Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Schwarzes bronzenes Pferd
- Leerer Pferderücken
- Fassade der David Sassoon Library
Die Geschichte des Ortes
Auf einer Verkehrsinsel am Anfang des K. Dubash Marg steht ein schwarzes bronzenes Pferd ohne Reiter. Kala Ghoda bedeutet „schwarzes Pferd“, doch der Name entstand dank einer anderen Statue: Das frühere Pferd trug einen britischen Prinzen.
Am achten November achtzehnhundertfünfundsiebzig traf Albert Edward, Prinz von Wales und der künftige Eduard VII., in Bombay ein. Von hier aus begann seine viermonatige Reise durch Indien. Der Kaufmann Albert Abdullah David Sassoon beschloss, die Erinnerung an diesen Besuch mit einem Denkmal zu bewahren. Er leitete ein Handelshaus seiner Familie, das durch Baumwolle, Stoffe und den Verkauf von Opium nach China reich geworden war, und konnte sich deshalb einen Auftrag im Wert von zwölftausendfünfhundert Pfund leisten.
Der Londoner Bildhauer Joseph Edgar Boehm stellte den Prinzen in Militäruniform dar, hoch zu Ross auf einem riesigen bronzenen Pferd. Zunächst zeigte man die Gruppe auf der Weltausstellung in Paris, und am neunundzwanzigsten Juni achtzehnhundertneunundsiebzig wurde sie in Bombay gegenüber der David Sassoon Library feierlich enthüllt. Der Reiter erhob sich auf einem sechzehn Fuß hohen Sockel mit Reliefs über die Reise des Prinzen.
Der Auftraggeber widmete das Monument Albert Edward, doch in der Alltagssprache der Einwohner setzte sich das Pferd durch. Die dunkle Bronzefigur nannte man Kala Ghoda, und mit diesem Namen bezeichnete man zunächst die Kreuzung, dann das gesamte umliegende Viertel.
Im Jahr neunzehnhundertfünfundsechzig nahmen städtische Dienste die Statue ab und brachten sie in den ehemaligen Garten von Königin Victoria – den heutigen Veermata Jijabai Bhosale Udyan beim Dr. Bhau Daji Lad Museum. Dort befinden sich der Prinz und sein Pferd bis heute. Hier blieb mehrere Jahrzehnte lang ein Parkplatz, doch der Name Kala Ghoda verschwand nicht.
Bis dahin hatten sich rund um den früheren Sockel bereits eine Bibliothek, Colleges, Museen und Ausstellungshallen angesiedelt. Im Jahr neunzehnhundertachtundneunzig gründeten Galeriebesitzer, Mäzene und Einwohner die Kala Ghoda Association, um dieses Viertel zu erhalten und Geld für die Restaurierung seiner Gebäude zu sammeln. Ein Jahr später veranstalteten sie das erste kostenlose Kala Ghoda Arts Festival auf der Straße. Die Ausstellungen verließen die Säle und zogen auf die Gehwege und in die Höfe, und die beim Festival eingenommenen Mittel flossen an die David Sassoon Library und andere Bauten des Viertels.
Im Jahr zweitausendsiebzehn beauftragte die Association den Bildhauer Shreehari Bhosle mit einem neuen bronzenen Pferd. Es trägt weder einen Prinzen noch einen Sattel. Die ursprüngliche Gruppe mit Eduard steht heute beim städtischen Zoo, und bei der Bibliothek erschien ein Pferd mit dem Namen „Spirit of Kala Ghoda“.
Praktisch vor Ort
Offenes Stadtviertel. Die Wegführung kann sich wegen Festivals, Ausstellungen, Bauarbeiten und Straßensperrungen ändern.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die wichtigsten Verbindungen lassen sich von der Straße aus erkennen; Sie müssen daher nicht alle Gebäude betreten. Die Bibliothek arbeitet als eigenständige Einrichtung, und ihren Innenbesuch sollten Sie besser nicht als verpflichtenden Teil des Weges betrachten.
