Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Äußeres Tor
- Inneres Tor
- Steinbrücken
- Festung Revelin
Die Geschichte des Ortes
Der Weg von der Ostseite Dubrovniks (historisch Ragusa) führt durch Ploče, das nach der Vorstadt jenseits der Stadtmauern benannt ist. Die Verteidigung war hier in mehreren Schichten angelegt: Das äußere und das innere Tor trennen Steinbrücken, und daneben erhebt sich die Festung Revelin. An der äußeren Brücke ist ein hölzerner Teil erhalten, der früher nachts hochgezogen wurde; jetzt bleibt der Durchgang ständig geöffnet.
Am siebenundzwanzigsten Januar achtzehnhundertvierzehn näherte sich diesen Toren Dživo Natali – ein Oberst der dubrovniker Aufständischen, der sich für die Wiederherstellung der Republik Ragusa einsetzte. Bei ihm waren rund eintausend bewaffnete Einwohner aus den Siedlungen Župa und Brgat, östlich der Stadt. Innerhalb der Mauern entwaffneten die Stadtbewohner bereits die französischen Wachen und setzten die Kanonen außer Gefecht. Natali rechnete damit, durch Ploče einzutreten, sich mit ihnen zu vereinigen und zu verkünden, dass die Republik wiederhergestellt sei.
Für ihn war das keine sichere Rolle, die er nur für einige Tage übernommen hatte. Natali stammte aus einem alten Adelsgeschlecht, lebte jedoch bescheiden. Die Franzosen hatten ihn bereits festgenommen, sein Haus durchsucht und seine Papiere beschlagnahmt. Nun führte er Menschen zur Stadt, die das Land in den umliegenden Siedlungen bestellten und für die Vertreibung der französischen Garnison ihre wirtschaftliche Existenz und ihre Familien riskierten.
Für Natali blieb ein Hindernis: die geschlossenen Tore. Das Stadtoberhaupt Sabo Giorgi wusste nicht, wie sehr die Aufständischen ihren Befehlshabern gehorchten. Er fürchtete Plünderungen und einen Zusammenstoß mit den österreichischen Truppen, die sich ebenfalls Dubrovnik (historisch Ragusa) näherten. Deshalb befahl man Natali, draußen zu warten. Zwischen den Menschen in der Stadt und der Abteilung vor Ploče gab es nicht einmal eine verlässliche Verbindung.
Diese Verzögerung nutzte der österreichische General Todor Milutinović, der Dubrovnik (historisch Ragusa) im Namen des Kaisers besetzen wollte. Während die örtlichen Abteilungen hier standen, vereinbarte er ohne ihre Beteiligung die Kapitulation der Franzosen. Am achtundzwanzigsten Januar durchbrachen österreichische und britische Soldaten die Absperrung am westlichen Pile-Tor und zogen in die Stadt ein. Natalis Leute ließ man nicht durch das Ploče-Tor. Man befahl ihnen, sich zurückzuziehen, und entwaffnete die Stadtwache.
Die Flagge von Dubrovnik (historisch Ragusa) blieb noch zwei Tage gehisst. Am dreißigsten Januar befahl Milutinović, sie einzuholen. Im folgenden Jahr besiegelten die europäischen Monarchen die Angliederung von Dubrovnik (historisch Ragusa) an die Habsburgermonarchie. Natali setzte sich über Diplomaten in Konstantinopel weiterhin für die Wiederherstellung der Republik Ragusa ein; dafür wurde sein Eigentum sequestriert und ihm mit Verbannung gedroht. Die Republik sah er nie wieder.
Die Aufständischen aus Župa und Brgat kehrten bald zu den Stadttoren zurück. Nun trugen sie statt Gewehren Obst und Gemüse zum Verkauf.
Der Name Ploče weist die Richtung: Dieses östliche Tor führt in die Vorstadt Ploče. Hier stehen weiterhin das äußere und das innere Tor, die Steinbrücken und die Festung Revelin. Der hölzerne Teil der äußeren Brücke wird nachts nicht mehr hochgezogen. Der Durchgang, vor dem Natalis Abteilung bewaffnet wartete, ist heute ständig geöffnet.
Praktisch vor Ort
Der Torweg und die Außenansicht der Lazarette sind ohne Museumsbesuch zugänglich, doch die Durchgänge bleiben belebt. Ob Sie die Räume des Komplexes betreten können, prüfen Sie gesondert und betrachten Sie dies nicht als Teil der Route.
