Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Vagthuset ved Christianshavns Port
- Platte im Wallhang
- Erdwall
- Graben
Die Geschichte des Ortes
Der Erdwall und der Graben bewahren den Verlauf einer Grenze, mit der Kopenhagen einst die Zugänge von der Amager-Seite abriegelte. Der Stadtteil entstand auf sumpfigem Flachwasser, und die erste Befestigungslinie umschloss ihn mit fünf Bastionen. Zwischen Løvens Bastion und Elefantens Bastion verengte sich die Straße von der Insel zu einer einzigen Einfahrt: Wagen gelangten erst hinein, nachdem ihre Ladung auf der befestigten Insel vor dem Wall kontrolliert worden war. Eine Platte im Hang markiert die Stelle, an der Verteidigung und städtischer Handel in einem Durchlass zusammentrafen.
Im Dezember siebzehnhundertsiebenundzwanzig zog der Torwächter Hans Nielsen mit seiner Frau und seinem Kind hier ein. Das kleine Haus an der Torvegade war seine Dienstwohnung. Nielsen war für Christianshavns Port zuständig und erhob von den Passierenden je einen Skilling. Die Stelle verschaffte der Familie eine Wohnung, doch sie lebte direkt am Stadtdurchlass.
Das Tor stand dort, wo die Torvegade zwischen Løvens Bastion und Elefantens Bastion verläuft. Es war der einzige Landweg von Amager nach Kopenhagen. Ein Bauer mit einem Wagen meldete seine Waren zunächst im Acciseboden an, überquerte dann den Graben und fuhr auf das Ravelin – eine befestigte Insel vor dem Wall. Dort kontrollierten Soldaten die Ladung. Nach der zweiten Zugbrücke blieben noch das Tor selbst und Nielsens Abgabe. Erst dann durften Gemüse und andere Lebensmittel weiter zu den Märkten der Stadt gebracht werden.
Diese Anlage entstand zusammen mit Christianshavn. Christian IV. gründete den neuen Stadtteil auf sumpfigem Flachwasser, und bis zum Jahr sechzehnhundertdreiundzwanzig hatten die Baumeister bereits die erste Befestigungslinie mit fünf Bastionen fertiggestellt. Die Häuser mussten noch erst besiedelt werden. Der Erdwall, die vorspringenden Bastionen und der breite Graben sollten den Feind aufhalten, während der einzige Durchlass dem Militär und den Einnehmern erlaubte, jeden Wagen zu kontrollieren.
Nach der Abschaffung der Akzise und dem Verlust von Kopenhagens Status als Festungsstadt verschwand diese Ordnung. Im Jahr achtzehnhundertsiebenundfünfzig riss man Christianshavns Port ab. Vagthuset ved Christianshavns Port blieb erhalten. Man hielt es oft für den ehemaligen Acciseboden, obwohl der tatsächliche Acciseboden weiter an der Amagerbrogade stand und im Jahr neunzehnhundertdreizehn abgerissen wurde.
Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig erreichte die Verbreiterung der Torvegade auch Nielsens Haus. Die städtischen Ingenieure beschlossen, es zu erhalten: Sechs Personen setzten das Gebäude auf Schienen und verschoben es innerhalb von zwei Tagen um vierzehn Meter nach Nordosten. Heute befindet sich darin ein örtliches historisches Archiv, und eine Platte im Wallhang markiert die frühere Lage des Tores. Haus und Platte liegen vierzehn Meter auseinander; zwischen ihnen verläuft die Straße, auf der man einst für das Recht bezahlte, nach Kopenhagen hineinzufahren.
Praktisch vor Ort
Die Wälle und angrenzenden Wege sind rund um die Uhr geöffnet; ihr Schutzstatus verlangt einen behutsamen Umgang.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie auf den allgemeinen Wegen: Die Hänge können uneben sein, und manche historischen Objekte sind unauffällig und liegen inmitten der Vegetation.
