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Burggarten-Basar

Várkert Bazár

Um zu verstehen, wie die königlichen Terrassen zu einem Ort für gelenkte Freizeitgestaltung junger Menschen wurden.

20 Min.
Treppenpavillon des Burggarten-Basars mit reich gestaltetem Fassadenschmuck.
Globetrotter19 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Arkaden der Geschäftsräume
  • Symmetrische Rampen
  • Restaurierte Pavillons
  • Gartenterrassen

Die Geschichte des Ortes

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Im Sommer neunzehnhunderteinundsechzig stellte man László Rajnák, einen ehemaligen Ringer und den neuen Direktor des Budaer Jugendparks (Ifipark), vor eine klare Aufgabe: Junge Menschen durften sich hier vergnügen, solange sie so aussahen und sich so verhielten, wie die Organisatoren es von ihnen verlangten.

Der Park nahm die Terrassen hinter den Arkaden des Burggarten-Basars ein. Der Name bedeutet „Basar des Schlossgartens“. Der Architekt Miklós Ybl vollendete diesen Komplex im Jahr achtzehnhundertdreiundachtzig. Die Auftraggeber erlaubten nicht, am Fuß des Hügels hohe Gebäude zu errichten: Vom Königlichen Palast aus sollte die Donau sichtbar bleiben. Ybl verbarg die Geschäftsräume unter der Gartenterrasse und führte Treppen sowie sanfte symmetrische Rampen zum Palast hinauf.

Der Handel scheiterte beinahe sofort. Am Budaer Ufer fehlten Käufer, die Mieter verließen die Läden, und schon nach einem Jahr begann man, in ihnen Bildhauerwerkstätten einzurichten. Nach den Kämpfen des Zweiten Weltkriegs gingen die beschädigten Pavillons und der leer stehende Garten an das Stadtkomitee des Kommunistischen Jugendverbands (KISZ). Dessen Leiter beschlossen, hier die Jugend der Hauptstadt unter freiem Himmel zu versammeln – mit Musik, Tanz und einer Kontrolle des Publikums am Eingang.

Die Regeln von neunzehnhundertzweiundsechzig verlangten von jungen Männern ein helles Hemd, ein Jackett und eine Krawatte. Bei jungen Frauen maß man die Rocklänge. In Leinenhosen konnte man ihnen den Eintritt verweigern, wegen langer Haare schickte man sie wieder zurück. Rajnák selbst überwachte die Tanzenden, unterbrach Auftritte und verteilte Ohrfeigen an jene, deren Verhalten er für unzulässig hielt.

Er kontrollierte auch die Musik. Im Jahr neunzehnhundertzweiundsechzig zog Rajnák das geschniegelt auftretende Jazzensemble Bergendy der jungen Gruppe Omega vor und machte Bergendy zum festen Ensemble des Parks. Doch die Zuhörer verlangten immer nachdrücklicher Beat und Rock. Die Organisatoren begannen, genau jene Gruppen einzuladen, von denen sie sich zuvor fernzuhalten versucht hatten. Auch Omega trat auf dieser Bühne auf. Den jungen Musikern bezahlte man anfangs mit Bier und einer Wurst, später mit hundert oder einhundertfünfzig Forint, doch ein Auftritt hier brachte ein Publikum von mehreren Tausend Menschen und die Möglichkeit, in eine Fernsehübertragung zu gelangen. Eine Gruppe, die in ganz Ungarn bekannt werden wollte, musste im Ifipark spielen – so kürzte die Jugend den offiziellen Namen des Parks ab.

Rajnák verlor seinen Posten weder wegen der Musik noch wegen seiner Ohrfeigen. Im Jahr neunzehnhundertvierundsiebzig deckte eine Untersuchung Machenschaften der Leiter mit Eintrittskarten und dem Büfett auf. Rajnák wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Konzerte gingen ohne ihn weiter, während die Gebäude verfielen. Im Mai neunzehnhundertachtzig stürzte während eines Auftritts der Gruppe Edda die steinerne Einfassung der Treppe am Eingang auf die anstehenden jungen Menschen. Fünf wurden verletzt. Den Park schloss man als gefährlich und öffnete ihn anschließend für kurze Zeit auf einer kleineren Fläche wieder. Im Jahr neunzehnhundertvierundachtzig gab die Gruppe P. Mobil hier ein Abschiedskonzert mit dem Titel „Elektrische Beerdigung“.

Danach stand der Burggarten-Basar fast dreißig Jahre lang leer. Heute nutzen Ausstellungen die restaurierten Pavillons, ein neuer Saal ist unterhalb des Gartenniveaus verborgen, und Konzerte finden in den Höfen des Komplexes statt. An der Stelle der offenen Fläche des Ifiparks sind wieder Terrassen angelegt: Seine Bühnen und Nebengebäude am Hang gibt es nicht mehr.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktLöwenhof
Eintrittfrei zugänglich

Offiziell: Der neorenaissancezeitliche Garten täglich 06:00—24:00, die Infopunkte täglich 09:00—17:00; einzelne Veranstaltungen und Arbeiten können die Durchgänge verändern.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie zunächst den gesamten Komplex von der Donauseite aus und gehen Sie dann zu den Arkaden. Für die Erzählung genügen die zugänglichen Außenbereiche; umgehen Sie geschlossene Abschnitte und Absperrungen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie von den Gartenterrassen zu den Toren mit den Löwen hinauf.

Stopp 1 von 8Weiter: Löwenhof

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Burgviertel von Buda: Palast, Plätze und Bastion“ — 8 Stopps, etwa 3 km, 3–4 Stunden.

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