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Musala und das Hotel Neretva

Musala i Hotel Neretva

Das Finale zeigt, wie ein geschlossener Gebetsbereich in einen Stadtplatz verwandelt und einem beschädigten Hotel sein verlorener Dekor zurückgegeben wurde.

18 Min.
Historische Ansicht des Hotel Neretva und der Musala-Brücke um 1900.
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Worauf achten

  • Gelb-rote Streifen der Fassade
  • Westfassade
  • Ostturm
  • Gegossene Dekordetails

Die Geschichte des Ortes

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Für Reisende, die sich zuvor mit Hans und einfachen Gasthöfen begnügen mussten, errichtete man an der Brücke das Hotel Neretva. Die gelben und roten Streifen der Fassade, der Ostturm und das Ornament im maurischen Stil sind an dem großen Gebäude über dem Fluss zu sehen. Die Zimmer hatten eigene Bäder, und unten befanden sich ein Restaurant, Säle für Treffen und ein Lesesaal mit Zeitungen aus europäischen Hauptstädten. Vom Bahnhof ging man von hier in das neue Geschäftsviertel, und über die Brücke gelangte man in den alten Teil Mostars.

Musala ist die alte Bezeichnung für einen offenen Platz für das gemeinsame Gebet. Bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es hier keinen gewöhnlichen Stadtplatz. Das Grundstück gehörte dem religiösen Stiftungsfonds der benachbarten Ćose-Jahja-Hodža-Moschee, war von einer Steinmauer umgeben, und man konnte es nur durch ein kleines Tor vom Moscheehof aus betreten. Auf einer Erhöhung stand ein Minbar – eine Kanzel, von der vor dem Festgebet die Predigt gehalten wurde.

Im Jahr tausendachthundertachtundsiebzig begann die österreichisch-ungarische Verwaltung, die Musala abzutragen. Ein Stadtbewohner, den die Dokumente nur mit dem Familiennamen Behlilović nennen, beschloss, von hier Baustein zu beschaffen. Er riss die Mauer und den Minbar ab und verwendete sie für sein eigenes Haus. Die steinerne Einfassung verschwand nicht durch die Zeit: Ein Mensch nahm sie auseinander, weil er das Material brauchte. Mit der Einfassung endete auch das frühere Leben des geschlossenen Gebetshofes.

Die Beamten brauchten eine Verbindung zwischen dem alten Teil Mostars am linken Ufer und dem neuen Geschäftsviertel, das rund um den Bahnhof am rechten Ufer wuchs. Im Jahr tausendachthundertzweiundachtzig wurde bei der ehemaligen Musala eine Brücke gebaut. Der Platz, den man früher durch die Moschee betreten hatte, lag nun an einem der wichtigsten städtischen Übergänge.

Zehn Jahre später entstand hier das Hotel Neretva. Der Architekt Alexander Wittek erhielt den Auftrag für ein repräsentatives Hotel für Reisende, denen zuvor vor allem Hans und einfache Gasthöfe zur Verfügung standen. Er errichtete an der Brücke ein für das damalige Mostar riesiges Gebäude mit gelb-roten Streifen und maurischem Dekor. Den Namen nahm man von dem Fluss, an dessen Ufer das Hotel stand.

Die Betreiber stellten Köche aus Prag ein, richteten Zimmer mit Bädern, Säle für Treffen und einen Lesesaal mit europäischen Zeitungen ein. Im Restaurant servierte man Wiener Schnitzel und Sachertorte, beim Abendessen wurde Klavier gespielt, später tanzte man hier. Das Hotel wurde genau an diesem Ort wegen der Brücke gebraucht: Ein Reisender konnte vom Bahnhof das neue Zentrum erreichen und von hier sofort die Altstadt betreten. Der ehemalige Gebetsbereich verwandelte sich in das wichtigste städtische Wohnzimmer.

Im Jahr neunzehnhundertzweiundneunzig wurde das Hotel schwer beschädigt, und der größte Teil des Gebäudes stürzte ein. Das, was sich jetzt vor Ihnen befindet, wurde unter Erhaltung der erhaltenen Teile der Westfassade und des Ostturms wiederaufgebaut. Den fehlenden Dekor stellten Handwerker nach Spuren und Vorlagen wieder her: Sie nahmen Abdrücke von den originalen Verzierungen, fertigten Formen an und gossen die verlorenen Details neu. Die Mauern des Gebetshofes und der Minbar verschwanden bereits unter Behlilović; von ihnen ist hier nur das Wort „Musala“ im Namen des Platzes geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Der Platz und die Außenansicht sind jederzeit zugänglich; der Eintritt in das Hotel ist nicht eingeschlossen. Der tatsächliche Betriebsstatus des Hotels zum Prüfdatum ist nicht bestätigt.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Besichtigen Sie das Hotel nur von außen und bleiben Sie hinter den bestehenden Absperrungen; das Innengelände und die Baustellen gehören nicht zur Route.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am wiederaufgebauten Hotel, wo die letzte Geschichte der Route aus der Altstadt in das neue Zentrum Mostars führt.

Stopp 9 von 9Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mostar: Brücken, Handwerk und eine wiederaufgebaute Stadt“ — 9 Stopps, etwa 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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