Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fünf Geschosse mit Galerien
- Jharokhas mit Gittern
- Rosafarbene Wand
- Platz Badi Chaupar
Die Geschichte des Ortes
Die rosafarbene Wand an der Badi Chaupar steht am östlichen Rand des Stadtpalasts, wo die Straßen mehrerer alter Basare zusammenlaufen. Hinter ihr ragen fünf Geschosse schmaler Galerien mit neunhundertdreiundfünfzig Jharokhas mit Gittern auf; von der Platzseite ist nur dieser äußere Schirm zu sehen, während der Eingang auf der Palastseite liegt. Durch die zahlreichen Öffnungen zieht ununterbrochen Luft, und der Palastanbau erhielt den Namen Hawa Mahal, der „Palast des Windes“.
Im Jahr eintausendsiebenhundertneunundneunzig beauftragte Maharadscha Sawai Pratap Singh, der Herrscher von Jaipur, den Hofarchitekten Lal Chand Ustad, eine Aufgabe des Palasts zu lösen. Die Frauen seiner Familie wollten Stadtfeste und Ausfahrten sehen, lebten jedoch in der Zenana, dem Frauenteil des Stadtpalasts, und hielten die Purdah ein. Diese Sitte trennte sie von fremden Männern und verbot ihnen, sich der Menschenmenge auf der Straße zu zeigen. Für eine vornehme Familie galt ein Verstoß gegen die Purdah als Schaden für die Ehre der Familie.
Pratap Singh wählte den östlichen Rand des Palasts neben der Badi Chaupar. Hier liefen breite Basarstraßen zusammen, auf denen Maharadschas auf Elefanten und in Wagen zu Tempeln und zu Festen fuhren. Die Alleen des alten Jaipur boten mehreren Elefanten nebeneinander Platz: Der höfische Auszug sollte für die Stadtbewohner sichtbar sein. Von der Zenana des Palasts aus blieb dieses öffentliche Leben unerreichbar.
Lal Chand Ustad baute den Frauenräumen fünf Geschosse mit Galerien an und schloss sie zur Straßenseite mit neunhundertdreiundfünfzig kleinen Fenstern. Jede Jharokha, ein vorspringendes Fenster, erhielt ein Gitter. Die Frauen erkannten unten Menschen, Handel und Prozessionen, doch die Passanten konnten ihre Gesichter nicht erkennen. Sie erhielten innerhalb des Palasts einen Ort, von dem aus sie als Zuschauerinnen an den Ereignissen der Stadt teilnahmen; dafür mussten sie die Zenana nicht verlassen und die Purdah nicht aufgeben.
Die vielen Öffnungen erfüllten noch eine zweite, ganz wörtliche Funktion. Durch die Gitter strömte ständig Luft in die Galerien, deshalb nannte man den Anbau Hawa Mahal, den „Palast des Windes“. Hinter der schmuckvollen Wand wurde kein repräsentativer Eingang zur Basarseite angelegt: Man kann von der gegenüberliegenden, dem Palast zugewandten Seite eintreten. Die Straße sieht den äußeren Schirm der Frauenräume, nicht die Hauptfassade einer großen Residenz.
An der Badi Chaupar laufen noch immer die Straßen mehrerer alter Basare zusammen. Die rosafarbene Wand steht dort, wohin Pratap Singh sie hatte setzen lassen: zwischen der abgeschlossenen Zenana und der belebten Kreuzung. Vom Platz aus sind nur die Gitter zu sehen; hinter den Gittern sind der Platz und die Straße noch immer zu sehen.
Praktisch vor Ort
Der Platz und die Außenfassade lassen sich jederzeit als Straßenstation betrachten; das Innere des Hawa Mahal ist ein separater Besuch mit Eintrittskarte am Tag und für diese Route nicht erforderlich.
Geprüft: 15. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die beste Gesamtansicht eröffnet sich von der Straßenseite, aber betrachten Sie die Fassade nur von einem sicheren Ort außerhalb des Verkehrsflusses; der Besuch im Inneren wird separat organisiert.
