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Stadtmuseum Gent (STAM)

STAM – Stadsmuseum Gent

Das Finale zeigt, wie die Hilfe für Kranke über siebeneinhalb Jahrhunderte die Anlage der Bijloke prägte.

20 Min.
Fassade des Stadtmuseums Gent
Phile Deprez · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Abteigebäude
  • Mittelalterlicher Krankensaal
  • Große Luftaufnahme von Gent

Die Geschichte des Ortes

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Der Name STAM setzt sich aus den niederländischen Wörtern für „Stadtmuseum Gent“ zusammen. Die Dauerausstellung führt anhand alter Karten, Gegenstände und einer riesigen Luftaufnahme durch die Geschichte der Stadt. Untergebracht wurde sie in der ehemaligen Bijlokeabtei, und die Wahl des Gebäudes hängt mit einer Frau zusammen, die hier acht Jahrhunderte vor der Eröffnung des Museums eine dauerhafte Hilfe für Kranke einzurichten versuchte.

Zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts überließ Ermentrude Utenhove, Angehörige einer wohlhabenden Genter Tuchhändlerfamilie, eines der Familienhäuser bei der St.-Michael-Kirche dem Heiliges-Maria-Hospital. Dort nahm man Kranke, Arme und Reisende auf. Ermentrude verfügte über das Privathaus und die Einkünfte der Familie; damit das Hospital nach dem Tod der Wohltäter nicht verschwand, übergab sie dessen Besitz und Verwaltung den Zisterzienserinnen des Zisterzienserordens.

Die Schwestern lebten in einem von Utenhove gegründeten Kloster bei Lokeren. Um die Patienten zu versorgen, mussten sie von dort nach Gent reisen, obwohl die Ordensregel den Nonnen verbot, für solche Arbeit die Klausur zu verlassen. Hinzu kamen zwei weltliche Gründe für den Umzug: Für die Kranken reichte der Platz nicht mehr aus, und die in der Stadt eingetroffenen Brüder des Dominikanerordens wollten dort, wo das Hospital stand, ihr Kloster einrichten.

Im Jahr eintausendzweihundertachtundzwanzig fand man einen Ausweg. Ferrand von Flandern übergab dem Hospital ein Grundstück hinter der damaligen Stadtmauer, und kirchliche Oberhäupter erlaubten, daneben eine eigenständige Frauenabtei zu gründen. Ein Teil der Schwestern zog aus Lokeren um. Nun lagen ihre Unterkunft, die Gebetsräume und die Patienten innerhalb derselben Umfriedung: Die Nonnen konnten die Ordensregel einhalten und die Pflege fortsetzen.

Das Grundstück nannte man Bijloke – ein Wort für ein abgeschlossenes, eingezäuntes Landstück. Es waren feuchte Wiesen am alten Lauf der Leie. Zwischen eintausendzweihunderteinundfünfzig und eintausendzweihundertfünfundfünfzig errichtete man hier einen großen Krankensaal mit vierzig Betten; ein Bett konnten sich mehrere Menschen teilen. Die von Ermentrude geschaffene Einrichtung überdauerte sie um siebeneinhalb Jahrhunderte. Erst im Jahr eintausendneunhundertzweiundachtzig nahm man hier keine Kranken mehr auf, als die Klinik umzog.

Die städtische historische Sammlung bezog die Abteigebäude bereits im Jahr eintausendneunhundertachtundzwanzig, und im Jahr eintausendneunhundertzehn eröffnete hier das STAM. Sein ständiger Rundgang führt durch die ehemalige Abtei; der benachbarte mittelalterliche Krankensaal wurde zum Konzertsaal, und den früheren Lazarettteil nutzt das Museum zur Aufbewahrung und Konservierung der Sammlung.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktEnde der Route
EintrittEintritt mit Ticket; die Höfe und ein Teil des Komplexes können von außen betrachtet werden

Mo/Di/Do/Fr 09:00–17:00; Mi geschlossen; Sa–So, Feiertage und Schulferien 10:00–18:00; geschlossen 24.–25. und 31. Dezember, 1. Januar.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Architektur der Bijloke bleibt auch ohne vollständigen Museumsbesuch ein wichtiger Teil der Erzählung. Planen Sie für die Innenräume gesonderte Zeit ein und rechnen Sie nicht damit, dass jedes erwähnte Objekt ständig gezeigt wird.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang bei den Abteigebäuden der Bijloke, wo die Geschichte der Stadt versammelt ist, durch die Sie gerade gegangen sind.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Museumsviertel Gent: vom Citadelpark bis Bijloke“ — 7 Stopps, etwa 2,3 km, 2–3 Stunden.

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