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Iglesia de la Santísima Trinidad

Iglesia de la Santísima Trinidad

Die Kirche zeigt, zu welchem Preis die Bewohner ihre eigene Kirche erhielten und welches Recht ihrem Stifter verwehrt blieb.

15 Min.
Fassade der gelben Iglesia de la Santísima Trinidad mit weißen Säulen und Glockenturm
Martinduquea · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Hauptfassade
  • Mittelschiff
  • Zwei Seitenschiffe
  • Säulen und halbrunde Bögen

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Hauptfassade gliedert sich der Raum in drei Schiffe: ein breites Mittelschiff und zwei Seitenschiffe. Säulen und halbrunde Bögen tragen diese Anlage nach dem Vorbild des Doms der Stadt. Seit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts lebt die Kirche als eigenständige Pfarrei, und hier werden bis heute Messen, Taufen, Trauungen, Beichten und Kommunionen gefeiert. Der Name der Heiligsten Dreifaltigkeit setzte sich zuerst für die Kirche durch und gab dann dem Platz seinen Namen.

Im Juli sechzehnhundertzwanzig nannte Bischof Diego de Torres Altamirano die Bewohner von Getsemaní „die skandalösesten Menschen der Stadt“. Das ist die Einschätzung eines kolonialen Geistlichen, der erst kurz zuvor in Cartagena angekommen war. Im selben Brief bat er den spanischen König, hier eine dem Dom unterstellte Kirche zu eröffnen. Der Bischof setzte sich dafür ein, dass Taufen, Trauungen, Beichten und Kommunionen in Getsemaní selbst vollzogen würden.

Damals blieb der Dom die einzige Pfarrkirche Cartagenas. Getsemaní lag jenseits des befestigten Hauptviertels auf einer eigenen Insel. Die Priester mussten eine Brücke von mehr als zweihundert Schritten überqueren. Altamirano schrieb, dass die Sakramente wegen der Entfernung und der Hitze nicht rechtzeitig gespendet werden konnten. Für einen Kranken oder Sterbenden konnte eine Verzögerung alles entscheiden.

Die Bitte unterstützte Kapitän Julio Evangelista – ein Einwohner von Getsemaní, Mitglied des Stadtrats und örtlicher Grundbesitzer. Eine Volkszählung aus demselben Jahr zeigt einen Teil seines Besitzes: Er vermietete vier gedeckte Hütten hinter einem Holzzaun an schwarze Mieter. Evangelista bot ein Grundstück für die Kirche, Geld für den Bau, ein Haus für den Priester und den Küster sowie die ersten liturgischen Gewänder und Kirchengeräte an.

Die Schenkung hatte ihren Preis. Der Kapitän verlangte das Recht, den Pfarrer selbst auszuwählen und dieses Recht nach seinem Tod an seine Erben weiterzugeben. So wollte er die Kirche bezahlen und seiner Familie die Verwaltung über sie hinterlassen.

Die Antwort verzögerte sich um zweiundzwanzig Jahre. König Philipp III. und Bischof Altamirano starben bereits im folgenden Jahr. Auch Evangelista erlebte die Genehmigung nicht mehr. Im Jahr sechzehnhundertzweiundvierzig wies Philipp IV. den Gouverneur an, erneut mitzuteilen, wie viele Menschen in Getsemaní lebten, wie weit Getsemaní vom Dom entfernt war und ob eine neue Kirche tatsächlich nötig sei. Nach der Antwort wurde der Bau genehmigt. Evangelistas Grundstück nahm man an, Geld steuerten das Domkapitel und die Nachbarn bei. Die Arbeiten begannen im Jahr sechzehnhundertdreiundvierzig, und auf einem Stadtplan aus dem Jahr sechzehnhundertachtundachtzig steht die Kirche bereits.

Evangelista erhielt nicht das erbliche Recht, den Priester auszuwählen. Getsemaní erhielt eine eigene Kirche, die nach dem Vorbild des Doms angelegt wurde: Hinter der heutigen Fassade befinden sich ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe, getrennt durch Säulen und halbrunde Bögen. Im Jahr achtzehnhundertacht wurde die Kirche eine eigenständige Pfarrei.

Man weihte sie der Heiligsten Dreifaltigkeit – dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, den drei Personen des einen Gottes in der christlichen Lehre. Von der Kirche ging dieser Name auf den Platz über. Hier werden weiterhin Messen gefeiert und eben jene Sakramente gespendet, für die Altamirano darum gebeten hatte, die Bewohner von Getsemaní von dem Weg über die Brücke zum Dom zu befreien.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktDie enge Gasse
Eintrittvor Ort

Kirche in Nutzung; der Zugang zum Innenraum hängt von Gottesdiensten, Feiertagen und der aktuellen Regelung vor Ort ab.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Eintritt ist nicht garantiert: Hören Sie während eines Gottesdienstes draußen zu, und wahren Sie im Inneren die Stille und verzichten Sie auf Blitzlicht.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz über die Calle del Pozo und suchen Sie die enge Gasse mit einem Dach aus Schirmen.

Stopp 5 von 7Weiter: Die enge Gasse

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Getsemaní: Viertel der Handwerker und Nachbarn“ — 7 Stopps, etwa 1,5 km, 2–2,5 Stunden.

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