Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offener gepflasterter Streifen
- Fassaden von Geschäften und Restaurants
- Kleine Plätze
- Durchgänge zwischen den Gebäuden
Die Geschichte des Ortes
Vier Teile von Bluewaters Island wurden durch ein einziges Fußgängernetz verbunden, damit Wohnungen, Hotels, Handel und Restaurants nicht voneinander getrennt liegen. Sein offener gepflasterter Streifen verläuft an den Fassaden entlang, und kurze Durchgänge führen in Höfe und auf kleine Plätze. Dieser Weg ist für Bewohner, Hotelgäste sowie Besucher von Geschäften und Restaurants ausgelegt.
Im Februar zweitausendfünfzehn bemühte sich der Projektentwickler Meraas bei Banken um achthundertsechzig Millionen Dirham an Krediten. Die Kredite wurden für die Gewerbeflächen rund um das künftige Riesenrad Ain Dubai benötigt. Geschäfte und Restaurants auf der künstlichen Insel sollten Geld einbringen, doch zunächst mussten Menschen hierher gelockt und davon überzeugt werden, länger zu bleiben.
Dafür war das Team von Michele Seaward zuständig, der Senior Vice President für Design bei Meraas. Sie formulierte die Aufgabe als ausgesprochen sachliche Frage: Welche Umgebung muss geschaffen werden, damit Menschen anreisen und Geld ausgeben möchten? Man beschloss, Bewohner, Touristen, Hotels und Handel nicht auf getrennte Bereiche zu verteilen. Zwischen den Gebäuden ließ man Höfe, Gassen, Straßen, kleine Plätze und diese Promenade. Landschaftsplaner verbanden damit vier Teile der Insel, und die Geschäfte richteten ihre Fassaden auf die Fußgänger aus.
Das Risiko zeigte sich unmittelbar nach der Eröffnung von Bluewaters Island im November zweitausendachtzehn. Im Handelsviertel The Wharf sollten einhundertzweiunddreißig Geschäfte und Restaurants untergebracht werden, doch bei einer der ersten Besichtigungen für Journalisten war nur ein einziges Café geöffnet. Die übrigen Räume warteten noch auf Mieter. Für ein Projekt im Wert von rund sechs Milliarden Dirham reichte schönes Pflaster nicht aus: Seaward musste beweisen, dass die als Treffpunkte geplanten Orte tatsächlich Menschen anziehen würden.
Bis April zweitausendfünfundzwanzig zählte das Managementteam auf der Insel bereits mehr als dreißig Restaurants und mehr als dreißig Geschäfte. Im Februar des folgenden Jahres wurde die Promenade erstmals Straßenkünstlern zur Verfügung gestellt. Die Veranstalter verteilten fünfundzwanzig Künstler auf vier Plätze; zwischen ihnen und dem Publikum stellte man weder Bühnen noch Absperrungen oder Kassenhäuschen auf. Einen Künstler konnte man per bargeldloser Überweisung unterstützen.
An einem der Plätze trat Salina Bakaou auf, eine Zirkuskünstlerin, die ausschließlich von ihren Auftritten lebte und sich seit Langem um die Möglichkeit bemüht hatte, auf Bluewaters Island zu arbeiten. Sie ließ mehrere Reifen kreisen, scherzte und holte einen Freiwilligen aus der versammelten Menge hervor. Dutzende Menschen blieben um sie herum stehen. Was Seaward einst als Treffpunkt zwischen Restaurants entworfen hatte, wurde für einige Wochen zum Arbeitsplatz einer Künstlerin.
Das Programm endete am ersten März zweitausendsechsundzwanzig. Eine Bühne wurde danach nicht abgebaut: Es gab hier keine. Übrig blieben vier Abschnitte einer gewöhnlichen Promenade, auf denen Künstler und Zuschauer nur durch einen freien gepflasterten Streifen voneinander getrennt waren.
Praktisch vor Ort
Rund um die Uhr geöffnet; Geschäfte und Restaurants haben eigene Öffnungszeiten
Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Promenade kann von außen besichtigt werden; Restaurants und Hotelbereiche sind kein verpflichtender Teil der Route.
