Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Hoher gestufter Blockbau
- Hölzerne Wände
- Dächer der oberen Ebenen
- Fenster in wiederhergestellter Form
Die Geschichte des Ortes
Die Tichwiner Kirche (alte Himmelfahrtskirche) erhebt sich in hölzernen Ebenen; über ihnen liegen die Dächer übereinander, und die Fenster erhielten nach der Restaurierung wieder ihre früheren Umrisse. Daneben errichtete man später eine steinerne Pfarrkirche, und die Holzkirche wurde zeitweise geschlossen. Im Inneren blieben Malereien des achtzehnten Jahrhunderts erhalten, und die entfernte Bretterverkleidung legte die Blockwände frei.
Die Bezeichnung „Tichwiner“ erhielt diese Kirche fast zwei Jahrhunderte nach ihrer Errichtung. Zunächst hieß das Gotteshaus Himmelfahrtskirche. In einem Schreibbuch aus dem Jahr eintausendsechshundertfünfundzwanzig ist hier bereits eine hölzerne Pfarrkirche verzeichnet, und den heutigen hohen, gestuften Blockbau bringen Forscher mit einem großen Umbau im Jahr eintausendsiebenhundertsiebzehn in Verbindung.
Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts beschlossen die Gemeindemitglieder, das alte Gebäude durch einen Steinbau zu ersetzen. Die Holzkirche sollte abgetragen, ihre Stämme für den Bau verwendet oder an eine andere Gemeinde verkauft werden. Der Twerer Erzbischof Filofei, von dem die Genehmigung zum Abriss abhing, verbot wegen ihres Alters und ihrer Bauweise die Zerstörung des Gebäudes. Die neue Himmelfahrtskirche wurde daneben errichtet, die alte schloss man. Fenster und Türen wurden vernagelt, das Dach begann undicht zu werden.
Der Vorsteher des Boris-und-Gleb-Klosters, Archimandrit Antonii, setzte sich für die Wiederaufnahme der Gottesdienste ein, doch die städtischen Spender erklärten sich jahrelang nicht bereit, noch eine Kirche zu unterhalten. Ihre Rechnung war verständlich: Die Gemeinde besaß bereits einen neuen Steinbau mit eigenen Ausgaben, während hier das morsche Dach und das leer stehende Holzgebäude instand gesetzt werden mussten.
Im Jahr eintausendachthundertdreiundachtzig nahm sich Awgust Schisnewski der Sache an. Sein Gehalt bezog er als Leiter der Twerer Staatskammer, einer Gouvernementbehörde, die für staatliche Einnahmen und Ausgaben zuständig war. Gleichzeitig leitete Schisnewski das Twerer Museum und setzte sich für die Erhaltung alter Gebäude ein. Er konnte den Wert der Kirche nachweisen und die nötigen Menschen gewinnen, hatte jedoch nicht das Recht, über die Wirtschaft der Gemeinde zu verfügen.
Deshalb reiste Schisnewski an, um Alexei Kusmin, den Kirchenvorsteher der neuen steinernen Himmelfahrtskirche, zu überzeugen. Als Kirchenvorsteher bezeichnete man einen Laien, dem die Gemeindemitglieder Geld, Eigentum und die Instandsetzung des Gotteshauses anvertrauten. Von Kusmins Zustimmung hing ab, ob das Gespräch über das Altertum zu wirklichen Arbeiten werden würde. Kusmin stimmte sofort zu. Innerhalb weniger Monate setzten die Bauleute die Kirche instand, verkleideten den Blockbau mit Brettern und vergrößerten die Fenster.
Am fünften Oktober eintausendachthundertdreiundachtzig wurde das Gebäude erneut geweiht. Die beiden benachbarten Himmelfahrtskirchen mussten unterschieden werden. Die hölzerne behielt ihren alten Namen, alte Himmelfahrtskirche, doch ihr Hauptaltar wurde der Tichwiner Ikone der Gottesmutter geweiht, deren altes Bild in der örtlichen Ikonostase stand. Die Ikone selbst erhielt ihren Namen von der Stadt Tichwin, wo sich eine verehrte Heiligtumsikone mit der Darstellung der Jungfrau Maria und des Christuskindes befand. So erhielt die Kirche in Torschok den Doppelnamen: Tichwiner Kirche (alte Himmelfahrtskirche).
Später entfernten Restauratoren die von Kusmin hinzugefügte Bretterverkleidung und gaben den Fenstern ihre frühere Form zurück. Daher ist von außen die Reparatur von eintausendachthundertdreiundachtzig kaum zu erkennen. Als ihr Ergebnis blieben der Blockbau, den die Gemeindemitglieder als Stämme verkaufen wollten, und die Malereien des achtzehnten Jahrhunderts in den oberen Ebenen erhalten. Heute gilt das Gotteshaus als aktiv und wird weiter restauriert; die Bezeichnung „Tichwiner“ bewahrt noch immer das Datum seiner zweiten Weihe.
Praktisch vor Ort
Samstag und Sonntag 11:00–17:00; an den übrigen Tagen rechnen Sie mit einer Außenbesichtigung.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Auch bei geschlossenem Innenraum sollten Sie das Gotteshaus außen aufmerksam umrunden. Betreten Sie es nur bei bestätigtem Zugang und beachten Sie die Regeln des aktiven Kirchengeländes.
