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Puerta de la Ciudadela

Puerta de la Ciudadela

Das erhaltene Portal macht verständlich, was die Stadt von der Festung bewahrte und was sich nicht mehr zurückholen lässt.

10 Min.
Die steinerne Puerta de la Ciudadela am Eingang zur Ciudad Vieja von Montevideo.
seretide · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Granitblöcke
  • Rinnen für die Ketten der Zugbrücke
  • Steinerne Öffnung
  • Leerer Raum hinter dem Bogen

Die Geschichte des Ortes

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Die steinerne Öffnung auf der Achse von Sarandí markiert den Weg zu einer separaten Befestigung, die am Rand der damaligen Stadt stand. Auf dieser Seite lag die Straße bereits innerhalb der Stadtmauern, weiter vorne begann die letzte Verteidigungslinie mit Garnison, Kanonen und Graben. In den Granitblöcken haben sich die Rinnen erhalten, in denen die Ketten der Zugbrücke liefen. Heute öffnet sich hinter dem Bogen der Platz, dort, wo sich einst die Mauern der Festung erhoben.

Bis Ende der achtzehnhundertsiebziger Jahre zerlegten Arbeiter die Ciudadela de Montevideo und brachten ihren Granit zu neuen Kasernen und in die Fundamente städtischer Straßen. Die baufällige Festung, die zuvor zu einem Markt geworden war, galt als Hindernis: Sie nahm fast die Hälfte der heutigen Plaza Independencia ein. Als die Reihe an das Portal kam, ordnete Oberst Lorenzo Latorre, das Staatsoberhaupt und Berufssoldat, dessen Erhalt an.

Es war genau das Portal – nicht die ganze Festung. Die Steine wurden einzeln abgetragen und fortgebracht. Unter Präsident Máximo Santos setzte man sie an der Rückfassade der Escuela de Artes y Oficios wieder zusammen. So wurde das Tor, durch das zuvor die Garnison zog, zum Eingang einer Bildungseinrichtung. Die Mauern der Ciudadela de Montevideo verschwanden, ein Teil des Schmucks des Portals ging verloren, doch Latorres Befehl hinterließ dem Montevideo der Zukunft das einzige große authentische Fragment dieser Festung.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenundfünfzig schlug Professor und Archäologe Luis Bausero vor, das Tor hierher zurückzubringen. Für jemanden, der sich beruflich mit antiken Gegenständen befasste, stand die Frage der Authentizität im Mittelpunkt: Es sollten alte Steine versetzt werden, die bereits einen Abbau überstanden hatten, und die Verluste sollten nicht durch überzeugende Nachbildungen ergänzt werden. Sein Bericht erschien vor der Verabschiedung moderner internationaler Restaurierungsregeln, und die Idee selbst löste Streit aus.

Die Stadtverwaltung stimmte dennoch zu. Der Architekt Enrique Monestier zerlegte das Schulportal und setzte es im Jahr neunzehnhundertneunundfünfzig fast an seinem ursprünglichen Standort wieder zusammen, auf der Achse von Sarandí. Die Form des Tores kehrte zurück, doch seine Umgebung ließ sich nicht wiederherstellen.

Dieser Durchgang diente nie als äußerer Zugang nach Montevideo. Auf der Seite von Sarandí lag bereits die von Mauern umgebene Stadt, und davor stand, an der Stelle des Platzes, die separate Ciudadela de Montevideo – die letzte befestigte Verteidigungslinie mit Garnison, Kanonen und eigenem Graben. Zu ihr führte eine Zugbrücke; im Stein sind bis heute die Rinnen zu erkennen, in denen sich ihre Ketten bewegten.

Heute gibt es hinter dem Bogen weder Graben noch Kasernen noch Festungshof. Die erhaltenen Granitblöcke stehen dort, wohin Bausero und Monestier sie ein zweites Mal zurückbrachten, und der leere Raum des Platzes beginnt genau auf der Seite, auf der sich einst die Ciudadela de Montevideo erhob.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktTeatro Solís
Eintrittvon außen

Offener städtischer Raum, rund um die Uhr und kostenlos.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie durch den Bogen und schauen Sie in beide Richtungen: So lassen sich der fehlende Graben, die Brücke und die Mauern leichter vorstellen. Betrachten Sie die heutige Position nicht als den genauen ursprünglichen Standort des Tores.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Bogen hinter sich und gehen Sie hinunter zur Fassade des Theaters.

Stopp 2 von 9Weiter: Teatro Solís

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Ciudad Vieja: von der Ciudadela de Montevideo zum Puerto de Montevideo“ — 9 Stopps, etwa 2,3 km, 2 Std. 30 Min..

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