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Torres de Quart

Torres de Quart

Die Verteidigung von 1808 zeigt, wie ein Stadtdurchgang für einen Tag zu einer Artilleriestellung wurde.

15 Min.
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Worauf achten

  • Einschläge im Außenputz
  • Torbogen
  • Zwei runde Türme

Die Geschichte des Ortes

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Von Westen wurde die mittelalterliche Stadt durch zwei runde Türme geschlossen, die ein hoher Torbogen verband. Durch diesen Durchgang führte die Straße nach Quart de Poblet und weiter in Richtung Kastilien; von der Siedlung an der Straße erhielt das Tor seinen Namen. Fast die gesamte Mauer, die die Türme umgab, verschwand im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig, doch die Türme ließ man stehen. Im Außenputz sind bis heute alte Einschläge zu sehen.

Am achtundzwanzigsten Juni achtzehnhundertacht befahl der Artillerist Pedro de Soto, diese Tore vor der vorrückenden französischen Kolonne weit zu öffnen. Hinter den Torflügeln stand eine Kanone, die entlang der Straße ausgerichtet war. Sie feuerte, die Männer schlugen die Tore zu, die Bedienung lud das Geschütz nach – und die Torflügel öffneten sich wieder. Ein Fehler in diesem Ablauf ließ die Artilleristen ohne Deckung vor der Infanterie zurück, die den Graben und die Sperren bereits erreicht hatte.

Die Torres de Quart waren das westliche Tor des mittelalterlichen Valencia. Von hier führte die Straße über Quart de Poblet in Richtung Kastilien; die Siedlung gab dem Tor seinen Namen. Über diese Straße rückte der französische Marschall Bon Adrien de Moncey heran, der entsandt worden war, die Stadt einzunehmen. Am Vortag hatten seine Soldaten eine hastig zusammengestellte Truppe bei Quart de Poblet geschlagen, daher begann die nächste Schlacht bereits an der Stadtmauer.

Militäringenieure und Einwohner hoben vor dem Tor einen Graben aus, errichteten Sperren und stellten zwei Kanonen auf. Die untere wurde von Pedro de Soto bedient. Der Artilleriehauptmann José Ruiz de Alcalá leitete das Feuer des zweiten Geschützes vom oberen Geschoss aus. Zusammen mit Berufssoldaten besetzten bewaffnete Einwohner und noch diensttaugliche Veteranen die Türme.

Die französischen Batterien begannen am Morgen mit dem Beschuss. Gegen Mittag rückte die Infanterie auf das Tor zu und erreichte die Sperren, konnte aber nicht weiterkommen: Von oben feuerten die Verteidiger, und die Kanonen schossen entlang des engen Zugangs. Nach mehreren erfolglosen Angriffen verlagerte Moncey den Angriff auf andere Abschnitte der Mauer. Als die Verteidiger selbst aus dem Tor herauskamen, warfen die französischen Soldaten sie rasch zurück. Hinter der Mauer boten Graben und Türme einen Vorteil; auf freiem Feld verschwand er.

Am Abend brach der Marschall den Sturmangriff ab, und am folgenden Tag zog er die Armee von Valencia ab. Die Stadt wurde damals gehalten, obwohl sie dreieinhalb Jahre später vor einer anderen französischen Armee kapitulierte.

Fast die gesamte mittelalterliche Mauer wurde im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig abgetragen. Die Torres de Quart ließ man stehen. Im Außenputz sind Einschläge vom Beschuss erhalten, und im Bogen befindet sich jener Durchgang, vor dem Pedro de Sotos Männer die schweren Torflügel für den nächsten Schuss öffneten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktCarrer de Quart
Eintrittvon außen

Die Spuren an der Fassade können von der Straße aus besichtigt werden. Betrachten Sie den Aufstieg ins Innere als einen eigenen Besuch und klären Sie den Zugang vorher; auf den Treppen sollten Sie sich nicht beeilen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie unter dem Bogen hindurch und folgen Sie dem Carrer de Quart bis zum Carrer de Cañete.

Stopp 1 von 8Weiter: Carrer de Quart

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Barri del Carme: Tore, Mauern und Schichten der Stadt“ — 8 Stopps, etwa 2,6 km, 2-3 Stunden.

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