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La Llotja de Mar

Llotja de Mar

Dieser Halt zeigt, wie Kaufleute das von Truppen besetzte Handelshaus zurückerhielten und seinen mittelalterlichen Kern bewahrten.

15 Min.
La Llotja de Mar
David Chacobo · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Neoklassizistische Fassaden
  • Arkaden des unteren Geschosses
  • Gotischer Saló de Contractacions

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr eintausendsiebenhundertvierzehn, nach der Einnahme Barcelonas, besetzten die Truppen von König Philipp V. das gesamte Gebäude der La Llotja de Mar. Die oberen Stockwerke wurden den Soldaten zugewiesen, im Renaissance-Portikus richtete man Küchen ein, und den gotischen Saló de Contractacions füllte man mit Getreide.

Bevor hier die Kaserne entstand, kamen die Kaufleute Barcelonas zusammen. Mit dem Wort „llotja“ bezeichneten die Katalanen ein Handelshaus, in dem Geschäfte abgeschlossen wurden; der Zusatz „de Mar“ verweist auf den Seehandel. Das Gebäude errichtete man am damaligen Hafen, weil über ihn Waren und Menschen ankamen, die sich über Preis, Transport und Unternehmensanteile einigen mussten. Hier tagte auch das Consolat de Mar, ein Kaufmannsgericht, das Streitigkeiten zwischen Händlern entschied.

Zwei Jahre nach der Einnahme der Stadt entzog ein königliches Dekret dem Consolat das Recht, die Periatge zu erheben – einen Zoll auf alle Waren, die im Port de Barcelona ein- oder ausgeladen wurden. Die kaufmännischen Einrichtungen verloren sowohl ihr Haus als auch ihre wichtigste Geldquelle. Das Consolat musste in das gegenüberliegende Gebäude umziehen, während die Soldaten im ehemaligen Handelssaal blieben.

Im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundfünfzig baten die größten Großhändler Barcelonas König Ferdinand VI., die Llotja und den Hafenzoll zurückzugeben. Drei Jahre später gründete der König neue Handelsorgane, darunter die Reial Junta Particular de Comerç de Barcelona, die die Interessen großer Kaufleute vertrat, und führte die Periatge wieder ein. Als ihren Sitz bestimmte er die Llotja, doch die Truppen zogen deshalb nicht aus. Im Jahr eintausendsiebenhundertvierundsechzig erhielt die Junta nur einen kleinen Raum im Saló de Contractacions. Den Rest teilte sie sich mit Soldaten und städtischen Getreidelagern.

Der Generalkapitän Marqués de la Mina, der für die Unterbringung der Truppen zuständig war, weigerte sich, den Kaufleuten das gesamte Gebäude zu überlassen: Eine andere geeignete Kaserne hatte er nicht. Nach seinem Tod erhielt Conde de Ricla das Amt. Die Handelsjunta bot ihm dreißigtausend Pfund für die Einrichtung einer neuen Kaserne oder die Renovierung des Königspalasts an – das Geld sollte aus dem zurückerstatteten Zoll auf Hafengüter stammen. Im Gegenzug verlangten die Kaufleute das ausschließliche Recht, die Llotja zu beziehen.

Der Graf stimmte zu. Im Jahr eintausendsiebenhunderteinundsiebzig übergab er den Kaufleuten die Schlüssel, und die Soldaten wurden in eine andere Kaserne verlegt. Der Saló de Contractacions drohte jedoch bereits einzustürzen. Die Junta finanzierte die Reparatur seiner Stützen und errichtete um den mittelalterlichen Kern den heutigen neoklassizistischen Bau. Vollständig abschließen konnte man die Arbeiten erst im Jahr eintausendachthundertneunzehn – achtundvierzig Jahre nach dem Erhalt der Schlüssel.

Heute befindet sich hier der Sitz der Cambra de Comerç de Barcelona, und es finden Geschäftstreffen statt. Hinter den neoklassizistischen Fassaden steht weiterhin der gotische Saló de Contractacions – ein Raum, den die Kaufleute mit den Zolleinnahmen von Gütern zurückerhielten, die durch den Hafen gingen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSanta Maria del Mar
Eintrittmit Ticket

Das Innere ist nur bei offiziellen, reservierten Führungen zugänglich; die Fassade kann jederzeit von außen besichtigt werden.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Platz und das äußere Erscheinungsbild können selbstständig besichtigt werden, doch die Innenräume sollten nicht als frei zugänglicher Teil der Route gelten. Für das Innere ist eine separate organisierte Führung erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Biegen Sie vom ehemaligen Handelshaus in das Viertel der Kaufleute und Träger ab und gehen Sie zur Basilika.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barcelonas Küste: alter Hafen und olympische Viertel“ — 7 Stopps, 4,6 km, 3–4 Stunden.

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