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St.-Salvator-Kirche

Sint-Salvatorskathedraal

Das Finale erklärt, warum eine Pfarrkirche den Platz des verschwundenen Stadtdoms einnahm.

30 Min.
Turm der St.-Salvator-Kirche mit Uhr und gotischen Elementen.
Wolfgang Staudt · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Doppelte Reihen von Eichensitzen
  • Bischofssitz
  • Gotischer Chor
  • Massiver Westturm

Die Geschichte des Ortes

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Das Gebäude, das als St.-Salvator-Kirche zur Kathedrale wurde, überlebte dank eines Kaufs, dessen Käufer den Preis nie bezahlten.

Ende des achtzehnten Jahrhunderts war Sint-Salvator eine alte Pfarrkirche. Der Name bedeutet „heiliger Erlöser“ und bezieht sich auf Christus: Einen eigenen Heiligen namens Salvator gibt es nicht. Die Kathedrale war damals Sint-Donas – die St.-Donatian-Kirche auf dem Burg, wo sich der Bischofssitz befand.

Die französische Revolutionsverwaltung hob das Bistum auf, verbot öffentliche Gottesdienste und erklärte die Kirchengebäude zu Nationaleigentum. Sint-Donas war keine Pfarrkirche: Hinter ihr standen keine Pfarrfamilien, die bereit gewesen wären, ihre eigene Kirche zurückzukaufen. Das Gebäude wurde verkauft und abgetragen. Für Sint-Salvator fanden sich solche Menschen.

Am fünften September tausendsiebenhundertneunundneunzig wurde die Kirche zur Versteigerung angeboten. Die Kirchenvorsteher handelten im Interesse der Gemeinde und konnten das Gebäude zurückerhalten, obwohl der Kaufpreis nie entrichtet wurde. Anschließend übergaben sie die Kirche den Gemeindemitgliedern. Alle Fenster waren zerbrochen, doch die Altäre, Sitzbänke und die übrige Ausstattung befanden sich noch im Inneren. Die Kirchenvorsteher begannen mit den dringendsten Reparaturen.

Am achten Februar achtzehnhunderteins wurden die Türen geöffnet – mehr als ein Jahr vor der offiziellen Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste in Brügge. Eine vollständige Liturgie wurde noch nicht gefeiert. Stattdessen veranstaltete man eine sogenannte Trockenmesse: Ein Orchester spielte eine Messe und den Hymnus „Te Deum“. Bewaffnete republikanische Gendarmen sorgten für Ordnung, und in der Mitte der Kirche stellte man eine Spendenbox für die Wiederherstellung auf. Die Gemeindemitglieder hatten das Gebäude zurückerhalten, mussten es jedoch aus eigener Tasche reparieren.

Als Papst Gregor XVI. im Jahr achtzehnhundertvierunddreißig das Bistum Brügge wiederherstellte, existierte die frühere Kathedrale bereits nicht mehr. Für den Bischofssitz wählte man die älteste erhaltene Pfarrkirche der Stadt – eben jene, die ihre Kirchenvorsteher bewahrt hatten. Sint-Salvator wurde zur Hauptkirche des Bischofs; bei ihr wurde erneut ein Kapitel von Kanonikern gebildet.

Zu beiden Seiten des Chors stehen bis heute doppelte Reihen von Eichenbänken, die um tausendvierhundertdreißig gefertigt wurden. Als hier der Bischofssitz eingerichtet wurde, waren diese Sitze bereits rund vier Jahrhunderte alt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich

Mo–Fr 10:00-13:00 und 14:00-17:30; Sa 10:00-13:00 und 14:00-15:30; So 14:00-17:00; die Schatzkammer nach gesondertem Zeitplan.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betreten Sie die Kirche nur außerhalb der Einschränkungen durch Gottesdienste und umgehen Sie keine Absperrungen, um eine bessere Perspektive zu bekommen. Der Hauptbereich kann getrennt von der Schatzkammer oder von Wechselausstellungen zugänglich sein.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Rundgang am Chor, wo eine Pfarrkirche zur neuen Kathedrale von Brügge wurde.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Flämische Primitive im Museumsviertel von Brügge“ — 7 Stopps, etwa 1,6 km, 3-4 Stunden.

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