Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der weiße Holzbau der Casa Santa Clara
- Breite Fenster
- Alte Holzböden
- Kabinen der Seilbahn
Die Geschichte des Ortes
Westlich von hier liegt Bogotá, von der östlichen Plattform ist das Chingaza-Gebirge zu sehen. Die Restaurants südlich des Heiligtums entstanden in den siebziger Jahren, als die Betreiber von Monserrate beschlossen, auch diejenigen auf dem Gipfel zu halten, die wegen eines Spaziergangs und des Panoramas hinaufkamen. Im Jahr neunzehnhundertsiebenundsiebzig verwandelte man das ehemalige Lager der Erbauer der Standseilbahn, das inzwischen Café Panorama gewesen war, in das Restaurant San Isidro. Als Nächstes brauchte man ein Haus, das selbst zur Attraktion werden konnte.
Ein solches Haus stand weit von hier entfernt, in Usaquén, auf dem Anwesen Las Mercedes. Die Holzvilla wurde im Jahr neunzehnhundertvierundzwanzig für den wohlhabenden Grundbesitzer Carlos Navarro gebaut. Einer bekannten Überlieferung zufolge kaufte Navarro sie in Paris, ließ sie zerlegen, verschiffte sie nach Kolumbien, brachte sie dann den Río Magdalena hinauf und ließ sie auf Maultieren nach Bogotá transportieren. Dokumente über diese Reise wurden nicht gefunden. Carlos Alberto Leyva, der damalige Leiter von Monserrate, behauptete, die Villa sei in Bogotá selbst nach französischem Vorbild gebaut worden.
Nach Navarros Tod kaufte der Ingenieur Guillermo González Zuleta das Haus und zog mit seiner Familie dort ein. Er war einer der Erbauer der Seilbahn auf den Monserrate. Im Jahr neunzehnhundertvierundsiebzig erreichte der Ausbau der Carrera Séptima in Bogotá das Anwesen: Das Wohnhaus der Familie sollte abgerissen werden. Leyva kannte González und schlug einen Ausweg vor: die Villa der Betreibergesellschaft von Monserrate zu übergeben, sie auf den Gipfel zu versetzen und darin ein Restaurant einzurichten.
Im Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig begannen Arbeiter, das Haus auseinanderzunehmen. Nach Leyvas Berechnung kamen dreiunddreißigtausend Teile zusammen. Jedes wurde markiert, mit Lastwagen zum Fuß des Berges gebracht und dann Tag und Nacht in Körben der Seilbahn hinaufbefördert, ohne den Personentransport zu unterbrechen. Der Ingenieur verlor das Familienhaus, rettete es aber vor den Baggern; die Bahn, die er einst mit aufgebaut hatte, transportierte nun seine Wände und Böden fort.
Für die Villa legte man am Rand des Hangs ein Fundament an und setzte sie bis zur Mitte der achtziger Jahre wieder zusammen. Das erste Restaurant mit italienischer Küche hielt die Besucher nicht, und die Eigentümer wechselten zu Gerichten aus verschiedenen Regionen Kolumbiens. Das Haus erhielt den Namen Casa Santa Clara – zu Ehren der katholischen Heiligen Clara de Asís, der die örtliche Überlieferung die Schirmherrschaft über klares Wetter zuschreibt.
Der weiße Holzbau, die breiten Fenster und die alten Böden gehören zu ebenjener Villa aus Usaquén. An diesem Ort gab es sie bis zum Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig nicht. Hinter den Fenstern liegt nun das Panorama, wegen dessen die Menschen hierherkommen, und daneben verläuft die Seilbahn, die das Haus in Teilen hinaufgebracht hat.
Praktisch vor Ort
Während der Öffnungszeiten des Monserrate-Komplexes; die letzte Talfahrt hängt von der gewählten Art ab.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie für ein Foto nicht an die Absperrungen heran und rechnen Sie nicht mit dauerhafter Sicht; planen Sie Restaurantbesuche und Tischreservierungen gesondert.
