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Maniharon ka Rasta

Maniharon Ka Rasta

Dieser Punkt zeigt, wie Haus, Werkstatt und Ladentisch einen Beruf an eine ganze Straße banden.

20 Min.
Eine Frau in traditioneller Kleidung erhitzt farbigen Lack und rollt Streifen für Armreifen auf einer offenen Feuerstelle.
Ramesh Lalwani · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Kleine Kohlenbecken
  • Holzformen
  • Farbige Lackschnüre
  • Armreifgarnituren

Die Geschichte des Ortes

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Der Name Maniharon ka Rasta bewahrt den Namen der Manihars, muslimischer Familien, die mit Lackarmreifen ihren Lebensunterhalt verdienten. Bei der Gründung der neuen Hauptstadt wurden die Handwerker auf verschiedene Viertel verteilt, und diese Gemeinschaft erhielt eine Straße am Tripolia Bazaar. Garnituren aus mehrfarbigen Ringen erinnern daran, dass rote und grüne Armreifen zum Hochzeitsgeschenk für eine hinduistische Braut gehörten. Lack wurde durch Hitze weich, daher ließ sich das Schmuckstück an die Hand anpassen, nach einem Riss wiederherstellen und erneut verzieren.

Der Handwerker erhitzt gereinigten Lack – ein natürliches Harz, das Insekten auf Zweigen hinterlassen –, trägt eine Farbschicht auf, zieht die weiche Masse zu einer Schnur und schließt sie um eine Holzform. Männer arbeiten traditionell an kleinen Kohlenbecken, Frauen stellen Kundinnen passende Garnituren zusammen, verkaufen die Erzeugnisse und führen die Läden. Manche Schilder enthalten hier das Wort „maniharin“ – so nennt man eine Frau aus einer Handwerkerfamilie.

Die Manihars sind eine überwiegend muslimische Gemeinschaft von Armreifherstellern. Maniharon ka Rasta bedeutet „Straße der Manihars“ und bezeichnet die Menschen, für die sie vorgesehen war. Nach der Familienüberlieferung des Handwerkers Awaz Mohammed waren seine Vorfahren Hirten und Pferdehändler: Sie verdienten ihren Lebensunterhalt mit Herden und Handel. Nachdem sie sich in Bagru nahe Jaipur niedergelassen hatten, lernten sie bei hinduistischen Lakher-Handwerkern, mit Lack umzugehen. Das ist eine Familiengeschichte, keine dokumentarisch rekonstruierte Biografie jeder Generation.

Als Sawai Jai Singh II. die neue Hauptstadt gründete und die Handwerker auf getrennte Viertel verteilte, wies er den Manihars diese Straße am Tripolia Bazaar zu. Hier konnte eine Familie Haus, Kohlenbecken, Werkstatt und Ladentisch nebeneinander unterbringen. Auch der Käufer musste nicht länger in der Stadt nach einem Handwerker suchen: Für Lackarmreifen ging man zu den Manihars, und ihr Beruf wurde zu einer Adresse.

Rote und grüne Armreifen, die muslimische Handwerker herstellten, gehörten zum Hochzeitsgeschenk für eine hinduistische Braut und zeigten ihre Verheiratung an. Die Größe musste an die jeweilige Hand angepasst werden, daher endete die Verbindung zwischen Werkstatt und Kundin nicht mit dem Verkauf eines fertigen Schmuckstücks. Erhitzter Lack ließ sich erweitern, zusammendrücken, nach einem Bruch verbinden und erneut mit Steinen oder Glas verzieren. Von solchen Aufträgen lebten die Familien das ganze Jahr über.

Vor Holi änderten dieselben Handwerker ihr Verfahren. Sie erhitzten Lack und bliesen daraus durch ein Metallrohr eine dünne Hohlkugel – eine gulal gota. Sie füllten Farbpulver hinein und versiegelten die Öffnung. Die Kugel sollte beim Wurf zerbrechen und die Farbe freisetzen. Nach der Überlieferung der Manihars selbst fuhren die Herrscher von Jaipur auf Elefanten durch die Stadt und warfen solche Kugeln den Teilnehmern des Festes zu; später schickten die Familien weiterhin Aufträge an den Palast. Der saisonale Zeitvertreib des Hofes wurde zum zweiten Erzeugnis dieser Straße, obwohl Armreifen weiterhin den regelmäßigen Verdienst brachten.

Awaz Mohammed erbte das Handwerk seiner Familie und erhielt im Jahr zweitausenddreizehn für seine Arbeit mit Lack eine nationale Auszeichnung. Im Handwerkerregister von Rajasthan ist die Adresse seiner Werkstatt ohne den Namen eines Unternehmens oder einer Ladenzeile angegeben: Maniharon ka Rasta, Haus vierundfünfzig.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktGopalji ka Rasta
Eintrittvon außen

Die meisten Werkstätten arbeiten von 10:00 bis 20:00; viele schließen am Freitagnachmittag und sonntags; Eintritt frei.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie nicht nahe an die Kohlenbecken heran und lenken Sie den Handwerker nicht ab, während er das Material erhitzt. Fotografieren Sie die Arbeit nur nach Erlaubnis.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zurück auf die breite Straße und suchen Sie die benachbarte Juweliergasse.

Stopp 4 von 8Weiter: Gopalji ka Rasta

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Handelsstraßen im alten Jaipur“ — 8 Stopps, etwa 2,1 km, 2–3 Stunden.

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