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Calle Siete Angelitos und Calle Siete Diablitos

Siete Angelitos / Siete Diablitos

Die Gässchen zeigen, wie Bilder auf einem Gesims einen alten Stadtnamen verdrängen können.

15 Min.
Schmales Gässchen Calle Siete Angelitos im Barrio de San Blas
Chalisimo5 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Bemalte Unterseite der Dachziegel
  • Cherubköpfe
  • Zeichen des Namens Jesus
  • Schmaler Durchgang der Calle Siete Diablitos

Die Geschichte des Ortes

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Die Bewohner Cuscos erklärten den Namen Calle Siete Diablitos mit einer mündlichen Überlieferung. In dem schmalen und früher schlecht beleuchteten Gässchen trafen sich Paare, die ihre Beziehung verbergen mussten. Nachbarn sagten, kleine Teufel verführten die Liebenden in der Dunkelheit. Sieben bestimmte Teufelchen hat hier niemand gesehen: Die Zahl wird mit den sieben Todsünden verbunden, doch die Dokumente haben den genauen Ursprung dieses Teils des Namens nicht bewahrt.

In der Nähe stand das Haus von Blas de Bobadilla. Er war ein wohlhabender Hausbesitzer und frommer Gemeindemitglied: Auf eigene Kosten ließ er prächtige Straßenaltäre errichten, an denen die Fronleichnamsprozession der Pfarrei Halt machte. Sein Glaube kostete viel und war zur öffentlichen Zurschaustellung bestimmt.

Der Überlieferung nach empörte Blas de Bobadilla der Ruf des benachbarten Gässchens. Er beschloss, den Liebenden mit Bildern über seiner eigenen Tür zu antworten, und beauftragte die Bemalung der Dachziegel am Gesims. Der Handwerker bedeckte die konkave Seite der Ziegel mit Kalk und malte dann mit rotem Pigment Cherubköpfe und Zeichen des Namens Jesus darauf. Unter den Bildern befanden sich auch das Profil eines jungen Mannes und zwei schwarze Vögel, die die örtliche Überlieferung Kondore nennt, obwohl Forschende daran zweifeln. Gerade die sieben Cherubim machten das Gesims zum Namensgeber der Calle Siete Angelitos – der Sieben Engelchen.

Ob der Auftrag von Blas de Bobadilla die heimlichen Treffen beendete, ist unbekannt. Für seine eigene Straße war die Folge dagegen durchaus messbar. Früher hieß sie Canchitapa und diente als stiller Wohnweg. In der republikanischen Epoche begannen die Stadtbewohner, sie nach den bemalten Ziegeln zu nennen, und der alte Name machte der Calle Siete Angelitos Platz.

Das Haus wurde später restauriert. Vor der Restaurierung lagen die bemalten Ziegel in einer offenen Reihe; danach verlegte man sie überlappend und drehte die Bilder nach unten. Sie ragen fast um die Hälfte ihrer Länge aus dem Gesims heraus, deshalb sind die Darstellungen von der Straße aus weiterhin zu erkennen, obwohl die kleinen Gesichter an den Rändern bereits stark beschädigt sind.

Bei der Calle Siete Diablitos blieb die Geschichte der namenlosen Liebenden. Bei der Antwort von Blas de Bobadilla blieb eine physische Adresse erhalten: die Unterseite der Dachziegel über der zweiten alten Casona vom Anfang der Straße aus.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktParque Mirador Qosqo Qhawarina
Eintrittvon außen

Offene Wohn-Gässchen; gehen Sie respektvoll hindurch und möglichst bei Tageslicht.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies sind Wohn-Gässchen: Sprechen Sie leise, schauen Sie nicht in die Fenster und betreten Sie den Hof nicht für ein Foto.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Calle Pasñapakana und steigen Sie das letzte Stück bis zu den Terrassen hinauf.

Stopp 7 von 8Weiter: Parque Mirador Qosqo Qhawarina

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barrio de San Blas: Der handwerkliche Hang von Cusco“ — 8 Stopps, etwa 2,4 km, 1,5-3 Stunden.

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