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Musée du Vin et du Négoce — ein um ein Fass herum angelegtes Haus

Die Aufteilung des Hauses zeigt, wie Wohnung, Büro und die Arbeit mit Fässern unter einem Dach Platz fanden.

15 Min.
Fassade des Musée du Vin et du Négoce im Viertel Chartrons.
Ji‑Elle · CC BY‑SA 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Steinerner Durchgang
  • Gewölbe der Keller
  • Alte Flaschen
  • Küferwerkzeuge

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der schmalen Fassade in der Rue Borie verbirgt sich ein langes Weinhandelshaus, das tief ins Quartier hineinreicht. Ein steinerner Durchgang führt zur ehemaligen Küferei und zu den Gewölbekellern, in die man einst Fässer rollte, die beim Haus hergestellt worden waren. Unten wurde der Wein vor dem Verkauf gelagert, darüber befanden sich das Büro und die Wohnräume des Eigentümers. Heute sind in der Küferei Kasse und Laden untergebracht, während die Keller von Flaschen, Dokumenten und Werkzeugen des Weinhandels eingenommen werden.

Eines Morgens im Jahr zweitausendsieben packte der Bordeaux-Weinhändler Grégory Pecastaing in seinem Büro einen Karton mit Touristenbroschüren aus. In einer lag eine Route zu irischen Adressen in Bordeaux, die für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft vorbereitet worden war: Die Stadt erwartete sechzehntausend irische Fans. Unter den Stationen entdeckte Pecastaing seine eigene Adresse — Haus einundvierzig in der Rue Borie. Er arbeitete hier, ohne zu wissen, weshalb sein Büro in diese Route aufgenommen worden war.

Die Adresse gehörte zur Geschichte von Francis Burke, einem irischen Weinhändler und königlichen Makler unter Louis XV. Ein Makler brachte Verkäufer und Käufer zusammen, wickelte Geschäfte ab und erhielt eine Provision; Burke verdiente außerdem am Weinhandel. Um eintausendsiebenhundertzwanzig ließ er hier Büro, Wohnung und Weinkeller miteinander verbinden.

Zur Straße hin war das Haus schmal und tief ins Quartier hinein sehr lang. Durch das steinerne Vestibül rollte man Fässer, die der beim Haus arbeitende Küfer hergestellt hatte. Dahinter befanden sich Lagerräume und halbunterirdische Gewölbekeller, in denen Weinhändler den gekauften Wein vor dem Verkauf lagerten. Der Eigentümer wohnte ein Stockwerk höher. Die repräsentative Fassade zeigte Burkes Wohlstand, und die dahinter langgestreckten Keller erklärten, worauf dieser Wohlstand beruhte.

Bis zur Ankunft der Fans hatte das Gebäude diese Aufteilung fast unverändert bewahrt. Das frühere Musée des Chartrons, das dieselben Räume belegt hatte, war zu diesem Zeitpunkt bereits seit etwa fünf Jahren geschlossen. Pecastaing bereitete eine Erzählung über Burke vor und öffnete die Keller für die Gäste der Weltmeisterschaft. Innerhalb weniger Wochen kamen viertausend Menschen hierher.

Danach beschloss Pecastaing, dem Haus wieder ein Museumsleben zu geben. Er gründete den Verein „Bordeaux Historia Vini“, begann mit Archivforschungen, traf Historiker und stellte eine neue Ausstellung über den Beruf zusammen, von dem er selbst lebte. Im Juni zweitausendacht eröffnete das heutige Musée du Vin et du Négoce.

Heute befinden sich Kasse und Laden in der ehemaligen Küferei, während Dokumente, Flaschen und Werkzeuge in den Kellern ausgestellt sind, in denen früher die Fässer standen. Der Besuch endet mit einer Erläuterung der Bordeaux-Weine und einer Verkostung. Der steinerne Durchgang, durch den die Fässer ins Innere gelangten, führt heute zu einem Museum, das entstand, nachdem sein künftiger Gründer zufällig seine eigene Adresse in einer irischen Broschüre gelesen hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktRue Notre-Dame
Eintrittmit Ticket

In der Regel täglich 10:00–18:00 geöffnet; Eintrittskarten, Verkostungen und Workshops prüfen Sie auf der offiziellen Website des Museums.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Keller gehören zum Museumsbesuch; wenn Sie nicht hineingehen, können Sie die Erzählung am Haus anhören, ohne den Durchgang zu versperren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Wechseln Sie von der Rue Borie zur Rue Notre-Dame und suchen Sie Haus Nr. 61.

Stopp 3 von 7Weiter: Rue Notre-Dame

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chartrons: von den Weinlagern zum Jardin Public“ — 7 Stopps, ungefähr 2,7 km, 2–3 Stunden.

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