Stopp 7 von 7

Jardin Public – das städtische Wohnzimmer zwischen den Bäumen

Das Finale zeigt, wie ein Streit um das Land für den Garten die Grenze der Chartrons und den Wert der benachbarten Grundstücke veränderte.

15 Min.
Teich, Brücken und grüne Alleen im Jardin Public in Bordeaux.
Gzen92 · CC BY‑SA 4.0; cropped/resized for app
1234567

0 von 7 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Südliche Terrasse
  • Steinerner Portikus
  • Geschwungene Wege
  • Gewässer

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Die Wege schlängeln sich hier zwischen den Bäumen hindurch und führen zum Gewässer, weil der frühere regelmäßige Garten später in einen Landschaftspark umgestaltet wurde. Am Südrand stehen eine Terrasse und ein steinerner Portikus, die jene alte Anlage mit geraden Alleen und strengen Blumenbeeten überdauert haben. Auf der Nordseite schließen sich an den Garten Viertel an, die auf Land entstanden, das einst für die Bebauung zugeteilt wurde. Heute spazieren zwischen den Bäumen Familien und Läufer, und Zuschauer besuchen das Puppentheater.

Der heutige Jardin Public begann als Ort für geschäftliche Gespräche. Im Jahr eintausendsiebenhundertsechsundvierzig schlug der königliche Beamte Louis-Urbain Aubert de Tourny vor, hier einen Garten anzulegen, der das alte Bordeaux, die Chartrons und die Vorstadt Saint-Seurin verbinden sollte. Damals lagen zwischen ihnen feuchte Wiesen, Gemüsegärten und mittelmäßige Weinberge. Den neuen Garten nannte Tourny eine Abendbörse: Die Weinhändler konnten sich nach ihren Tagesgeschäften treffen und bei einem Spaziergang ein Geschäft vereinbaren.

Der heutige Jardin Public hieß damals Königlicher Garten. Das Land hatte jedoch bereits Eigentümer. Besonders beharrlich widersetzte sich Madame Mitchell, die Witwe des Besitzers einer Glasmanufaktur. Nach dem Tod ihres Mannes führte sie das Familienunternehmen weiter, das Flaschen für den wachsenden Weinhandel von Bordeaux herstellte. Für sie waren die Weinberge und Grundstücke bei den Chartrons Kapital und kein brachliegendes Gelände für eine Verschönerung.

Im April eintausendsiebenhundertsiebenundvierzig nahm Tourny einen Teil ihres Besitzes ohne vorherige Bewertung in Anspruch. Haus, Garten und Reben wurden abgerissen. Madame Mitchell reichte beim obersten königlichen Finanzverwalter Beschwerde ein und weigerte sich, im Austausch unpraktische Reststücke ihres früheren Grundstücks anzunehmen. Tourny erklärte ihre Weigerung mit Launenhaftigkeit. Die Verhandlungen dauerten fünf Jahre.

Im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundfünfzig vereinbarten die Parteien einen Tausch. Die Stadt erhielt das Land für den Garten, und Madame Mitchell wurden ebenere Grundstücke an der neuen Straße zugeteilt, die sich für den Bau von Häusern eigneten. Selbst Tourny räumte ein, dass ihr Preis nach der Anlage der Straßen auf das Doppelte oder Dreifache steigen könne. Später teilte der Sohn der Witwe, François-Patrice Mitchell, das Familienland beim Garten in Baugrundstücke auf; alle wurden innerhalb von zwei Jahren verkauft.

Der Garten wurde Mitte der eintausendsiebenhundertfünfziger Jahre eröffnet. Die ursprünglichen geraden Alleen und regelmäßigen Blumenbeete sind nicht bis heute erhalten geblieben. In den eintausendachthundertfünfziger Jahren beauftragte Bürgermeister Antoine Gautier damit, das verwahrloste Gelände in einen Landschaftspark umzuwandeln – daher die heutigen geschwungenen Wege, das Gewässer und die locker stehenden Baumgruppen.

Vom Garten Tourny sind die südliche Terrasse und der Portikus erhalten geblieben. Die Rue du Jardin Public und die Viertel entlang des Nordrands gingen aus dem Grundstückstausch mit Madame Mitchell hervor. Zwischen ihnen begegnen sich noch heute Spaziergänger, Läufer, Kinder und Zuschauer des Puppentheaters – an einem Ort, den Tourny schon im Voraus für Gespräche nach dem Ende des Handelstags vorgesehen hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittfrei zugänglich
In Karten öffnen

Üblicherweise täglich ab 07:00 geöffnet; saisonale Schließzeit: etwa 18:00 im Winter, 20:00 im Frühling/Herbst und 21:00 im Sommer.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wählen Sie für das Finale einen ruhigen Platz am Wasser oder an einer Allee; berücksichtigen Sie nach Regen den Zustand der Wege und Rasenflächen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet am Portikus, wo das Handelsviertel den Gartenwegen weicht.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chartrons: von den Weinlagern zum Jardin Public“ — 7 Stopps, ungefähr 2,7 km, 2–3 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt