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Kaskade der Wassermühlen

Каскад водяных мельниц конца девятнадцатого века

Hier verstehen Sie, warum beim Versetzen nicht nur die Gebäude, sondern der gesamte Weg des Wassers rekonstruiert werden musste.

15 Min.
Die obere Wassermühle der Kaskade in Talzy
Alexander Klink · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Drei Mühlenblockbauten
  • Damm
  • Hölzerne Rinnen
  • Außentreppen

Die Geschichte des Ortes

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Die Außentreppen an den Mühlenblockbauten führen zu den oberen Einfüllgeschossen; unten stehen die Mahlsteine und der Steinofen. Im Winter kamen Bauernfuhrwerke mit Getreide hierher: Über den Schlittenweg ließen sich die Säcke leichter aus den umliegenden Dörfern herbringen. Der Müller veränderte den Abstand zwischen den Steinen, damit weder grob gemahlenes Getreide noch durch Überhitzung angebranntes Mehl entstand. Die Wärme des Ofens leitete man zu den geschlossenen Wasserrinnen, sonst wäre bei Frost die gesamte Arbeit zum Stillstand gekommen.

Die drei Mühlen gehörten verschiedenen Siedlungen, teilten sich jedoch ein und dasselbe Wasser. Eine versorgte Wladimirowka im Rajon Bratsk, die beiden anderen benachbarte Dörfer. Ihre Besitzer wählten einen Hang mit einem kleinen Fluss, stauten ihn mit einem Damm auf und errichteten die Blockbauten stufenweise untereinander. Durch eine hölzerne Rinne fiel das Wasser von oben auf das Rad der ersten Mühle. Von dort leitete man es zur zweiten, dann zur dritten. Drei Familien bezogen ihre Arbeitskraft aus einem einzigen Wasserstrom.

Das wichtigste Mahlen fand im Winter statt. Sobald der Schlittenweg fest war, brachten Bauern Säcke aus den umliegenden Dörfern hierher. Über die breite Außentreppe hob man das Getreide in den zweiten Stock und schüttete es in einen großen Getreidekasten. Unten ließ der Müller Wasser auf das Rad, setzte die Mahlsteine in Bewegung und regelte den Abstand zwischen ihnen. Ein zu großer Abstand ließ das Korn grob, ein zu geringer erhitzte die Steine so sehr, dass das Mehl verbrennen konnte. In die Mahlsteine kam das Getreide, mit dem die Besitzer der Säcke ihre Familien ernähren wollten.

Der Müller blieb lange hier. Im unteren Raum war für ihn ein Steinofen aufgesetzt. Wärme brauchten sowohl der Mensch als auch der Mechanismus: Sie leitete man zu den geschlossenen Rinnen, damit das Wasser nicht zufror. Während die obere Mühle mahlte, floss ihr bereits genutztes Wasser schon zum nächsten Rad. Im Winter konnte diese Kaskade beinahe ohne Unterbrechung arbeiten.

Bis zu den neunzehnhundertsiebziger Jahren war das bäuerliche Müllergewerbe im Angara-Gebiet im Verschwinden begriffen. Die Architektin und Restauratorin Galina Oranskaja setzte sich dafür ein, diese drei Mühlen zusammen mit ihrem gemeinsamen System zu bewahren. Im Jahr neunzehnhundertvierundsiebzig brachte eine von ihr organisierte Expedition die Blockbauten aus Wladimirowka hierher. Die Gebäude allein zu versetzen, wäre nicht genug gewesen: Ohne den Höhenunterschied wären drei leere Speicher entstanden.

In Talzy wählte Oranskaja einen ähnlichen steilen Hang. Nach ihrem Entwurf wurden hier ein Wasserauffangbecken, ein Damm und ein neues Flussbett angelegt, und die Mühlen stellte man wieder als Kaskade auf. Die Restaurierung wurde zu Beginn der achtziger Jahre abgeschlossen. Der Teich und der Bach sind hier künstlich. Die drei Blockbauten selbst sind original, und der Abstand zwischen ihnen folgt der alten Berechnung: Das Wasser erreicht das untere Rad erst, nachdem es durch die beiden oberen Mühlen geflossen ist.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSt.-Nikolaus-Kirche
Eintrittmit Museumseintrittskarte

Das Gelände ist gemäß den Öffnungszeiten des Museums zugänglich; der Betrieb der Wassermechanismen wird nicht garantiert und hängt von Jahreszeit und Wartung ab.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie in der Nähe des Wassers und auf den Holzstegen vorsichtig. Berühren Sie weder die Räder noch die Rinnen; die Funktionsweise der Kaskade lässt sich am besten nachvollziehen, wenn Sie dem Wasserstrom von oben nach unten folgen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Nach der Besichtigung der Mühlen fahren Sie nach Listwjanka zur St.-Nikolaus-Kirche.

Stopp 4 von 8Weiter: St.-Nikolaus-Kirche

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Talzy und Listwjanka: Tore zum Baikalsee“ — 8 Stopps, etwa 1,5 km zu Fuß; zwischen Talzy und Listwjanka — etwa 25 km mit dem Verkehrsmittel, 9–10 Stunden von Irkutsk und zurück.

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