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Carrera del Darro

Carrera del Darro

Dieser Ort zeigt, warum eine gefährliche Produktion selbst nach einer städtischen Katastrophe am Wasser blieb.

20 Min.
Carrera del Darro am Fluss Darro im Albaicín.
Martin Furtschegger · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Offenes Flussbett des Darro
  • Abhang von San Pedro
  • Kirche San Pedro y San Pablo

Die Geschichte des Ortes

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Die Carrera del Darro verläuft am Rand des offenen Flussbetts; jenseits des Wassers sind der Hang von San Pedro und die Kirche San Pedro y San Pablo zu sehen. Dieser Weg führte einst zur Puerta de Guadix und trug deren Namen. Nach Einstürzen und einer Überschwemmung baute man entlang des Flusses einen Teil der Stadtmauer ab, änderte den Flusslauf und verbreiterte den Durchgang. Am gegenüberliegenden Ufer unter San Pedro standen die Mühlen und das Lagerhaus; von ihnen ist nichts erhalten.

Im Jahr eintausendfünfhundertneunundachtzig beauftragte König Philipp II. zwei Granadiner Schießpulverhersteller damit, Küstenfestungen und Schiffe zu versorgen, die nach Amerika aufbrachen. Einer der Lieferanten hieß Juan Real. Seine Wassermühle stand hier am Darro, gegenüber der heutigen Kirche San Pedro y San Pablo: Das vom Fluss abgeleitete Wasser setzte die Mechanismen in Bewegung, mit denen die Bestandteile des Schwarzpulvers zerstampft wurden.

Einige Jahre zuvor hatten königliche Inspektoren entdeckt, dass Juan Real und sein Kompagnon Francisco Trujillo einen Teil der Produktion heimlich und zu einem höheren als dem festgesetzten Preis verkauften. Man ordnete an, beide inhaftieren zu lassen und ihr Eigentum zu beschlagnahmen. Dann wurde die Strafe aufgeschoben. Andere Handwerker mit geeigneten Mühlen in der Nähe fanden sich nicht, und das Schießpulver wurde sofort benötigt. Von dem neuen Auftrag hing ab, ob Juan die Werkstatt behalten und dem früheren Urteil entgehen würde.

In der Nacht zum achtzehnten Februar eintausendfünfhundertneunzig lagerten in einem neuen Lagerhaus neben der Mühle rund dreizehn Tonnen fertiges Schießpulver. Zwischen zwei und drei Uhr geriet das Lagerhaus in Brand und explodierte. Die Druckwelle zerstörte benachbarte Häuser und einen Teil der Stadtmauer. Zeitgenossen schrieben von zahlreichen Toten und Menschen, die unter den Trümmern zurückblieben. Beschädigt wurden die Kirche San Pedro, das Convento de Santa Catalina de Zafra und Gebäude der Alhambra am anderen Ufer.

Juan Real beschuldigte sofort Hauptmann Bernardino de Villalta – eben jenen Inspektor, der zuvor den illegalen Handel aufgedeckt hatte. Nach Juans Aussage hatten Bernardino und dessen Angehörige versucht, den Bau des Lagerhauses zu verhindern, und mit Brandstiftung gedroht. Der Hauptmann, seine Schwester und sein Neffe wurden verhaftet. Danach nahmen die Ermittler Juan selbst und zwei seiner Diener in Gewahrsam.

Wie die Ermittlungen ausgingen, ist unbekannt: In den erhaltenen Dokumenten gibt es kein Urteil. Historiker können nicht feststellen, ob es Brandstiftung, ein zufälliges Feuer oder die Folge der gefährlichen Lagerung instabilen Schwarzpulvers war. Bernardino taucht kurz darauf in den Akten zu diesem Fall nicht mehr auf. Juan verlor das Lagerhaus, die Mühle und seinen gesamten Vorrat und war beinahe ruiniert. Sein Kompagnon konnte den königlichen Auftrag allein nicht erfüllen. Doch schon im folgenden Jahr stellte man die Mühle wieder her, und Juan produzierte erneut Schießpulver: Ein Ersatz für ihn ließ sich weiterhin nicht finden.

Der steile Abhang von San Pedro gegenüber bestand schon vor der Katastrophe; ihn für einen Explosionskrater zu halten, ist falsch. Das heutige Straßenprofil entstand später. Nach weiteren Einstürzen und einer Überschwemmung bauten städtische Baumeister zwischen eintausendsechshundert und eintausendsechshundertelf einen bedeutenden Teil der Mauer entlang des Flusses ab, änderten den Lauf des Flussbetts und verbreiterten den Durchgang. Zuvor führte die Straße zur Puerta de Guadix und trug deren Namen; die Tore selbst wurden im Jahr eintausendsechshundertelf abgerissen.

Juans Mühlen und Lagerhaus gibt es nicht mehr: Sie befanden sich am gegenüberliegenden Ufer unter San Pedro. Hier blieben das offene Flussbett und die entlang ihm angelegte Carrera del Darro – eine Straße, die ihren heutigen Namen vom Fluss erhielt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEl Bañuelo
Eintrittvon außen

Offene Straße; tagsüber angenehmer, ohne Koffer und mit Schuhen für unebenes Steinpflaster.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Durchgang ist schmal, stellenweise belebt und wird vom Verkehr genutzt; bleiben Sie dort stehen, wo Sie den Verkehr nicht behindern. Die Häuser entlang der Straße sollten nicht als zur Besichtigung geöffnet angesehen werden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie am Wasser weiter bis zum Eingang des mittelalterlichen Bades.

Stopp 2 von 8Weiter: El Bañuelo

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Albaicín über dem Darro: Häuser, Höfe und Aussichtspunkte“ — 8 Stopps, etwa 2 km, 2—2,5 Stunden.

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