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Luxor-Museum

متحف الأقصر

Das Museum zeigt, wie Archäologen ein verschwundenes Gebäude zusammensetzen und wo sie auf eine Vermutung verzichten.

40 Min.
Ausstellung im Inneren des Luxor-Museums.
Holger Uwe Schmitt · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Wand aus kleinen Sandsteinblöcken
  • Leere Bereiche der Rekonstruktion
  • Reliefs mit Vorräten
  • Fugen einzelner Talatat

Die Geschichte des Ortes

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Das Ägyptische Kulturministerium plante ein Museum für archäologische Gegenstände aus dem Gebiet von Luxor und seinem Westufer, die zuvor in Lagerräumen geblieben waren. Der Ort wurde zwischen Karnak und dem Luxor-Tempel gewählt, auf einem Grundstück der Antikenverwaltung gegenüber den thebanischen Nekropolen jenseits des Nils. Im Obergeschoss ist eine lange Wand aus kleinen Sandsteinblöcken errichtet; auf den Reliefs sind Tempelmagazine und Träger mit Vorräten zu sehen.

Mitte der neunzehnhundertsiebziger Jahre setzte der Architekt und Archäologe Jean Lauffray, Leiter des Französisch-Ägyptischen Zentrums für die Erforschung der Tempel von Karnak, in einem neuen Museumsgebäude eine Wand zusammen, die bereits seit dreitausend Jahren nicht mehr existierte. Seinem Team standen Hunderte gleichartiger Sandsteinblöcke mit Relieffragmenten zur Verfügung: eine Hand, ein Korb, ein Teil eines Gesichts, einige Zeichen. Falsch zusammengesetzte Steine hätten eine antike Szene in eine moderne Erfindung verwandelt.

Diese Blöcke waren im vierzehnten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung für die von Echnaton nahe Karnak errichteten Aton-Tempel hergestellt worden. Die Steinmetze verwendeten kleine Standardblöcke – Talatat. Sie ließen sich bequem tragen und rasch verlegen, während der Pharao Heiligtümer für den neuen Kult errichtete.

Nach dem Tod Echnatons stellte Haremhab, ein ehemaliger Heerführer, der Pharao geworden war, die früheren Kulte wieder her und sorgte dafür, dass die Aton-Bauten verschwanden. Seine Leute rissen die Tempel ab und schichteten die Talatat im Inneren des zweiten, neunten und zehnten Pylons von Karnak auf – massiven Tempeltoren. Die Reliefseiten gerieten in das Mauerwerk hinein. Echnatons Heiligtümer verschwanden von der Oberfläche, und ihr Stein stützte Haremhabs neue Bauwerke.

Im Jahr neunzehnhundertvierundsechzig drohte die westliche Hälfte des neunten Pylons einzustürzen. Mitarbeiter der Ägyptischen Antikenverwaltung begannen, sie zur Sicherung abzutragen, und entdeckten darin Talatat, die in vierunddreißig Schichten verlegt waren. Den Archäologen drohte, die Arbeit von Haremhabs Leuten zu wiederholen: die Blöcke aus dem Mauerwerk zu nehmen und die Verbindung zwischen ihnen endgültig zu verlieren.

Das Team änderte die Reihenfolge der Demontage. Jede Schicht wurde gereinigt und streng von oben im gleichen Maßstab fotografiert. Jeder verzierte Stein wurde vor der Entnahme nummeriert, und seine Nummer wurde auf das Foto übertragen. Es stellte sich heraus, dass die antiken Baumeister die Bruchstücke ungefähr in der Reihenfolge in den Pylon geschichtet hatten, in der sie sie von den Wänden abgenommen hatten. Teile derselben Szene lagen oft nebeneinander. Die Aufzeichnungen ermöglichten es, den Weg der antiken Steinmetze rückwärts zu verfolgen.

Lauffray und sein ägyptisch-französisches Team setzten zweihundertdreiundachtzig Talatat zusammen. Hier entstand eine achtzehn Meter lange Wand. Auf ihr erschienen wieder Tempelmagazine, Menschen mit Vorräten und Einzelheiten der täglichen Arbeit im Heiligtum. Große Lücken ließ man leer: Die übrigen Steine, die eine sichere Fortsetzung der Szene erlaubt hätten, wurden nicht gefunden.

Für solche Arbeiten schuf das Ägyptische Kulturministerium auch das Luxor-Museum. Im Jahr neunzehnhundertzweiundsechzig beauftragten Beamte den Architekten Mahmoud El-Hakim, ein Gebäude für Funde aus Luxor und dem westlichen Theben zu entwerfen, die Archäologen zuvor in Lagerräumen aufbewahrt hatten. Das Grundstück wurde auf Land der Antikenverwaltung gewählt, zwischen Karnak und dem Luxor-Tempel, gegenüber den thebanischen Nekropolen jenseits des Nils. Der Bau wurde im Jahr neunzehnhundertneunundsechzig fertiggestellt, anschließend wählte man mehrere Jahre lang Objekte aus und richtete die Ausstellung ein. Im Dezember neunzehnhundertfünfundsiebzig wurde das Museum eröffnet.

Im Obergeschoss stehen noch immer jene zweihundertdreiundachtzig Blöcke. Zuerst waren sie eine Wand eines Aton-Tempels, dann Füllmaterial von Haremhabs Toren, und im Luxor-Museum wurden sie wieder zu einer Wand. Der Tempel selbst, zu dem sie gehörte, existiert sonst nirgendwo mehr.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort40 Min.
Nächster PunktMumienmuseum
Eintrittmit Ticket

Die Ticketseite nennt getrennte Zeitfenster: im Sommer 09:00–12:00 und 17:00–19:00; im Winter 09:00–13:00 und 17:00–20:00; im Ramadan 09:00–14:00 und 17:00–19:00.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wählen Sie einige wichtige Stücke aus und betrachten Sie sie von allen Seiten, wenn die Ausstellung es zulässt. Erkundigen Sie sich vor Ort nach den Regeln für das Fotografieren und nach der Zugänglichkeit einzelner Säle.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie auf der Uferpromenade weiter nach Süden bis zum Mumienmuseum.

Stopp 5 von 9Weiter: Mumienmuseum

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Weg des Opet-Fests: von Karnak zum Luxor-Tempel“ — 9 Stopps, etwa 4,2 km, 4–4,5 Stunden.

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