Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Baengnyeonsa-Tempel
- Niedrige Häuser am Eingang
- Weiße Fassaden
Die Geschichte des Ortes
Hinter den weißen Fassaden beim Baengnyeonsa-Tempel erstreckt sich ein Wohnhang, auf dem die niedrigen Häuser so dicht stehen, dass die Straße zum Durchgang zwischen ihnen wird. Als Busan voller Menschen war, die ihre Wohnungen verloren hatten, besiedelten sie dieses für gewöhnliche Bebauung zu steile Gelände und bebauten es in Eigenarbeit. Vom Bongnaesan zum Meer liefen schnelle Bäche, die am Hang weiß schimmerten; von ihnen ist der Name Huinnyeoul, die weiße Stromschnelle, geblieben.
Das Wort „kulturell“ an diesem Eingang kam durch Menschen hierher, die keinen Ort zum Arbeiten hatten. Am siebenundzwanzigsten Dezember zweitausendelf eröffneten sie neben dem Baengnyeonsa-Tempel fünf Werkstätten in drei leer stehenden Häusern. Eine davon erhielt die vierunddreißigjährige Kunsthandwerkerin Seo Michjin. Eigene Räumlichkeiten hatte sie nicht: Sie stellte ihre Arbeiten zu Hause her und richtete sich dabei nach den anderen Familienmitgliedern. Nach einem Auswahlverfahren bekam sie ein eigenes Zimmer von nur wenigen Quadratmetern.
Die leeren Häuser entstanden hier als Folge einer anderen menschlichen Geschichte. Während des Koreakriegs suchten Flüchtlinge, die ihre Wohnungen verloren hatten, Platz im überfüllten Busan. Sie besiedelten den Hang, der als zu steil für eine Bebauung galt, und errichteten dort selbst Wohnhäuser. Fast neun von zehn Häusern hatten keine offizielle Genehmigung. Die Menschen erhielten ein Dach über dem Kopf, doch später ließen sich solche Bauten weder ordentlich umbauen noch in ein großes Erneuerungsprojekt einbeziehen. Ein Teil stand leer.
Im Jahr zweitausendelf beschlossen Stadt- und Bezirksbeamte, einige dieser Häuser Künstlern zu überlassen. Für die Renovierung von drei Gebäuden mit einer Gesamtfläche von einhundertsechzehn Quadratmetern wurden fünfundvierzig Millionen Won bereitgestellt. Arbeiter entfernten die alten Tapeten, strichen die Wände, verlegten Wasser- und Abwasserleitungen und installierten Waschbecken und Toiletten. Fünf Kunsthandwerker aus Busan zogen in die Räume ein. Zur Eröffnung kamen etwa zweihundert Bewohner und Vertreter der örtlichen Kultur. Ein Jahr später stellten vier Bewohner vierzehn hier geschaffene Arbeiten in einer örtlichen Galerie aus.
Der Name „Huinnyeoul“ bezieht sich auf das, was hier vor den Werkstätten und Häusern bestand. Vom Bongnaesan zum Meer liefen mehrere Bäche; das schnelle Wasser schimmerte am Hang weiß wie fallender Schnee. Daher bedeutet „Huinnyeoul“ „weiße Stromschnelle“. Das Wort „kulturell“ kam hinzu, als die leeren Zimmer Kunsthandwerkern überlassen wurden. Der heutige Eingang nahe dem Baengnyeonsa-Tempel liegt auf demselben Gelände, auf dem fünf enge Werkstätten dem ganzen Dorf seinen Namen gaben.
Praktisch vor Ort
Die Straßen sind kostenlos zugänglich; das Informationszentrum ist mit 10:00–18:00 angegeben und am 1. Januar, an Seollal und Chuseok geschlossen. Das Wohnviertel sollte man spät am Abend besser nicht durchqueren.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie die Befestigungen als Teil der Wohninfrastruktur; gehen Sie nicht über die Schwellen und nicht in die Höfe.
