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Santo Domingo: Kirche des verschwundenen Klosters

Iglesia de Santo Domingo / Santa Cruz la Real

Die erhaltene Kirche ermöglicht es, das Schicksal eines riesigen Klosters nachzuvollziehen, das zwischen neuen Eigentümern und Einrichtungen aufgeteilt wurde.

15 Min.
Fassade der Iglesia de Santo Domingo an der Plaza Santo Domingo in Granada.
Andrei Dimofte · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Fassade der Kirche
  • Platz vor der Kirche
  • Retabel im Inneren
  • Erhaltene Klostergebäude hinter der Kirche

Die Geschichte des Ortes

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Am einunddreißigsten August tausendachthundertfünfunddreißig kamen staatliche Beamte hierher. Juan Morón, der damalige Prior des Dominikanerklosters Monasterio de Santa Cruz la Real, empfing sie. Er führte die Kommission durch die Kirche und benannte den Inhalt jeder Kapelle: wessen Statue, welcher Altar, welches Gefäß für den Gottesdienst benötigt wurde. Die Beamten hielten dies fest, um die musealen Werke von den Dingen zu trennen, die verkauft werden konnten.

Morón zeigte ihnen sein eigenes Haus. Hier lebte er mit den anderen Brüdern, hier nahmen die Dominikaner Novizen auf und unterhielten eine höhere theologische Schule. Die Gemeinschaft wurde durch Landbesitz und Einkünfte getragen, die dem Kloster bereits bei seiner Gründung verliehen worden waren. Nun hob der Staat die Mönchsorden auf, zog ihr Eigentum ein und wollte mit den Erlösen die Staatsschuld tilgen. Nach der Inventarisierung mussten Morón und die übrigen Dominikaner gehen.

Zu dieser Zeit nahm das Kloster einen riesigen Teil des Realejo ein. Ferdinand und Isabella die Katholische gründeten es im Frühjahr tausendvierhundertzweiundneunzig und übergaben den Mönchen die ehemaligen Gärten und Landgüter der Nasriden. Das Kloster erhielt den Namen Santa Cruz la Real – Heiliger Königlicher Kreuz. Mit dem Bau der Kirche begann man zwanzig Jahre später. Im Volksmund nannte man sie Santo Domingo: Die Mönche gehörten dem Dominikanerorden an, der von dem kastilischen Priester Dominikus von Guzmán gegründet worden war. Auch das Wort „Dominikaner“ leitet sich von seinem Namen ab.

Nach der Vertreibung der Brüder fanden sich für jeden Teil des Komplexes neue Eigentümer. In den Klosterräumen wurden ein Chemielehrstuhl, eine Bibliothek, eine Kunstschule, ein Lyzeum und das erste Provinzmuseum untergebracht. Andere Gebäudeteile verkaufte man. Das Noviziat und der kleine Hof wurden abgerissen; durch die Gärten legte man Straßen an und teilte Baugrundstücke ab. Den vorderen Klosterhof öffnete man für die Einwohner der Stadt – so entstand der Raum des heutigen Platzes.

Die Kirche entging diesem Schicksal dank der Gemeindemitglieder der benachbarten Iglesia de Santa Escolástica. Ihre Kirche war eng und baufällig, und das Erzbistum Granada schlug vor, die Gemeinde in die frei gewordene Dominikanerkirche zu verlegen. Im Februar tausendachthundertvierzig genehmigte die Regierung die Verlegung. Aus der Iglesia de Santa Escolástica brachte man Statuen, Retabel, Messgewänder und liturgische Gefäße hierher; das alte Gebäude wurde bald verkauft und abgerissen. Die Verlegung bewahrte die Iglesia de Santo Domingo vor Verkauf und Abbruch, vermischte jedoch die Ausstattung zweier Kirchen: Ein Teil der Gegenstände im Inneren war für die Dominikaner geschaffen worden, ein anderer Teil kam aus der verschwundenen Gemeinde.

Erst tausendneunhunderteinundfünfzig kehrten die Dominikaner hierher zurück. Hinter der Kirche bezogen sie erneut den erhaltenen Teil des Klosters, in dem sich heute eine Universitätsresidenz befindet. Offiziell bleibt die Kirche vor Ihnen die Pfarrei Santa Escolástica, im alltäglichen Sprachgebrauch heißt sie jedoch Santo Domingo. Der erste Name kam mit den Gemeindemitgliedern und den Altären der abgerissenen Kirche hierher; der zweite blieb vom Kloster, das einst die umliegenden Straßen füllte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktCampo del Príncipe: Platz der Veränderungen
Eintrittvon außen

Aktive Kirche; der Zugang zum Inneren hängt von den Gottesdiensten und dem aktuellen Pfarrplan ab. Den Camarín de la Virgen del Rosario sollten Sie vor dem Besuch gesondert prüfen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist eine aktive Kirche: Besichtigen Sie das Innere nur bei geöffnetem Eingang, sprechen Sie leise und stören Sie den Gottesdienst nicht. Besondere Räume können einen gesonderten Besuch erfordern.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinunter zur Plaza del Realejo und folgen Sie der Calle Molinos bis zum großen offenen Feld.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Realejo: jüdisches Viertel, Plätze und Gärten“ — 8 Stopps, etwa 2,5 km, 2–3 Stunden.

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