Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Fassade der Vicar Street Konzerthalle
- Schild „Vicar Street Konzerthalle“
- Umgebautes Lagerhaus
Die Geschichte des Ortes
Der Saal erhielt seinen Namen von einer schmalen Straße in der Nachbarschaft, die lange vor dem Konzertleben des Viertels bestand. Hinter der Fassade des ehemaligen Lagerhauses befindet sich ein Raum mit veränderlicher Bestuhlung: Sessel und Tische werden für Tanzveranstaltungen weggeräumt, und der Raum kann auch als Fernsehstudio dienen. Nach der Erweiterung finden hier etwas mehr als tausend Zuschauer mit Sitzplätzen Platz, und im Programm stehen Musik, Komik und Theater nebeneinander.
Der irische Folksänger Christy Moore suchte in Dublin einen kleinen Saal für regelmäßige Konzerte. Er wollte einen ganzen Monat lang jeden Abend auftreten und danach einmal pro Woche zurückkehren. Der Projektentwickler Harry Crosbie übernahm es, ihm einen solchen Veranstaltungsort an der Thomas Street zu bauen.
Der Ort galt als riskant: Das Konzertpublikum fuhr lieber ins Zentrum, und auf dieser Seite der Stadt hätte Crosbie rentabler Lagerhäuser bauen können. Das Projekt mit Kosten von dreieinhalb Millionen irischen Pfund rechnete sich auf dem Papier nur dank Steuervergünstigungen. Doch Crosbie hatte jahrelang Konzerte beobachtet und entschieden, dass die Zuschauer vor allem Nähe zur Bühne wollten. In einem umgebauten Lagerhaus richtete man einen Saal mit siebenhundertsechzig Plätzen ein: Ursprünglich war selbst der am weitesten entfernte Zuschauer ungefähr dreizehneinhalb Meter vom Künstler entfernt. Tische und Sessel konnten weggeräumt werden, sodass sich der Raum in einen Tanzsaal oder ein Fernsehstudio verwandelte.
Unmittelbar vor der Eröffnung sagte Moore den monatlichen Konzertzyklus ab. Der Veranstaltungsort verlor den Künstler, für den er gebaut worden war. Daraufhin besichtigte der Konzertpromoter Peter Aiken den neuen Saal gemeinsam mit Crosbie und vereinbarte direkt auf dem Gehweg am Eingang, ihn zu betreiben. Die ersten Monate waren schwierig: Konkurrenten nannten den Veranstaltungsort einen Kabarettclub, und Aiken musste das Programm ohne den versprochenen festen Künstler zusammenstellen.
Den Umschwung brachten die Komiker Jon Kenny und Pat Shortt vom Duo „D’Unbelievables“. Im Jahr neunzehnhundertneunundneunzig spielten sie hier acht Wochen lang an sechs Abenden pro Woche. Das lange Engagement brachte die Presse und ein neues Publikum; nach ihnen begannen andere Künstler, den Saal zu buchen. Für Aiken war das der Beweis, dass die Menschen bereit waren, eigens hierher zu fahren, und die Komik nahm im Programm genauso viel Raum ein wie die Musik.
Christy Moore kehrte schließlich auf die für ihn gedachte Bühne zurück. Aufnahmen seiner Auftritte hier erschienen im Jahr zweitausendzwei als eigenständiges Livealbum mit dem Namen des Veranstaltungsorts.
„Vicar Street Konzerthalle“ ist weder der Nachname eines Eigentümers noch ein Künstlername. Crosbie benannte den Saal nach der schmalen Vicar Street Straße, die diesen Namen lange vor dem Bau trug. Nach der Erweiterung im Jahr zweitausendzwei finden drinnen eintausendfünfzig Zuschauer mit Sitzplätzen oder eintausendfünfhundert Stehende Platz. Hier gibt es weiterhin Konzerte, Stand-up und Theateraufführungen – ein Programm, das Aiken nach der Absage des ersten Künstlers zusammenstellen musste.
Praktisch vor Ort
Der Veranstaltungsort richtet sich nach dem Veranstaltungsplan. Offiziell: 1050 Sitzplätze / 1500 Stehplätze, 1998 eröffnet und 2002 erweitert; prüfen Sie die Türöffnungszeiten und Tickets für die jeweilige Show.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Ohne Veranstaltung dient die Vicar Street Konzerthalle vor allem als äußerer Halt der Route. Rechnen Sie nicht damit, den Saal tagsüber besichtigen zu können; für ein Konzert oder einen Comedyabend ist ein separates Ticket nötig.
