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Circus Lane

Circus Lane

Das Finale zeigt, wie der alltägliche Schutz eines Eingangs zu einem gemeinsamen Projekt der Straße wurde.

15 Min.
Circus Lane: gepflasterte Straße mit Häusern und dem Turm der St Stephen’s Church
Ralf Steinberger · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Breite Öffnungen der ehemaligen Wagenremisen
  • Holzfenster mit feiner Sprossung
  • Schottischer Schiefer
  • Pflanzungen am Rand des Pflasters

Die Geschichte des Ortes

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Der Bogen wohlhabender Häuser des Royal Circus ließ hinter sich eine schmale Dienstzufahrt zurück, die zwischen ihren Rückfassaden durch zwei unübersichtliche Kurven führt. Durch die breiten Öffnungen in den unteren Stockwerken brachte man hier Pferde und Kutschen hinein; darüber lagerte man Futter, und die Menschen lebten dort, die die repräsentativen Häuser versorgten. Heute sind die ehemaligen Einfahrten noch in den Fassaden zu erkennen, und das Pflaster ist fast unmittelbar von Eiben und anderen Pflanzungen gesäumt. Das Wort Circus im Namen erinnert nicht an einen Jahrmarkt, sondern an den kreisförmigen Grundriss des benachbarten repräsentativen Häuserbogens.

Die ersten Sträucher in der Circus Lane wurden nicht für ein hübsches Foto gepflanzt. Der Drehbuchautor und Filmproduzent Gareth Wardell erinnerte sich später, dass er damals in einem Zimmer lebte, das ihm ein Freund überlassen hatte. Er war über vierzig, sein Geld reichte nur für die Kaution, und ohne feste Adresse war es schwierig, Arbeit zu suchen. Im Haus Nummer elf fand er einen günstigen Einraumraum mit Toilette – ein ehemaliges Büro in einer heruntergekommenen Gasse – und lebte hier mehr als zwanzig Jahre.

Die Biegung der Circus Lane verdankt sie dem Royal Circus, einem repräsentativen Häuserbogen, den der Architekt William Henry Playfair zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts entwarf. „Circus“ bedeutet hier eine kreisförmige Anlage, nicht ein Zelt mit Artisten. Die Lane wurde an der Rückseite wohlhabender Häuser angelegt. Hier hielt man Pferde und Kutschen, brachte Kutscher und Dienstpersonal unter. Deshalb dienten die breiten unteren Öffnungen der heutigen Häuser einst als Einfahrten zu Ställen und Wagenremisen, die Räume darüber als Heuböden oder Wohnungen.

Als Wardell hierherkam, waren die Kutschen verschwunden, doch die Anlage der Dienstzufahrt war geblieben. Es gab keinen Bürgersteig, und Autos nahmen die Abkürzung zwischen zwei unübersichtlichen Kurven. Eines Tages hielt ein Lastwagen dicht an Wardells Fenstern und versperrte den Ausgang. Da nahm er auf beiden Seiten der Tür einige Steine heraus und pflanzte zwei Eiben. Die Sträucher ließen vor dem Eingang etwa einen halben Meter frei, an den ein Auto nicht mehr heranfahren konnte.

Eine Nachbarin fragte zunächst, ob er das Recht habe, die Pflastersteine anzufassen, und bat ihn dann, bei ihrem Haus denselben Schutz anzulegen. Ihr folgten weitere Bewohner. Wardell wählte für jede Fassade eigene Pflanzen aus, grub und pflanzte selbst, und die Materialien bezahlte er aus seinen Honoraren für die Arbeit beim Film. Die Bewohner gaben, was sie konnten: manche ein paar Pfund, andere einige Hundert.

Aus diesen Bitten entstand eine Bewohnervereinigung. Sie sammelte Geld, verhandelte mit den städtischen Diensten und setzte Veränderungen für die ganze Straße durch. Betonlaternen wurden durch Wandleuchten ersetzt: Die Bewohner übernahmen die Hälfte der Kosten, die Stadt die andere Hälfte. Fenster aus Holz mit feiner Sprossung, schottischer Schiefer und verlorene Sandsteinpartien wurden wiederhergestellt. Wardell überzeugte die Straßenverwaltung, die Durchfahrt zur Einbahnstraße zu machen; Autos begegneten sich auf der engen Kurve nicht mehr frontal.

Bis zum Jahr zweitausendzehn nutzte man die ehemalige Umfahrungsgasse bereits als Kulisse für Dreharbeiten. Wardell zog weg, doch die Bewohner pflanzten weiterhin Pflanzen vor den Häusern. Deshalb beginnt das Grün hier direkt am Rand des Pflasters: Es nimmt genau den halben Meter ein, den der Mensch aus Haus Nummer elf einst brauchte, damit ein Lastwagen ihn nicht mehr an seiner eigenen Tür einschließen konnte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Die Straße ist rund um die Uhr geöffnet; sie ist eine Wohnstraße.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Gasse ist schmal, bewohnt und stellenweise ohne Bürgersteig: Achten Sie auf den Verkehr, lassen Sie Türen frei und fotografieren Sie keine Menschen durch Fenster.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet dort, wo die Bewohner eine ehemalige Dienstzufahrt in ihre eigene Straße verwandelten.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das Tal des Water of Leith: Dean Village und Stockbridge“ — 7 Stopps, etwa 3 km, 2–3 Stunden.

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