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Perseverance Lodge No. 4

Perseverance Hall / Perseverance Masonic Lodge No. 4

Der erhaltene Saal verbindet die Tänze der Stadt mit der Arbeit von Musikern auf Flussdampfern.

15 Min.
Perseverance Hall No. 4 im Louis-Armstrong-Park, New Orleans.
Miguel Discart · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zirkel und Winkel auf dem Giebel
  • Schmale zweigeschossige Fassade
  • Ursprüngliche Treppe
  • Galerie für Musiker

Die Geschichte des Ortes

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Das Erdgeschoss wurde für öffentliche Abende vermietet, während die Mitglieder der Bruderschaft oben Rituale und Tänze abhielten. Im Inneren ersetzte man weder die alte Treppe noch die Galerie, in der die Orchester untergebracht waren. Der Saal wurde von überwiegend weißen Freimaurern verwaltet, doch zu den Tänzen lud man schwarze Musiker ein. St. Claude und Dumaine treffen an dieser Fassade nicht mehr aufeinander: Den Häuserblock gestaltete man zum Louis-Armstrong-Park um.

Auf dem Giebel des schmalen zweigeschossigen Gebäudes sind Zirkel und Winkel erhalten. Vor uns steht ein altes Freimaurerhaus: Als Loge bezeichnete man die Bruderschaft, und dieses Haus diente ihr als Versammlungsort. Das französische Wort „Perseverance“ bedeutet „Beharrlichkeit“. Der Name entstand lange bevor sich die Bruderschaft in New Orleans niederließ.

Die Loge wurde im Jahr achtzehnhundertsechs in Jérémie gegründet, auf dem Gebiet des heutigen Haiti. Ihre Mitglieder gehörten zu den Flüchtlingen, die die Insel nach der Haitianischen Revolution verließen. Sie verlegten die Organisation zunächst nach Santiago de Cuba, dann nach New Orleans. Unter diesen Emigranten waren weiße und freie farbige Handwerker, die ihren Lebensunterhalt im Baugewerbe verdienten. Bei den Umzügen verloren sie ihren Saal, lösten die Bruderschaft jedoch nicht auf.

Im Jahr achtzehnhundertzehn erhielten die Mitglieder eine neue freimaurerische Urkunde, und zwei Jahre später gründeten sie zusammen mit vier weiteren Logen die Großloge von Louisiana. Damals erhielt Perseverance Lodge No. 4 die Nummer vier. Das ist die Nummer der Organisation, nicht die vierte Version des Gebäudes.

Im Jahr achtzehnhundertneunzehn kauften die Freimaurer von der Stadt ein Grundstück an der Ecke von St. Claude und Dumaine. Am ersten April des folgenden Jahres übernahmen sie ein fertiges Haus. Um es zu unterhalten, vermieteten sie das Erdgeschoss für öffentliche Veranstaltungen. Oben hielten sie freimaurerische Rituale und Tänze ab. Die Loge galt als überwiegend weiß, doch für die Tänze engagierten ihre Verwalter schwarze Orchester.

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts kam Verne Streckfus hierher, der Kapitän eines Familienunternehmens für Ausflugsdampfer. Er brauchte schwarze Ensembles für Tanzfahrten und erinnerte sich, dass er Kandidaten oft gerade in der Perseverance Hall No. 4 anhörte. Für einen Musiker konnte ein Auftritt hier bereits mit einer neuen bezahlten Arbeit außerhalb der Stadt enden. Die Dampfer der Streckfus-Familie fuhren im Sommer auf dem Mississippi bis nach Saint Paul und auf dem Ohio bis nach Pittsburgh und legten fast jeden Tag in einer neuen Stadt an. Welches Orchester der Kapitän nach einem bestimmten Abend engagierte, ist den Dokumenten nicht zu entnehmen; doch sie zeigen genau den Zweck des Saals: Hier hörte und engagierte man Musiker nicht nur für Tänze – hier suchten Arbeitgeber nach ihnen.

Im Jahr neunzehnhundertsiebzig verkauften die Freimaurer das Gebäude an die Stadt und zogen um. Bei der Räumung der Häuserblocks für den künftigen Louis-Armstrong-Park sollte das Haus zusammen mit der benachbarten Bebauung abgerissen werden. Denkmalschützer unter Führung des New Orleans Jazz Club erreichten, dass es erhalten blieb: Ausschlaggebend waren die Auftritte früher Jazzmusiker. Die Straßen ringsum verschwanden, doch der Saal blieb auf seinem ursprünglichen Grundstück.

Die Restaurierung des Gebäudes wurde im Dezember zweitausendvierundzwanzig abgeschlossen. Im Inneren befinden sich weiterhin die ursprüngliche Treppe und eine Galerie für Musiker. Draußen ist die alte Kreuzung von St. Claude und Dumaine nicht mehr zu finden; erhalten blieb das Haus selbst, in das der Kapitän kam, um Orchester für die Dampfer auszuwählen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSt.-Augustine-Kirche und Grabmal des unbekannten Sklaven
Eintrittvor Ort prüfen

Das Gebäude kann während der Öffnungszeiten des Parks von außen besichtigt werden; ein regelmäßiger öffentlicher Zugang ins Innere ist nicht bestätigt. Geprüft am 2026-06-30.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Rechnen Sie vor allem mit einer Besichtigung von außen: Die historische Rolle des Gebäudes bedeutet keinen freien Zugang ins Innere. Halten Sie sich für eine Gesamtaufnahme nicht auf der Fahrbahn auf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Park hinter sich und wechseln Sie vom Tanzsaal zur Pfarrkirche von Tremé.

Stopp 2 von 6Weiter: St.-Augustine-Kirche und Grabmal des unbekannten Sklaven

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Tremé: Musik, Erinnerung und der Kampf um einen Platz“ — 6 Stopps, etwa 1,8 km, 2–3 Stunden.

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