Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Insel Koločep
- Insel Lopud
- Insel Šipan
Die Geschichte des Ortes
Westlich von Dubrovnik reihen sich die Inseln hintereinander: näher liegt Koločep, dahinter Lopud, weiter draußen die größte, Šipan. Das sind die drei wichtigsten bewohnten Inseln der Elaphiten. Im Mittelalter diente ihre von hier gut erkennbare Reihe als Kommunikationslinie.
Etwas östlich des heutigen Forts, nahe dem Gipfel des Srđ, stand die Kirche der Heiligen Sergius und Bacchus – frühchristliche Märtyrer, die früher als Schutzpatrone von Dubrovnik verehrt wurden. Die kroatische Form des Namens Sergius lautet Srđ; von dieser Kirche erhielt der Berg seinen heutigen Namen.
An die Kirche schloss sich ein kleines, turmförmiges Haus an. Darin lebten ständig zwei oder drei Wächter. Ihre Aufgabe war es, nach sich nähernden Schiffen Ausschau zu halten und die Zeichen vom Berg Hum auf Šipan nicht zu übersehen. Tagsüber ließen die Inselwächter Rauch aufsteigen, nachts entzündeten sie Feuer. Von Šipan wurden die Nachrichten zwischen Dubrovnik, Ston, Mljet und Lastovo weitergegeben.
Ston war ein entfernt gelegener befestigter Besitz der Republik Ragusa – eines Stadtstaats mit Zentrum im heutigen Dubrovnik. Wenn Ston Hilfe benötigte, war es gefährlich, auf ein Boot mit einem Boten zu warten. Im Jahr eintausenddreihunderteinundsiebzig legten die Herrscher von Dubrovnik fest, welche Signale Ston geben sollte und nach welchem über Šipan empfangenen Zeichen aus der Stadt Verstärkung zu schicken war. Für die Wächter auf dem Srđ bedeutete Rauch über der fernen Insel einen konkreten Auftrag, von dem Menschen abhingen, die mehrere Etappen von hier entfernt waren.
Die Wache bestand nicht nur vorübergehend. Im Jahr eintausendvierhundertsechsundsiebzig bewilligte der Kleine Rat der Republik Ragusa zehn Perper für die Reparatur des Wachhauses. Fast ein Jahrhundert nach dem bekannten Befehl lebten also noch immer mehrere Menschen bei der Kirche und beobachteten den westlichen Horizont.
Die Kirche stand bis zur französischen Besetzung. Als man auf dem Gipfel mit dem Bau von Fort Imperial begann, wurde sie abgetragen; auch das angrenzende Wachhaus verschwand. Archäologen verorten ihren Standort unterhalb der östlichen Ecke des Forts. An der Oberfläche ist fast nichts geblieben, doch beide Teile der alten Signallinie bestehen fort: Der Berg trägt noch immer den Namen Sergius, und am westlichen Horizont liegt weiterhin Šipan, von wo die hiesigen Wächter Rauch oder Feuer erwarteten.
Praktisch vor Ort
Der offene Aussichtspunkt ist zugänglich, wenn das Gelände rund um das Fort frei zugänglich ist; bei schlechtem Wetter und Arbeiten am Fort sind Einschränkungen möglich.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bei Dunst können die Inseln mit dem Horizont verschmelzen; rechnen Sie daher nicht damit, jedes Detail unterscheiden zu können. Bleiben Sie auf einem festen Abschnitt fern von der offenen Kante.
