Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offener Platz
- Mariä-Entschlafens-Kathedrale
- Dmitrijewski-Kathedrale
- Lindenalleen im benachbarten Park
Die Geschichte des Ortes
Der weite offene Raum zwischen der Bolschaja-Moskowskaja-Straße und den weißsteinernen Kirchen wird heute für Stadtfeste und Konzerte genutzt. Den Namen „Sobornaja“ erhielt der Platz wegen der Mariä-Entschlafens-Kathedrale und der Dmitrijewski-Kathedrale. Im neunzehnten Jahrhundert beschrieb er seine alltägliche Funktion noch genauer: Vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale hielt man gut besuchte Andachten ab, und daneben legten Soldaten ihren Eid ab und lernten, in Formation zu stehen.
Der Platz blieb damals ein ungepflasterter Paradeplatz – mit Gruben, Unebenheiten und Staub. Im Jahr eintausendachthundertsechsundsechzig beschlossen die für die Verschönerung Wladimirs zuständigen Beamten, den Paradeplatz in einen öffentlichen Garten umzuwandeln. Hier wollte man Linden und Birken pflanzen, damit die Stadtbewohner einen Ort zum Spazierengehen bekämen.
Dafür mussten die militärischen Übungen verlegt werden. Der Militärbefehlshaber, der über den Paradeplatz verfügte, erklärte sich bereit, die jungen Soldaten über den Fluss Lybid zur Jurjewskaja-Sastawa zu verlegen. Das Projekt wurde jedoch von anderen Herren des Platzes aufgehalten – den Geistlichen der Mariä-Entschlafens-Kathedrale.
An hohen kirchlichen Feiertagen kamen Pilger aus verschiedenen Teilen Russlands hierher. Sie brauchten den offenen Raum vor der Kathedrale, und die Andachten brachten dem Kathedralgeistlichenstand beträchtliche Einkünfte. Die Geistlichen nannten den künftigen Garten einen „Vergnügungsplatz“ und erreichten, dass die Pflanzungen aufgegeben wurden. Sie bewahrten sowohl den Ort für Versammlungen von vielen Tausend Menschen als auch eine Einkommensquelle; die Stadt blieb ohne den versprochenen Garten.
Lindenalleen legte man später in der Nachbarschaft vor dem Gebäude der Prisutstwennyje mesta an. Das ist der heutige Lipki-Park. Auf dem Paradeplatz selbst pflanzte man nie Bäume: Vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale blieb ein offenes Feld, um das der Kathedralgeistlichenstand und städtische Beamte im Jahr eintausendachthundertsechsundsechzig stritten.
Praktisch vor Ort
Offener städtischer Raum, ständig zugänglich; Großveranstaltungen können den Durchgang vorübergehend verändern.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie einmal um das Denkmal herum: Die Komposition ist auf die Verbindung der Figuren mit verschiedenen Teilen der Stadt angelegt.
