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Museum für Architektur und Design

Музей архитектуры и дизайна УрГАХУ

Diese Station erklärt, wer die Überreste des Werks bewahrte und weshalb echte Maschinen zwischen ihnen aufgestellt wurden.

30 Min.
Fabrikhalle des Museums für Architektur und Design mit Rundbogenfenstern.
Vyacheslav Bukharov · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Ehemaliges Zeichenbüro
  • Ehemalige Holztrocknung
  • Fabrikhämmer und Pressen
  • Blechwalzhammer

Die Geschichte des Ortes

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Das Museum nahm mehrere Fabrikgebäude aus dem neunzehnten Jahrhundert ein: das Zeichenbüro des Chefmechanikers, die Holztrocknung und die Lagerhäuser der Mechanischen Fabrik. Im Hof sind Hämmer, Pressen, ein Walzgerüst, eine Dampfmaschine und ein Brückenkran versammelt. Der älteste dieser Mechanismen verwandelte einst Luppen, lockere Klumpen Eisen, in Rohlinge zum Walzen.

Mitte der neunzehnhundertsechziger Jahre schlug Nikolai Alfjorow, Architekt und Leiter der Uraler Filiale des Moskauer Architekturinstituts, vor, auf dem Gelände des alten Werks einen historisch-memorialen Komplex einzurichten. Bis dahin hatte man bereits Dutzende Fabrikgebäude abgerissen. Alfjorow wollte die verbliebenen Gebäude bewahren und zeigen, wie aus einem Industrieareal eine Stadt entstand.

Zu diesem Thema kam Alfjorow aus der Arbeit in der Fabrik. Als Jugendlicher arbeitete er als Dreher in einem Zementwerk, studierte anschließend Architektur und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Lehre und Entwürfen. Seine Kandidatendissertation war dem Erbe der Uraler Hüttenwerke gewidmet, seine Doktorarbeit dem Ursprung der Industriearchitektur des Ural. Er wurde der erste Doktor der Architektur im Ural. Als der Stadtrat die Anlage des Historischen Platzes billigte, erhielten die Planer unter seiner Leitung die Möglichkeit, langjährige Vermessungen und Forschungen in einen wirklichen Stadtraum zu verwandeln.

Im Jahr neunzehnhundertzweiundsiebzig wurde die Uraler Filiale zum eigenständigen Swerdlowsker Architekturinstitut, und Alfjorow zu dessen erstem Rektor. Nun war er auch für das Ansehen der neuen Hochschule verantwortlich. Für die Beteiligung des Instituts an der Gestaltung des Platzes übergab man ihm die erhaltenen Gebäude der Jekaterinburger Mechanischen Fabrik. Hier standen noch das ehemalige Zeichenbüro des Chefmechanikers, die Holztrocknung und Lagerhäuser aus dem neunzehnten Jahrhundert.

Alfjorow bezog alle Lehrstühle des Instituts in die Einrichtung des Museums ein. Im ehemaligen Büro brachte man „Architektur des Steinernen Gürtels“ unter – eine Ausstellung über Architektur, Archäologie und Stadtplanung der Uraler Städte. In der Holztrocknung zeigte man, wie Jekaterinburg bebaut wurde, das später in Swerdlowsk umbenannt wurde. Die Lagerhäuser nahm die Geschichte der Industrietechnik ein. Am neunundzwanzigsten März neunzehnhundertfünfundsiebzig eröffnete das Museum. Es wurde das erste regionale Architekturmuseum des Landes; nur das Moskauer Schtschussew-Museum war älter.

Einige Jahre später füllte der Professor für industrielle Kunst Juri Wladimirski den Museumshof mit echten Fabrikmaschinen. Auf seine Initiative hin übergaben Betriebe acht große Mechanismen: Hämmer, Pressen, ein Walzgerüst, eine Dampfmaschine und einen Brückenkran. Das älteste Exponat ist ein Blechwalzhammer aus dem Jahr achtzehnhundertsechsundzwanzig. Im Newo-Schaitanski-Werk verwandelte man mit ihm Luppen, lockere Klumpen Eisen, in Rohlinge zum Walzen. Im Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig wurde der Hammer im Werch-Issetski-Werk restauriert und hier aufgestellt. Nach dem Erscheinen dieser Sammlung setzten sich im Namen des Museums die Worte „industrielle Technik“ fest.

Der heutige Name entstand im Jahr zweitausendzwölf: Die Universität nahm die Geschichte der Uraler Designschule in die Museumsarbeit auf. Hier finden Ausstellungen, Vorträge und Meisterklassen statt, und die Dauerausstellung heißt weiterhin „Architektur des Steinernen Gürtels“. Dort stehen Modelle, die Studierende über Jahre hinweg angefertigt haben; in den Sammlungen werden ihre Vermessungszeichnungen, die Archive von Architekten, Fotografien und technische Pässe städtischer Gebäude aufbewahrt.

Das ehemalige Zeichenbüro bewahrt heute Zeichnungen auf, die ehemalige Holztrocknung Modelle von Uraler Bauten, und im Hof steht ein Hammer, mit dem man einst Eisen ausschmiedete. Wenn wieder einmal ein altes Haus verschwindet, kann sein technischer Pass genau hierher übergeben werden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktSewastjanow-Haus
Eintrittmit Eintrittskarte; außen frei zugänglich

Mittwoch–Sonntag 11:00–19:00; Kasse bis 18:30. Montag und Dienstag — Ruhetage.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fabriklogik ist auch von außen erkennbar. Wenn Sie das Museum betreten möchten, prüfen Sie den Zugang im Voraus und planen Sie für die Ausstellung eigene Zeit ein, ohne sie mit dem kurzen Halt bei den Gebäuden zu vermischen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie entlang des Flusses zum Lenin-Prospekt hinauf und hinüber zum Turm des Herrenhauses.

Stopp 2 von 9Weiter: Sewastjanow-Haus

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Jekaterinburg: von der industriellen Plotinka bis zum Jelzin-Zentrum“ — 9 Stopps, 5,4 km, 4 Std. 45 Min..

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