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Kathedralenhügel und Obelisk zum achthundertjährigen Stadtjubiläum Wologdas

Памятник 800-летию Вологды

Hier erfahren Sie, wie das offizielle Gründungsdatum der Stadt zustande kam und welche schriftlichen und archäologischen Befunde dagegensprechen.

25 Min.
Obelisk zum 800-jährigen Stadtjubiläum Wologdas.
Dasgrom · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Granitobelisken
  • Vier Bronzereliefs
  • Jubiläumsinschrift
  • Händler und Fässer mit Fisch auf dem Nordrelief

Die Geschichte des Ortes

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Das hohe rechte Ufer bei der Sophienkathedrale wird Kathedralenhügel genannt – nach der Kathedrale, die über dem Fluss steht. Die Grünanlage wurde hier anlässlich des Besuchs von Alexander I. im Jahr achtzehnhundertvierundzwanzig angelegt. Am Obelisken beginnt ein benachbarter historischer Bereich, der Leniwaja-Platz. Seinen Namen bringt man meist mit dem Faulen Markt in Verbindung: Die Händler verkauften Fisch, Pelze und andere Waren direkt von den Fuhrwerken, ohne sie in Verkaufsständen auszulegen. Heute kommen Hochzeitskolonnen hierher, während auf dem Bronzerelief an der Nordseite noch immer jener alte Handel stattfindet.

Die Inschrift auf einer anderen Seite lautet: „Zum Gedenken an das achthundertjährige Bestehen Wologdas. Eintausendeinhundertsiebenundvierzig – neunzehnhundertsiebenundvierzig.“ Das erste Datum erschien hier dank Alexei Sassezki, eines pensionierten Stabskapitäns des Preobraschenski-Regiments und Wologdaer Gutsbesitzers. Er trug die erste gedruckte Geschichte der Stadt zusammen und besaß eine große Bibliothek sowie eine Sammlung von Altertümern. Im Jahr siebzehnhundertachtzig veröffentlichte Sassezki ein Buch, in dem er eine spät entstandene kirchliche Erzählung über Gerassim von Wologda wiedergab.

Die Erzählung selbst wurde ungefähr im Jahr sechzehnhundertsechsundsechzig verfasst. Nach der darin enthaltenen Überlieferung kam der Mönch Gerassim im Jahr eintausendeinhundertsiebenundvierzig an den Fluss Wologda und gründete das Dreifaltigkeitskloster. Sassezki brachte diese Ankunft mit der Entstehung der Stadt in Verbindung. Sein Buch etablierte das Datum, das später offiziell anerkannt wurde.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenundvierzig leitete Semjon Goglew, der Vorsitzende des städtischen Exekutivkomitees, die Kommission, die mit der Ausrichtung des achthundertjährigen Jubiläums beauftragt worden war. Nach den schweren Kriegsjahren durfte man für die Feier einhunderttausend Rubel aus dem Gebietshaushalt ausgeben. Am achtundzwanzigsten September, genau um zwölf Uhr mittags, enthüllte Goglew auf dem Leniwaja-Platz einen Grundstein mit dem Versprechen, hier einen Obelisken zu errichten. Die Feier wurde im Stadion fortgesetzt, und anstelle des künftigen Denkmals blieb eine steinerne Inschrift zurück.

Das Versprechen wurde zwölf Jahre später erfüllt. Das Wologdaer Bildhauerehepaar Tekusa und Gennadi Kontarew schuf einen sieben Meter hohen Granitobelisken und vier Bronzereliefs. Das Monument wurde im Jahr neunzehnhundertneunundfünfzig aufgestellt, doch die Jubiläumsjahre in der Inschrift blieben unverändert. Daher rührt der Unterschied von zwölf Jahren zwischen der Inschrift und dem Alter des Denkmals selbst.

Archäologen haben auf dem Leniwaja-Platz bislang keine Gegenstände gefunden, die älter als das dreizehnte Jahrhundert sind. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt Wologda, die zeitgleich mit den darin beschriebenen Ereignissen entstand, stammt aus dem Jahr eintausendzweihundertvierundsechzig. Das Jahr eintausendeinhundertsiebenundvierzig bleibt ein Datum aus einer spät entstandenen Überlieferung.

Der Standort des Obelisken wurde anhand der Spuren dieser Überlieferung gewählt, obwohl man Gerassims Kloster am Kaisarow-Bach verortete, ungefähr eine halbe Poprischtsche vom Fluss entfernt. Unter dem heutigen Denkmal befand sich eine andere Kirche – die Auferstehungskirche am Faulen Markt. Ihr steinernes Gebäude wurde im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig zerstört. Das Nordrelief versetzt die Kirche zurück an ihren früheren Ort: Hinter den Händlern und den Fässern mit Fisch sind die hölzernen Wände des Gotteshauses zu sehen, und über ihnen erhebt sich der Granit, der zwölf Jahre nach dem Jubiläum aufgestellt wurde.

Praktisch vor Ort

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Eintrittaußen, kostenlos

Der öffentliche Stadtraum ist rund um die Uhr zugänglich; im Winter und nach Niederschlägen können die Zugangswege rutschig sein.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Ort kann ohne Museumseintritt von außen besichtigt werden. Verlassen Sie am nassen Hang nicht die Wege; um die Reliefs zu betrachten, gehen Sie auf der zugänglichen Seite um den Sockel des Denkmals herum.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Rundgang am Obelisken, wo das Datum der Stadt auf den für sein Denkmal gewählten Ort trifft.

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Spaziergang abgeschlossen

„Kremlviertel und alte Häuser der Stadt Wologda“ — 8 Stopps, 2,6 km, 4 Std..

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