Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fassade des ehemaligen Studentenclubs
- Museumsschild
- Kamine
- Ehemaliger studentischer Speisesaal
Die Geschichte des Ortes
Auf dem heutigen Schild steht neben dem Namen McCord auch der Name Stewart: Darunter befinden sich die Ausstellungsräume und Magazine des Geschichtsmuseums. Die Bestände hier umfassen Fotografien, Kleidung, Dokumente, Alltagsgegenstände und das kulturelle Erbe indigener Völker. Rechts vom Eingang wurde der ehemalige Speisesaal zum Museumsladen, und hinter den Wänden der Säle sind die Kamine des früheren Clubs erhalten geblieben. Für die Sammlung richtete man im Haus Magazine, einen Lastenaufzug und einen rückwärtigen Anbau ein.
Das Gebäude an der Rue Sherbrooke wurde im Jahr eintausendneunhundertsechs für den Studentenclub der McGill University errichtet. Hier gab es einen Speisesaal, Lese- und Billardräume, während der dritte Stock einen Saal für Versammlungen und Tänze beherbergte. Das Museum zog viel später hier ein. Zu diesem Zeitpunkt war seine Sammlung bereits fast ein Vierteljahrhundert lang für die Öffentlichkeit geschlossen.
Den Namen McCord erhielt das Museum von David Ross McCord, einem Montréaler Juristen, der ein nationales Museum für die Geschichte Kanadas schaffen wollte. Weder er noch seine Geschwister hatten Kinder, und McCord hoffte, den Familiennamen im Namen der Institution zu hinterlassen. Um die Sammlung aufzubauen, gab er um das Jahr eintausendachthundertfünfundneunzig seine juristische Praxis auf. Seine Käufe bezahlte er aus dem Familienvermögen: Er belehnte sein Haus, lieh sich Tausende Dollar von seinen Schwestern und zerstritt sich mit Verwandten über ein Erbe. Bis zum Jahr eintausendneunhundertzwanzig hatte er etwa fünfzehntausend Gegenstände zusammengetragen.
Nach einem Schlaganfall und mit Schulden belastet überzeugte McCord McGill, die Sammlung zu übernehmen und auszustellen. Das Museum eröffnete im Jahr eintausendneunhunderteinundzwanzig in einem anderen Universitätsgebäude. McCord selbst war zu krank, um zur Zeremonie zu kommen. Zehn Monate später wurde er in eine Heilanstalt eingewiesen, in der er bis zu seinem Tod blieb. Im Jahr eintausendneunhundertsechsunddreißig schloss McGill das Museum aus Geldmangel.
Um die Rückkehr der Sammlung zur Öffentlichkeit kümmerte sich Isabel Dobell, eine Historikerin, die im Jahr eintausendneunhundertfünfundfünfzig eingestellt wurde, um die Museumsbestände zu überprüfen und zu beschreiben. Die Gegenstände drängten sich damals in der Hodgson House: Nebenräume waren mit Kisten vollgestellt, und Badewannen hatte man mit Sperrholz abgedeckt und in Regale verwandelt. Dobell erkannte, dass die Mittel der Universität nicht ausreichen würden, um die Sammlung zu bewahren, und machte sich selbst auf die Suche nach Geld.
Sie wandte sich an Walter Stewart, den Leiter der Tabakfirma Macdonald Tobacco und Vater ihrer Freundin. Walter und seine Frau Mary Beatrice bezahlten mehrere Jahre lang anonym die Restaurierung der Gegenstände, die Ausbildung von Mitarbeitern und neue Arbeitsplätze. Dann schlug Dobell vor, den alten Studentenclub an der Rue Sherbrooke in ein dauerhaftes Museum umzuwandeln. Die Stewarts bezahlten den Umbau: Im Gebäude entstanden Magazine, ein Lastenaufzug und ein rückwärtiger Anbau. Die Sammlung wurde hierher gebracht.
Im Herbst des Jahres eintausendneunhundertsiebzig, als die Mitarbeiter bereits Ausstellungen vorbereiteten, erklärte die Leitung von McGill, dass kein Geld für die Eröffnung vorhanden sei. Walter Stewart war zu diesem Zeitpunkt gestorben. Dobell bat seine Witwe und seine Tochter Beatrice Molson, wenigstens für einen Museumstag pro Woche während eines Jahres aufzukommen. Diese Zeit sollte ihr reichen, um die Sammlung der Öffentlichkeit zu zeigen und neue Wohltäter zu finden. Die Frauen gaben das Geld, und im Jahr eintausendneunhunderteinundsiebzig eröffnete das Museum in diesem Gebäude. Dobell wurde später seine Direktorin.
Im ehemaligen studentischen Speisesaal rechts vom Eingang befindet sich jetzt der Museumsladen, und hinter den Wänden der Ausstellungsräume sind die Kamine des früheren Clubs erhalten geblieben. Die Mitarbeiter bewahren, erforschen und zeigen hier Fotografien, Kleidung, Dokumente, Alltagsgegenstände und das kulturelle Erbe indigener Völker.
Der Name Stewart auf dem heutigen Schild bezieht sich offiziell auf die nächste Generation der Familie. David Macdonald Stewart, der Sohn von Walter und Mary Beatrice, gründete ein eigenes Geschichtsmuseum, und seine Frau Lillian leitete dort fast dreißig Jahre lang das Kuratorium. Nach der Schließung dieses Museums wurde seine Sammlung in die Magazine an der Rue Sherbrooke gebracht. Im Jahr zweitausendzweiundzwanzig erschien auf dem Schild neben dem Namen McCord auch der Name Stewart.
Praktisch vor Ort
Vom 29. Juni bis 7. September 2026 täglich 10:00–17:00, Mittwoch 10:00–21:00; geprüft am 2026-06-29.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Planen Sie die vollständige Besichtigung der Sammlung separat und prüfen Sie verfügbare Ausstellungen im Voraus. Wenn Sie nicht hineingehen, nutzen Sie die Station als Anlass, sich den Weg der Gegenstände aus einem Privathaus in ein öffentliches Museum vorzustellen.
