Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünfkuppeliger Baukörper der Kathedrale
- Glockenturm mit fünf Geschossen
- Alexander-Newski-Kapelle
Die Geschichte des Ortes
Die Hauptkirche Jelabugas entstand neben der kleinen hölzernen Spasskaja-Kirche, die hier schon bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts stand. Als die Stadt zum Ujesdzentrum wurde, fasste das frühere Gebäude die Gemeindemitglieder nicht mehr, und nebenan begann man mit staatlichem und kaufmännischem Geld den Bau der heutigen Kathedrale. Ihren weißen fünffkuppeligen Baukörper erweiterte man später durch Spenden der Gemeindemitglieder, und den hohen Glockenturm errichtete man mit fünf Geschossen. Die kleine Alexander-Newski-Kapelle daneben bewahrt die Erinnerung an die frühere Kirche, und die dem Gotteshaus geweihte alte Ikone, befindet sich heute in der Pokrowski-Kathedrale.
Zweimal im Jahr stellte das alte Jelabuga seinen gewohnten Betrieb ein. Ladenbesitzer schlossen ihre Geschäfte, Handwerker ließen die Arbeit liegen, die Bewohner zogen mit Kirchenbannern aus der Stadt. Vier Männer trugen eine große, nachgedunkelte Ikone – etwa einen Meter sechzig hoch. Ein Weg führte nach Menselinsk, der andere zog sich über Dörfer bis nach Malmysch und nahm Juni und Juli in Anspruch. Hier, an der Hauptkirche der Stadt, verabschiedete und empfing man das Bild.
Dieses Bild war das Erlöserbild, nicht von Menschenhand geschaffen – das Antlitz Christi auf einem Tuch. Die Bezeichnung „nicht von Menschenhand geschaffen“ bezieht sich auf die dargestellte kirchliche Überlieferung, nicht auf die Jelabugaer Tafel: Diese malte selbstverständlich ein Ikonenmaler. Wie sie in die Stadt gelangte, ist nicht zuverlässig bekannt.
Die örtliche Überlieferung hielt der Kaufmann Iwan Wassiljewitsch Schischkin im Jahr achtzehnhunderteinundsiebzig fest, ein ehemaliger Stadthauptmann – der gewählte Leiter Jelabugas und Vater des künftigen Landschaftsmalers. Nach dieser Legende hatte ein namenloser Ikonenmaler aus dem Dorf Krasnoje einen Traum und begann ohne Auftraggeber zu arbeiten. Er bereitete eine große Tafel vor und malte das Bild, obwohl er noch nicht wusste, wer für die Arbeit bezahlen würde.
Zur gleichen Zeit soll ein Greis aus der Jelabugaer Familie Ostalzow mehrfach von einem Mann geträumt haben, der verlangte, nach Krasnoje zu fahren: Dort warte bereits eine Ikone, die der Künstler für einen geringen Preis abzugeben bereit sei. Der Greis machte sich schließlich flussaufwärts auf der Wjatka auf den Weg, fand den Meister und brachte die Tafel zurück. Unterwegs versuchten Einheimische, ihm die Ikone wegzunehmen. Der Überlieferung nach verhinderte ein Wunder dies; die gesicherte Tatsache ist bescheidener: Schon bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts stand an dieser Stelle eine hölzerne Spasskaja-Kirche. Das genaue Entstehungsdatum der Ikone bestimmen Forscher unterschiedlich.
Das Bild machte diese Kirche zur wichtigsten der ganzen Umgebung. Als Jelabuga im Jahr siebzehnhundertachtzig zur Ujesdstadt, also zum Verwaltungszentrum eines großen Bezirks, wurde, fasste die frühere Kirche die Gemeindemitglieder nicht mehr. Daneben begann man mit dem Bau der heutigen Kathedrale: Das Geld kam aus der Staatskasse, Jelabugaer Kaufleute halfen. Später sammelten die Gemeindemitglieder erneut Spenden, erweiterten den Raum und errichteten einen hohen Glockenturm mit fünf Geschossen. Im Jahr achtzehnhundertsiebenundsechzig schrieb ein Zeitgenosse, während des Gottesdienstes fänden im Inneren fast alle Bewohner der Stadt Platz.
Heute werden in der Kathedrale Gottesdienste abgehalten, doch die alte Ikone, die ihr den Namen gab, befindet sich in der Pokrowski-Kathedrale von Jelabuga. Die kleine Alexander-Newski-Kapelle daneben markiert den Ort der früheren Spasskaja-Kirche. Die große weiße Kathedrale wurde nebenan errichtet, als die Stadt um eine einzige schwere Tafel herum nicht mehr Platz fand.
Praktisch vor Ort
Aktive Kirche; der Zugang ins Innere hängt von Gottesdiensten und Restaurierungsarbeiten ab. Die Außenbesichtigung ist im Rahmen der Route möglich.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie zunächst um die Kathedrale herum und betrachten Sie sie aus der Ferne. Sehen Sie sich das Innere nur bei freiem Zugang an und stören Sie den Gottesdienst nicht.
