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Ploče und der steinerne Schild der Festung Revelin

Der östliche Zugang verbindet die Grenzverteidigung der Republik mit der Werkstatt, in der ein angereister Gießer seine Prüfung ablegte.

15 Min.
Festung Revelin und Ploče-Tor
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Worauf achten

  • Östliches Ploče-Tor
  • Massiver viereckiger Baukörper der Festung Revelin
  • Gießofen im Inneren der Festung
  • Obere Terrassen

Die Geschichte des Ortes

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Von der Straße aus Ploče zum östlichen Tor stößt der Weg auf den schweren Viereckbau der Festung Revelin. Sie wurde vorgelagert, um zugleich die Einfahrt in die Stadt und den Zugang zum Hafen zu decken; so nennt man eine eigenständige Festung, die vor einem Tor errichtet wurde. In der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts schloss man den früheren Verteidigungsabschnitt mitsamt den Häusern der Bediensteten in einen neuen, für den Kanonenkrieg ausgelegten steinernen Baukörper ein. Im Inneren legten Archäologen Zisternen, Hausfassaden und Gießöfen frei; über dem erhaltenen großen Ofen finden heute Konzerte und Aufführungen statt.

Im Jahr eintausendfünfhundertvier reichte der Gießer Ivan Krstitelj Rabljanin bei den Senatoren von Dubrovnik ein Gesuch um die Stelle eines Meisters für Kanonen und Glocken ein. Er war von der Insel Rab gekommen und behauptete, seit seiner Kindheit bei bekannten Gießern gelernt zu haben, Geschütze für Festungen und Galeeren herstellen und Formen für Kanonenkugeln gießen zu können. Bloße Zusicherungen genügten nicht. Die Senatoren stellten ihm ein Haus und eine Werkstatt in der alten Festung Revelin zur Verfügung, wollten ihn jedoch erst nach der Erprobung der ersten Kanone endgültig in Dienst nehmen.

Die Festung Revelin sah damals anders aus. Hier, vor dem östlichen Ploče-Tor, lag ein befestigter Abschnitt mitten im Graben, mit mehreren Häusern für Bedienstete der Republik. Ploče ist der Name der östlichen Vorstadt, zu der das Tor führte. Durch dieses Tor verlief die Straße ins Innere des Balkans. Mit dem Bau der unteren Befestigung begann man im Jahr eintausendvierhundertdreiundsechzig, als osmanische Truppen das benachbarte Bosnien eroberten. Sie deckte sowohl den Zugang vom Land als auch den Zugang zum Hafen. Die Bezeichnung „Revelin“ meint genau eine solche, vor dem Tor vorgelagerte Befestigung; vom selben Wort stammt der militärische Begriff „Ravelin“.

Für die Versuchskanone erhielt Rabljanin einen alten Schiffsmast. Er wurde zum Kern der Form, um die der Meister den Guss vorbereitete. Es entstand eine lange Kolubrine, vier Meter neunundvierzig Zentimeter lang und mehr als zwei Tonnen schwer. Auf dem Rohr brachte Rabljanin den heiligen Blasius und seinen eigenen Namen an; die Bohrung machte er spiralförmig, obwohl die meisten Geschütze jener Zeit glatt blieben.

Im Jahr eintausendfünfhundertfünf wurde die Kanone erprobt. Sie hielt den Schuss aus, und Rabljanin wurde zum Hauptgießer der Republik ernannt. Das Haus in der Festung Revelin wurde auf Kosten der Stadt instand gesetzt. Vier Jahre später nahm man den angereisten Meister in die angesehene Handelsbruderschaft des heiligen Antonius auf und erkannte ihn als vollberechtigten Bürger von Dubrovnik an. Seine Werkstatt stellte Geschütze für die städtischen Befestigungen, private Schiffe, Süditalien und Spanien her; seine Söhne führten das Handwerk des Vaters fort. Die erste Kolubrine ist erhalten geblieben und befindet sich heute in Wien. Eine hier gegossene Stadtglocke schlägt noch immer die Stunden auf einem Turm in Dubrovnik.

Die massive viereckige Festung Revelin vor dem Tor entstand erst gegen Ende von Rabljanins Leben. Im Jahr eintausendfünfhundertachtunddreißig beauftragten die Senatoren den Militäringenieur Antonio Ferramolino, diesen Zugang mit einer für den Artilleriekrieg ausgelegten Festung zu schließen. Im folgenden Jahr begann der Bau. Das Haus des Gießers wurde abgerissen, und die alte Befestigung schloss man in einen neuen steinernen Baukörper ein. Rabljanin starb im Jahr eintausendfünfhundertvierzig, als die Arbeiten gerade erst in Gang kamen.

Bei Ausgrabungen im Inneren der Festung Revelin fanden Archäologen die Fassaden früherer Häuser, Zisternen und zwei Gießöfen. Den großen Ofen ließ man an seinem Ort. Über ihm befinden sich heute Säle und Terrassen, in denen Konzerte und Aufführungen stattfinden; unter ihnen ist die Werkstatt des Mannes erhalten geblieben, dem man zunächst bis zum ersten gelungenen Schuss Unterkunft gab.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktFestung des heiligen Johannes
Eintrittmit Ticket

Die offizielle Website von City Walls Dubrovnik zeigte am 2026-06-25 08:00-19:30; prüfen Sie vor dem Besuch die saisonalen Öffnungszeiten und die Ticketbedingungen.

Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Am besten lässt sich die Lage von Festung und Tor zueinander von der offenen Fläche aus betrachten. Rechnen Sie die Innenräume der Festung Revelin nicht zur Besichtigung hinzu, solange ein gesonderter Zugang nicht bestätigt ist.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom östlichen Tor hinab zur Festung, die den Zugang zum Hafen schließt.

Stopp 3 von 7Weiter: Festung des heiligen Johannes

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mauern und Festungen von Dubrovnik: der Verteidigungsring“ — 7 Stopps, etwa 2,1 km, 2-2,5 Stunden.

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