Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die steinernen Mauern der Kirche
- Die nördliche Seitenkapelle
- Die Zeichenkirche
- Der Klosterglockenturm
Die Geschichte des Ortes
An den Hauptbau der Auferstehungskirche schließt sich von Norden die Seitenkapelle der Drei Hierarchen an. Darunter befindet sich ein steinernes Untergeschoss mit einer Grabstätte, und darüber ist eine Wandmalerei des siebzehnten Jahrhunderts erhalten. Inschriften in der Kirche nennen die Auftraggeber des Baus und die Bewohner der Pfarrei, die dafür Spenden sammelten.
In der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts war Nischni Debrja bereits eine bewohnte Vorstadt der Gerber. Als „Debrja“ bezeichnete man hier ein bewaldetes Gebiet unterhalb des Stadthügels; der Wald wich zurück, der Name blieb. Auf diesem Grundstück stand eine hölzerne Pfarrkirche mit dem Hauptaltar der Auferstehung Christi. Ihre Weihe und ihr Name gingen auf die heutige steinerne Kirche über.
Der größte Stifter war Kirill Isakow, ein Händler mit Leder und eingeführten Farbstoffen, der den Bau einer großen steinernen Kirche für seine Pfarrei vorantrieb. Er gehörte zur Gostinaja sotnja: So nannte man die Spitze der Kaufmannschaft, die zum Fern- und Auslandshandel zugelassen war. Farbstoffe für die örtlichen Gerber kaufte Isakow sogar in England ein.
Mit der Herkunft seines Geldes ist eine Überlieferung verbunden, die ein Heimatforscher aus Kostroma erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aufzeichnete. Angeblich war eines der aus England geschickten Fässer ungewöhnlich schwer. Isakow öffnete es und fand statt Farbe Goldbarren. Der Kaufmann verfügte nicht ohne Einverständnis des Lieferanten über den Fund und schickte eine Anfrage. Der Engländer soll ihm aufgetragen haben, das Gold für ein gottgefälliges Werk zu verwenden. Daraufhin gab Isakow es für die Kirche, fügte eigene Mittel hinzu und begann, bei den Gemeindemitgliedern Spenden zu sammeln. Die Dokumente bestätigen das Goldfass nicht; die Inschriften in der Kirche nennen Kirill Isakow und die Bewohner der Auferstehungspfarrei dagegen ausdrücklich als Erbauer und Auftraggeber.
Isakow erlebte die Weihe nicht mehr. Er starb, als die Ausgestaltung noch andauerte, und wurde im Untergeschoss unter der nördlichen Seitenkapelle beigesetzt. Sein Bruder stiftete ein silbernes Altarkreuz mit einer Gedenkinschrift. Im Jahr eintausendsechshundertfünfzig weihte man die Seitenkapelle der Drei Hierarchen „für die Seele Kirill Isakows zum ewigen Gedenken“, die Hauptkirche ein Jahr später.
Unter der nördlichen Seitenkapelle befindet sich weiterhin die Grabstätte des Auftraggebers. Über ihr ist in einer Wandmalerei des siebzehnten Jahrhunderts Kirill von Alexandria dargestellt, der Heilige, dessen Namen der Kaufmann trug.
Praktisch vor Ort
Aktive Kirche; eine Besichtigung des Inneren hängt von Gottesdiensten und kirchlichen Regeln ab.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Beginnen Sie mit der Außenbesichtigung. Wenn die Kirche geöffnet ist, verhalten Sie sich im Inneren wie in einer aktiven Kirche; der Zugang zu den Wandmalereien kann vom Gottesdienst und den Regeln vor Ort abhängen.
