre darauf, den Park zu finanzieren, und am zweiundzwanzigsten März zweitausendzehn ließen die Bauarbeiter den ersten Besucher hier auf Pier 1 hinein.

Die drei fünfzehnstöckigen Wohnblöcke nahmen diesen Vorsprung nie ein. An ihrer Stelle liegen Rasenflächen und ein Spazierweg. Ein Hotel und ein Wohnhaus wurden dennoch am Eingang, auf dem Uferteil von Pier 1, errichtet: Genau jener Kompromiss, wegen dessen Hand und Pearsall das Komitee verlassen hatten, endete schließlich am Rand des Parks.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich

Der Park ist 6:00–1:00 geöffnet. Pavillons und Toiletten sind 7:00–23:00 (März–Oktober) und 7:00–22:00 (November–März) geöffnet.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Pier ist Wind und Sonne ausgesetzt; gehen Sie zum Zuhören etwas vom Fahrrad- und Spazierverkehr weg und wählen Sie einen sicheren Standplatz.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang auf der Rasenfläche von Pier 1 – am offenen Ufer, mit dem die gesamte Route endet.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Brooklyn Bridge und Uferpromenade in DUMBO“ — 7 Stopps, ≈3,5 km, 2–3 Stunden.

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