Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Dreihundertsechs Stufen
- Siebenköpfige Nagas
- Schlangenkörper als Geländer
Die Geschichte des Ortes
Zur oberen Tempelplattform führt von hier ein Aufstieg mit dreihundertsechs Stufen; auf beiden Seiten ziehen sich Schlangenkörper entlang, die am Anfang sieben Köpfe haben. In der buddhistischen Tradition bewachen Nagas Heiligtümer, und in Lanna verband man einen solchen Durchgang mit dem Weg aus der Menschenwelt zur himmlischen Wohnstatt. Ihre langgestreckten Körper dienen auch als Geländer – man hält sich beim steilen Aufstieg daran fest. Die heutige Treppe wurde als Ersatz für die zerstörte Backsteintreppe errichtet: Die frühere hatte einhundertdreiundsiebzig Stufen, und die Nagas besaßen nur jeweils einen Kopf.
Fast zwei Jahrhunderte nach der Gründung des Heiligtums auf dem Doi Suthep lebte bei der Reliquie des Buddha keine dauerhaft ansässige Mönchsgemeinschaft. Es war ein verehrter Ort auf dem Gipfel, zu dem man über einen Bergpfad hinaufsteigen musste.
Mitte des sechzehnten Jahrhunderts lud der Herrscher Mueang Ket Klao den Mönch Yanamongkhon Phothithera aus Lamphun hierher ein. Dieser verließ das bewohnte Wat Asokaram und ließ sich auf dem Berg nieder: Er sollte hier ein funktionierendes Kloster einrichten und den Menschen den Weg zum Heiligtum erleichtern. Zusammen mit seinen Schülern und Laien errichtete er eine Backsteintreppe mit einhundertdreiundsiebzig Stufen. Auf beiden Seiten zogen die Erbauer die Körper einköpfiger Nagas entlang.
Nagas sind schlangenartige Wesen der buddhistischen Mythologie und Hüter von Heiligtümern. In der Tradition von Lanna verstand man die Treppe zwischen ihren Körpern als Brücke, die die Welt der Menschen mit der himmlischen Wohnstatt verbindet. Oben befand sich die Stupa mit der Reliquie des Buddha, deshalb begann das Bild genau hier, am Fuß des letzten Anstiegs. Die Körper der Nagas dienten zugleich als Geländer: Die heilige Grenze erhielt eine ganz weltliche Stütze für die Hand.
Der von Yanamongkhon angelegte Weg ermöglichte den Pilgern, auf einer festgelegten Route zur Reliquie hinaufzusteigen, und den Mönchen, dauerhaft bei ihr zu leben. Die Kruba Srivichai Road brachte im Jahr eintausendneunhundertfünfunddreißig lediglich Verkehrsmittel bis zur unteren Plattform; der Treppeneingang zum Kloster entstand fast vier Jahrhunderte früher.
Die ursprünglichen Backsteinstufen verfielen mit der Zeit. Das Tempelkomitee baute sie ab und errichtete den Aufstieg neu: Die Zahl der Stufen wurde auf dreihundertsechs erhöht, und jeder Naga erhielt statt eines Kopfes sieben. Die Backsteintreppe von Yanamongkhon liegt nicht mehr vor Ihnen. Von seiner Arbeit sind der Ort und die Funktion des Aufstiegs erhalten geblieben; die siebenköpfigen Nagas gehören zu einem späteren Ersatz.
Praktisch vor Ort
Die Treppe ist während der Öffnungszeiten des Tempelkomplexes zugänglich; Aufzug, Gebühren und Schließungen bitte vor Ort an der Kasse erfragen.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Zählen Sie die Stufen nicht hastig: Halten Sie ein gleichmäßiges Tempo, lassen Sie Schnellere vorbei und ruhen Sie sich aus, ohne den Durchgang zu versperren.
