Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Gusseiserner Brunnen
- Rasenflächen und Wege
- Bäume am Rand
- Häuser aus Stein und Ziegeln
Die Geschichte des Ortes
Seit dem Jahr tausendachthunderteinundfünfzig wurde an der Stelle der heutigen Rasenflächen ein städtischer Wasservorrat gehalten: Ein rechteckiges Reservoir nahm das Zentrum des Square Saint-Louis ein. Als sein Volumen für das wachsende Montreal nicht mehr ausreichte, bauten Arbeiter den das Wasser zurückhaltenden Damm ab, gestalteten die Ränder des Beckens um und legten Wege an. Häuser aus Stein und Ziegeln stehen am Rand des ehemaligen Wasserreservoirs, und in der Mitte ist ein gusseiserner Brunnen zu sehen, der im Jahr neunzehnhunderteinunddreißig aus einem anderen Square hierhergebracht wurde. Man stellte ihn über einem Teil des früheren Reservoirs auf.
Die Bäume und schmucken Fassaden rund um den Square Saint-Louis gibt es hier dank der Kalkulation eines Landspekulanten. Im Jahr tausendachthundertachtundvierzig verkaufte der Unternehmer Alexandre-Maurice Delisle den Montrealer Beamten die Mitte seines Grundstücks auf der Anhöhe Côte-à-Baron. Hier sollte ein städtisches Reservoir entstehen. Das Land an den Rändern behielt Delisle: Sein künftiger Preis hing davon ab, was vor den Fenstern liegen würde.
Deshalb legte er im Vertrag das Aussehen des noch nicht gebauten Viertels im Voraus fest. Die Straßen an den Seiten des Reservoirs sollten eine festgelegte Breite haben, Häuser durften aus Stein oder Ziegeln errichtet und mit Metall gedeckt werden. Industriegebäude waren verboten – darunter Brennereien, Gerbereien und Textilbetriebe. Delisle verlangte, Bäume zu pflanzen und den Blick über das Reservoir nicht durch eine hohe Mauer zu versperren. Er verkaufte das Grundstück für die städtische Wasserversorgung, schützte aber zugleich den Wert der verbliebenen Immobilien.
Das Reservoir wurde im Jahr tausendachthunderteinundfünfzig eröffnet und Jean-Baptiste genannt, obwohl sich dieser Name kaum durchsetzte. Es nahm das Rechteck des heutigen Square Saint-Louis ein. Gegen Ende der tausendachthundertsiebziger Jahre hielt man es für das wachsende Montreal für unzureichend. Im Jahr tausendachthundertachtzig ebneten städtische Arbeiter den das Wasser zurückhaltenden Damm ein, gestalteten Boden und Ränder des Beckens um, legten Wege an und errichteten einen Brunnen. Delisles Erben traten das Land für die Seitenstraßen ab, und ringsum begann man, teure Wohnhäuser zu bauen. Das offene Zentrum blieb ein öffentlicher Garten, die Grundstücke an den Rändern wurden zu prestigeträchtigen Adressen – genau dieses Ergebnis sicherten die Bedingungen des alten Vertrags.
Beim Namen ist die Lage weniger klar. Im städtischen Register steht ausdrücklich, dass seine Herkunft umstritten bleibt. Einer Version zufolge ist Saint-Louis ein alter Name des hiesigen Viertels, der von einer früheren Vorstadt übernommen wurde. Einer anderen zufolge erinnert der Square Saint-Louis an die Brüder Emmanuel und Jean-Baptiste Saint-Louis. Sie waren Maurerunternehmer, besaßen hier Immobilien, wohnten am Square Saint-Louis und bauten mit ihrer eigenen Firma Häuser. Die dem heiligen König Ludwig IX. geweihte Pfarrei entstand erst im Jahr tausendachthundertachtundachtzig, also nachdem der Square Saint-Louis seinen Namen erhalten hatte.
Der gusseiserne Brunnen in der Mitte gehörte nicht zum alten Reservoir. Er wurde im Jahr tausendachthundertneunundvierzig hergestellt und zunächst in einem anderen Montrealer Square aufgestellt. Als die Rue Berri im Jahr neunzehnhunderteinunddreißig durch diesen Ort verlängert wurde, brachte man den Brunnen hierher. Unter seinem heutigen Becken liegt ein Teil des früheren Wasserreservoirs; der gusseiserne Schaft selbst kam achtzig Jahre nach der Eröffnung des früheren Reservoirs hierher.
Praktisch vor Ort
Täglich 6:00–0:00 laut städtischer Seite; von Mai bis Oktober ist eine mobile Toilette angegeben.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie das Gelände von den Wegen aus und betreten Sie die Pflanzungen nicht. Auch wenn der Brunnen ausgeschaltet ist, sind seine Becken und sein Ornament gut zu erkennen.
