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Nördliche Mauern

أسوار فاس الشمالية

Der erhaltene Befestigungsgürtel ermöglicht es, die Belagerung nachzuvollziehen, die durch Verhandlungen und nicht durch einen Sturmangriff beendet wurde.

15 Min.
Alte Mauern von Fès mit Türmen, die sich den Hang entlangziehen
R Prazeres · CC BY‑SA 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Erdwall der Befestigungen
  • Linie der nördlichen Mauer

Die Geschichte des Ortes

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Am Nordrand der Medina verläuft ein breiter Erdwall mit einer Mauerlinie: Er führt von Bab Mahrouk bis Bab Guissa und bewahrt die alte Trasse besser als die anderen Stadtbefestigungen. Er wurde unter den Almohaden zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts angelegt, als die Mauern das reiche Stadtzentrum von den nördlichen Zugängen trennten. Die Tore und dieser Wall erlaubten es, über den Zugang zur Stadt zu bestimmen, und Menschen von außen mussten sich zunächst mit seiner geschlossenen Linie auseinandersetzen.

Im Jahr eintausendzweihundertachtundvierzig eroberte Abu Yahya, der Anführer der Meriniden – einer neuen Dynastie, die die Almohaden zurückdrängte –, Fès. Er musste die reiche Stadt halten, während er seine Feldzüge fortsetzte. In der Medina blieb sein Statthalter as-Saud zurück, der die Rückkehr des früheren Herrschers verhindern sollte.

Abu Yahya behielt noch einen weiteren Mann aus der alten Garnison in seinen Diensten: Shadid ar-Rumi, den Kommandeur von zweihundert christlichen berittenen Söldnern. Diese Reiter lebten vom Sold und dienten demjenigen, der Fès kontrollierte. Die Stadtältesten beschlossen, Fès dem almohadischen Kalifen zurückzugeben, und brachten Shadid dazu, auf ihre Seite überzugehen.

Die Verschwörer erschienen bei as-Saud in der Kasbah, der befestigten Residenz des Statthalters. Er begriff, dass Gegner vor ihm standen, befahl, sie festzunehmen, und drohte ihnen mit Gewalt. Daraufhin töteten Shadids Männer as-Saud und vier seiner Begleiter. Den Kopf des Statthalters trug man durch die Straßen, sein Besitz wurde aufgeteilt und die Stadttore wurden verschlossen. Die Ältesten sandten dem almohadischen Kalifen einen Treueeid und baten ihn, einen neuen Herrscher zu schicken.

Abu Yahya führte sein Heer zurück. Vor ihm lag eine Stadt, die er erst zwei Jahre zuvor erobert hatte, doch nun versperrten geschlossene Tore und dieser Erdwall der Befestigungen den Weg. Die Belagerung dauerte neun Monate. Merinidische Abteilungen griffen die Mauern der Reihe nach an, konnten jedoch nicht in Fès eindringen.

Die Einwohner erhielten von den Almohaden weiterhin keine Hilfe. Da baten die Ältesten Abu Yahya selbst um Verzeihung. Er willigte ein, ohne Sturmangriff einzuziehen, verlangte jedoch Ersatz für die Kosten der Belagerung. Eine mittelalterliche Chronik nennt die Summe von einhunderttausend Dinar. Fès entging der Plünderung, die Verschwörer retteten die Stadt, gaben sie aber gerade jenem Herrscher zurück, gegen den sie die Tore verschlossen hatten.

Der nördliche Abschnitt bewahrt die almohadische Befestigungslinie vom Beginn des dreizehnten Jahrhunderts besser als die anderen. Sie zieht sich von Bab Mahrouk bis Bab Guissa: Vor Abu Yahya verschlossen die Einwohner von Fès die Durchgänge gerade in dieser Mauer.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktBorj Nord – Waffenmuseum
Eintrittvon außen

Freier Durchgang; der Weg ist rund um die Uhr geöffnet.

Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Befestigungen von der Außenseite: Von hier lassen sich Materialien, Höhe und Rhythmus der Türme besser erkennen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Biegen Sie nicht in die Medina ab: Steigen Sie zu der Festung über der Mauer hinauf.

Stopp 2 von 6Weiter: Borj Nord – Waffenmuseum

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Nordmauern und Höhen von Fès“ — 6 Stopps, etwa 3,9 km, 1 Std. 30 Min..

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