Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Figur mit nach hinten gebogenem Oberkörper
- Stütze unter dem Becken
- Füße über dem Sockel
- Fehlender Kopf und fehlende Hände
Die Geschichte des Ortes
Die Erbauer legten diese Grube fast unmittelbar am Grabhügel des Qin Shihuangdi an, zwischen den beiden Mauern des Grabbezirks. Im Inneren befinden sich etwa dreißig Tonmänner: Manche sind oberhalb der Taille nackt, manche tragen ein kurzes bemaltes Gewand, einige stehen, andere sind auf ein Knie gesunken oder haben einen Arm erhoben. Ein großer bronzener Dreifuß neben ihnen lässt an höfische Schauspiele denken, obwohl der heutige Name der Grube nur vorläufig ist: Unter diesen Menschen könnten auch Ringer und Kraftmenschen sein.
Der Restaurator Ma Yu begann mit der Stütze. Er sollte vierundachtzig Bruchstücke einer Figur zusammensetzen, die Archäologen im Jahr zweitausendzwölf aus dem dritten Korridor dieser Grube gehoben hatten. Kopf und Hände waren verschwunden, die untere Körperhälfte besonders stark zerbrochen. Die Haltung blieb erhalten: Der Mensch kniet und biegt sich so weit nach hinten, dass sein Rücken den Boden berührt.
Ma Yu wollte Stabilität erreichen und durfte den alten Ton nicht dazu zwingen, die frühere Last zu tragen. Zunächst setzten die Restauratoren die kleinen Teile der Beine zusammen, dann verbanden sie sie mit dem Rumpf. Einen großen Riss verstärkten sie von innen. Die Stütze unter dem Becken hoben sie auf eine genau berechnete Höhe: Beide Füße blieben über dem Sockel und übernahmen kein Gewicht. Die Arbeit dauerte neun Monate. Die zusammengesetzte Figur war etwa einhundertvierundfünfzig Zentimeter lang und wog mehr als einhundert Kilogramm.
Dann stellte sich die Frage, was dieser Mensch eigentlich tut. Manche vermuteten einen Fehler der Restauratoren: Die Biegung wirkte allzu unwahrscheinlich. Ma Yu antwortete, die Stellung sei durch die Bruchstellen selbst vorgegeben – jede Scherbe passte zur benachbarten. Die Mitarbeiter des Museums luden Künstler einer Akrobatentruppe aus der Provinz Shaanxi ein. Sie stellten die Pose nach und entwickelten darauf aufbauend eine Nummer, konnten die genaue Bezeichnung der antiken Technik jedoch nicht ermitteln.
„Grube der Akrobaten“ ist eine moderne Arbeitsbezeichnung. Keine antike Tafel mit dieser Bestimmung wurde hier gefunden. Die Archäologen sahen fast drei Dutzend Männer unterschiedlicher Statur: Einige sind bis zur Taille nackt, andere tragen kurze bemalte Gewänder; manche stehen, manche sind auf ein Knie gesunken, manche haben einen Arm erhoben. Daneben lag ein riesiger bronzener Dreifuß. Eine solche Zusammenstellung erinnerte an „Baixi“ – eine Sammelbezeichnung für Darbietungen mit Ringen, Gewichtheben, Übungen an Stangen und komischen Nummern, die erst nach der Qin-Zeit in Gebrauch kam. Ein Teil der Forschenden hält diese Menschen für Ringer und Kraftmenschen; das Wort „Akrobaten“ entscheidet den Streit also nicht, sondern fasst lediglich die ungewohnten Posen zusammen.
Die Lage erklärt, für wen die Vorstellung bestimmt war. Die Kampfgruben liegen etwa anderthalb Kilometer vom Grabhügel des Qin Shihuangdi entfernt. Diese Grube wurde nur dreihundert Meter davon entfernt angelegt, zwischen der inneren und der äußeren Mauer des Grabbezirks. Nach der gängigen Deutung platzierten die Erbauer hier Darsteller höfischer Schauspiele, damit Qin Shihuangdi nach seinem Tod dieselben Unterhaltungen erhielt wie zu Lebzeiten.
Der achtundzwanzigsten Figur fehlen weiterhin Kopf und Hände. Unter ihrem Becken bleibt die von Ma Yu berechnete Stütze, und die Füße schweben ohne Belastung. Die Restauratoren stellten die Körperhaltung wieder her; die Bezeichnung der Bewegung verschwand mit denen, die sie einst ausführten.
Praktisch vor Ort
Offizielle Ticketkontrolle: 08:30-17:00 in der Hochsaison; 08:30-16:30 in der Nebensaison. Feiertage bitte gesondert prüfen.
Öffnungszeiten nach Tagen
Versuchen Sie nicht, die genaue Nummer aus einer einzigen Pose zu erraten: Die Funktion einzelner Figuren bleibt umstritten.
