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Greenwich Market

Greenwich Market

Verstehen, warum die Marktverwalter Händler jahrzehntelang von den Straßen unter ein gemeinsames Dach zurückholen wollten.

20 Min.
Eingangsschild von Greenwich Market ohne Nahaufnahme von Menschen.
Robert von Oliva (naruciakk) · CC0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Bogen mit der Jahreszahl 1831
  • Inschrift über falsche und richtige Waagen
  • Dach aus Stahl und Glas
  • Marktstände

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr eintausendachthundertvierundzwanzig kamen die Verwalter der Mautstraße nach Woolwich zusammen, um ihren Verlauf durch Greenwich zu ändern. Edward Hawke Locker, Sekretär des Royal Hospital for Seamen at Greenwich, sah in den Straßenarbeiten die Möglichkeit, den Markt zu verlegen und darum herum ertragreiche Immobilien des Hospitals zu bündeln. Locker war für das Eigentum der Einrichtung zuständig: Die Gebühren der Händler waren für ihn ein Teil der Mittel, mit denen alte und verwundete Seeleute versorgt wurden.

Das Recht, einen Markt abzuhalten, hatten die Verwalter des Hospitals bereits im Jahr eintausendsiebenhundert erhalten; gehandelt wurde dort ab eintausendsiebenhundertsiebenunddreißig. Damals standen die Stände am Westtor des Hospitals. Metzger, Fischhändler und Bauern aus Kent zahlten für ihre Plätze; Hausierer mit Geschirr und Haushaltswaren stellten sich außerhalb auf. Nach der neuen Bebauung von eintausendachthundertacht wurde der Markt in die benachbarten Straßen verdrängt. Dort konnte ein Verkäufer seinen Wagen weiter entfernt vom Gebühreneinnehmer aufstellen, die Standgebühr für sich behalten und dennoch Käufer finden.

Locker schlug vor, die geschlossene Powis’s Brewery zu kaufen – sie nahm den größten Teil des Geländes unter dem heutigen Markt ein. Der Architekt Joseph Kay übertrug seinen Plan in einen Entwurf: einen Markthof innerhalb des Blocks, Läden am Rand und Straßen, die zum Hospital führten. Für den Bau kauften die Kommissare zusätzliche Grundstücke auf, teilweise auch zwangsweise. Im Jahr eintausendachthunderteinunddreißig wurde der neue Markt eröffnet. Für Fleisch, Fisch und Gemüse waren getrennte überdachte Reihen vorgesehen; auswärtigen Händlern blieben Plätze für Geschirr und kleine Waren. Über dem Eingang brachte man das Baudatum an.

Zaun und Dächer brachten die Verkäufer nicht dazu, ins Innere zu gehen. Samstags kamen die Menschen in geschlossenen Wagen nach Greenwich und handelten direkt auf den Straßen. Hausierer trugen Fisch, Geflügel, Gemüse und Obst durch die ganze Gemeinde. Das war für die Käufer bequem, und die Händler mussten keinen Stand bezahlen. Bis zum Jahr eintausendachthundertfünfundvierzig wurden die Fleischreihen kaum genutzt, Fischhändler mieden die ihnen zugewiesenen Plätze, und die Einnahmen aus den Marktgebühren waren merklich gesunken.

Die Kommissare des Hospitals baten das Parlament, ihnen das Recht zu geben, verbindliche Regeln festzulegen und Gebühren einzuziehen. Daraufhin reichten die Einwohner von Greenwich eine Petition ein. Sie schrieben von armen Hausierern, die seit Jahren ihren Lebensunterhalt damit verdienten, auf den Straßen die Namen ihrer Waren auszurufen. Würde das Gesetz verabschiedet, warnten die Verfasser der Petition, verlören diese Menschen ihren Verdienst und würden selbst von der Gemeinde unterstützt werden müssen.

Das Parlament verabschiedete das Gesetz im Jahr eintausendachthundertneunundvierzig. Die Kommissare erhielten das Recht, Gebühren festzusetzen, Plätze zu verteilen, Hausierhandel innerhalb des Marktes zu verbieten und verdorbene Lebensmittel zu beschlagnahmen. Einige Jahre später stiegen die Einnahmen aus den Gebühren. Ein späterer Versuch, den Straßenhändlern das Recht zurückzugeben, außerhalb des Hofes frei zu handeln, wurde nie Gesetz. Die Verwalter des Hospitals erreichten, weshalb Locker dieses Gelände gewählt hatte: Der Handel ließ sich zumindest teilweise innerhalb eines abgegrenzten Bereichs halten.

Der Lebensmittelmarkt bestand hier noch mehr als ein Jahrhundert, doch nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Großhändler wegzugehen. Bis zum Jahr eintausendneunhundertfünfundachtzig fanden Verkäufe nur noch gelegentlich statt, an einem Tag in der Woche. Dann begannen die Verwalter, die Stände an Kunsthandwerker und Antiquitätenhändler zu vermieten, wobei sie sich Greenwich Market zum Vorbild nahmen. Am vierzehnten Mai eröffnete der erste neue Kunsthandwerksmarkt, und bald besetzten Werkstätten auch die Läden am Rand.

Das heutige einheitliche Dach aus Stahl und Glas entstand später als die ersten Reihen, doch der Eingang von der College-Seite bewahrt die Jahreszahl eintausendachthunderteinunddreißig. Dort steht auch geschrieben: „Falsche Waagen sind dem Herrn ein Gräuel, aber ein richtiges Gewicht gefällt ihm.“ Hinter dem Bogen werden zubereitete Speisen, Schmuck, Druckgrafiken und Keramik verkauft – jeweils von einem zugewiesenen Platz aus, für den der Händler bezahlt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich

Der Markt ist täglich 10:00–17:30 geöffnet; geschlossen an Weihnachten und an den ersten sechs Montagen des Jahres.

Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie zunächst einmal durch den ganzen Markt, um seinen Aufbau zu sehen, und wählen Sie erst danach Essen oder kunsthandwerkliche Dinge aus. Ein Kauf ist hier nicht erforderlich: Architektur, Inschriften und die Bewegung der Reihen führen die Erzählung des Rundgangs selbst fort.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet unter dem Marktdach – zwischen den Ständen, um derentwillen hier über die Grenzen des Handels gestritten wurde.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Greenwich: Meer, Krone, Zeit und Handel“ — 7 Stopps, etwa 3 km, 3–4 Stunden.

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