Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Marmorobelisk
- Figur El Trabajo über dem Eingangsbogen
- Acht zusammenlaufende Alleen
Die Geschichte des Ortes
Einst lag zwischen Getsemaní und den Toren der befestigten Stadt eine große offene Fläche, über die man von der Vorstadt in das alte Cartagena ging. Später widmete man sie einem Jubiläumsgarten, sammelte dafür städtische Spenden und eröffnete ihn noch unvollendet. Die Eingangsbögen und die durch den Park auseinanderlaufenden Wege halten diesen Ort bis heute offen, wie einen Durchgang zwischen dem Viertel und den Mauern.
Nach der Wiederherstellung des Parks Ende zweitausendfünfundzwanzig sind hier wieder Verkäufer von Büchern und Kunsthandwerk tätig, ein Sportplatz und eine Rollschuhbahn sind geöffnet. Acht Alleen laufen auf einen Marmorobelisk zu. Über einem der Eingangsbögen steht die Figur El Trabajo. Zwischen diesen beiden Denkmälern verbirgt sich ein Streit darüber, wem Cartagena für seine Unabhängigkeit danken wollte.
Das Wort „Centenario“ bedeutet Jahrhundert. Der Park wurde am elften November neunzehnhundertelf eröffnet – genau hundert Jahre nach Cartagenas Bruch mit Spanien. Für den Ausgang jenes Tages war Pedro Romero in hohem Maße verantwortlich, ein Schmiedemeister und Auftragnehmer des Marinearsenals. Seine Werkstatt verschaffte anderen Handwerkern Aufträge, und er selbst führte eine mit Piken bewaffnete Miliz freier Schwarzer und Einwohner gemischter Herkunft. Romero setzte sich dafür ein, dass die Provinz nicht länger im Namen des spanischen Königs regiert wurde.
Am Morgen des elften November achtzehnhundertelf führte Romero seine Leute von Getsemaní zum Regierungspalast. Der Weg verlief über diese große offene Fläche zwischen der Vorstadt und den Toren der befestigten Stadt. Die Junta de Gobierno de Cartagena – ein Rat, der Cartagena regierte – wollte die weiteren Beziehungen zu Spanien erörtern. Romero und seine Anhänger forderten die vollständige Unabhängigkeit. Unter dem Druck der bewaffneten Menge unterzeichneten die Mitglieder der Junta den Akt, und im folgenden Jahr verabschiedete eine verfassungsgebende Versammlung die Verfassung des Freistaats Cartagena.
Romero gehörte nicht zu den Unterzeichnern des Akts. Nach der Rückkehr spanischer Truppen verließ er mit seiner Familie die belagerte Stadt. Das Schiff erreichte Haiti nach zwei Monaten; Anfang achtzehnhundertsechzehn starb Romero an den Entbehrungen, die er während der Belagerung und der Überfahrt erlitten hatte.
Hundert Jahre später bereitete ein städtisches Komitee an diesem Ort einen Jubiläumspark vor. Der Entwurf von Pedro Malabet wurde in einem Wettbewerb ausgewählt, die Bauarbeiten leitete Luis Felipe Jaspe. Das Geld wurde durch Subskriptionen gesammelt, doch es reichte nicht: Etwa fünfzig Mitglieder der Sociedad de Artesanos de Cartagena boten Geld und täglich je eine Stunde unentgeltlicher Arbeit an, um den Park bis zum Jahrestag fertigzustellen. Als Gegenleistung wollten sie hier eine Statue Romeros errichten – des Schmieds, der die Handwerkermiliz zur Junta geführt und die Entscheidung für die Unabhängigkeit erreicht hatte.
Das Jubiläumskomitee strich die Statue Romeros und die Zeremonie ihrer Enthüllung aus dem Gesamtprogramm. Den Handwerkern wurde erlaubt, über dem Eingang die allegorische Figur El Trabajo aufzustellen. Der Park wurde dennoch unvollendet eröffnet. In seiner Mitte errichtete man einen in Genua gefertigten Obelisken zu Ehren derjenigen, die den Akt von achtzehnhundertelf unterzeichnet hatten.
Der Obelisk und die Figur El Trabajo sind erhalten geblieben. Eine Statue von Pedro Romero gibt es im Parque Centenario nicht.
Praktisch vor Ort
Öffentlicher Park; der tatsächliche Zugang hängt von Toren, Arbeiten und städtischen Einschränkungen ab, prüfen Sie dies vor Ort.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Schauen Sie nach oben, aber nähern Sie sich nicht Faultieren, Affen und anderen Tieren; Füttern und Kontakt für Fotos schaden ihnen.
