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Széchenyi-Heilbad

Széchenyi Gyógyfürdő

Das Finale führt vom repräsentativen Platz zurück zu der unsichtbaren Bohrung und zu dem Ingenieur, der die Bohrung mit eigenem Geld fortsetzte.

15 Min.
Neobarocke Fassade des Széchenyi-Heilbads im Stadtwäldchen (Városliget) in Budapest.
Christine Zenino · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Hauptgebäude der Bäder
  • Außenbecken
  • Eingang von der Károly-Kós-Promenade
  • Büste von Vilmos Zsigmondy

Die Geschichte des Ortes

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Unter dem Hauptgebäude und den Außenbecken arbeitet eine große städtische Wasserheilanstalt, die aus einem kleinen Bad auf einer Insel mitten im Parksee hervorgegangen ist. In die Becken und therapeutischen Abteilungen gelangt Wasser aus zwei tiefen Quellen; die heißere von ihnen hält den Komplex heute in Betrieb. Der Name des Grafen István Széchenyi erhielt das Bad erst nach seiner Eröffnung: Der Reformator Ungarns hatte mit diesem Wasser nichts zu tun. Deshalb steht am Eingang von der Károly-Kós-Promenade die Büste des Mannes, ohne den es hier weder Becken noch dieses Gebäude gäbe.

Im November eintausendachthundertachtundsechzig begann der Bergbauingenieur Vilmos Zsigmondy, an der Stelle zu bohren, an der sich heute der Heldenplatz befindet. Er rechnete damit, auf der flachen Seite von Pest heißes Wasser zu gewinnen. Der Stadtrat wollte damit den See im Stadtwäldchen (Városliget) speisen, den Park bewässern und Bäder versorgen.

Zsigmondy wollte die Arbeiten in einem oder zwei Jahren abschließen. Stattdessen stürzte die Bohrung ein, ein Teil des Antriebsrads brach, und ein Blitz schlug in den Bohrturm ein. Der Bohrer musste weit tiefer als bis zur berechneten Marke abgesenkt werden. Das von der Stadt bereitgestellte Geld ging aus, und viele bezweifelten bereits, dass überhaupt Wasser kommen würde.

Zsigmondy arbeitete als privater Ingenieur und verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Bohren von Brunnen. Er setzte die Bohrarbeiten auf eigene Kosten fort. Am einundzwanzigsten Januar eintausendachthundertachtundsiebzig stieg nach zehn Jahren Arbeit aus einer Tiefe von etwa neunhundertsiebzig Metern Wasser mit einer Temperatur von fast vierundsiebzig Grad auf. Die Bohrung lieferte mehr als eine Million Liter täglich.

Zunächst kamen die Bewohner hierher, um Mineralwasser zu trinken. Im Jahr eintausendachthunderteinundachtzig leitete man es in das kleine Artesische Bad auf einer Insel mitten im Parksee. Dort gab es Badewannen und Gemeinschaftsbecken; die Einrichtung fasste die Interessenten bald nicht mehr. Zsigmondy starb im Jahr eintausendachthundertachtundachtzig. Das erste Bad sah er noch, das heutige Gebäude nicht mehr.

Den großen Komplex eröffnete der Stadtrat im Jahr eintausendneunhundertdreizehn. Damals ersetzte man den früheren Arbeitsnamen „Artesisches Bad“ durch den Namen des Grafen István Széchenyi – eines Staatsmanns und Reformers, der sich für die Modernisierung Ungarns einsetzte. Mit der Suche nach Wasser hatte Széchenyi nichts zu tun: Seinem Namen widmete man eine bereits fertiggestellte öffentliche Einrichtung.

Nach der Erweiterung der Bäder wurde noch mehr Wasser benötigt. Der Geologe Ferenc Pávai-Vajna leitete eine neue Bohrung und erschloss im Jahr eintausendneunhundertachtunddreißig eine zweite Quelle: tiefer als eintausendzweihundertfünfzig Meter, mit Wasser von etwa siebenundsiebzig Grad. Von ihr werden die heutigen Thermalbecken und therapeutischen Abteilungen versorgt, und in den Außenbecken schwimmen die Menschen und nehmen heiße Bäder.

Der erste Bohrturm verschwand, ebenso wie das kleine Bad auf der Insel. Die Stelle von Zsigmondys Bohrung blieb beim Heldenplatz, neben der Figur des Anführers Árpád. Vor dem Eingang von der Károly-Kós-Promenade steht eine Büste des Ingenieurs: Das Gebäude trägt Széchenyis Namen, ihm gegenüber stellte man die Büste des Mannes auf, der die Fortsetzung der Bohrungen aus eigener Tasche bezahlte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Das Äußere ist im Park zugänglich; die Bäder sind gewöhnlich Mo–Do 07:00–20:00, Fr 07:00–22:00, Sa–So 08:00–20:00 geöffnet, die Kasse bis eine Stunde vor Schließung.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Von außen ist nur die Architektur zugänglich; zum Baden braucht man einen separaten Eintritt, geeignete Sachen und vorher geprüfte Besuchsregeln.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Hier endet der Spaziergang am Wasser, für das man zehn Jahre lang die Erde unter dem heutigen Heldenplatz durchbohrte.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Andrássy út (früher Sugár út) und Stadtwäldchen (Városliget)“ — 8 Stopps, etwa 4,6 km, 3–4 Stunden.

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