Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der steinerne Baukörper der Kirche
- Oberes und unteres Geschoss
- Südliche Seitenkapelle
- Kuppeln
Die Geschichte des Ortes
Diese Kirche trägt noch einen weiteren vollständigen Namen: Kirche Sacharias und Jelisaweta (Auferstehungskirche). Er hängt mit dem Hauptaltar des unteren Geschosses zusammen, der der Auferstehung Christi geweiht ist. Den steinernen Baukörper mit oberem und unterem Geschoss, südlicher Seitenkapelle und Kuppeln errichtete man in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts an der Stelle einer Holzkirche. Die Seitenkapelle ist Sacharias und Jelisaweta geweiht, und in der Kirche werden noch heute Gottesdienste gehalten.
Michail Muchin kaufte dieses Grundstück für eine Kirche. In der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts standen ringsum tatarische Höfe, und russische und tatarische Familien lebten im unteren Possad vermischt. Muchin war ein wohlhabender Bauer, der sich in Tobolsk niedergelassen hatte. Das unbebaute Land zwischen den tatarischen Häusern übergab er Silwestr Glowazki, dem Oberhaupt der Sibirischen Eparchie, der die Ausbreitung der Orthodoxie unter den örtlichen Muslimen anstrebte.
Nach der Überlieferung der Gemeinde kündigte Silwestr nicht im Voraus an, dass er gerade hier bauen wollte. Er ließ im Snamenski-Kloster hölzerne Blockhäuser vorbereiten, angeblich für die Klosterkrankenhauskirche. Am vierundzwanzigsten August eintausendsiebenhundertzweiundfünfzig führte der Metropolit nach dem Gottesdienst eine Kreuzprozession zu Muchins Grundstück. Danach brachte man die Baumstämme herbei. Silwestr weihte das Land und rief die Teilnehmer der Prozession auf, den Bauarbeitern zu helfen. Wenige Tage später war die Holzkirche fertig.
Die tatarischen Bewohner versuchten, den Bau zu stoppen. Dieselbe Überlieferung der Gemeinde behauptet, dass Michail Muchin beinahe getötet worden wäre. Danach schickten die Tataren von Tobolsk eine Beschwerde an die Kaiserin Jelisaweta Petrowna, in der Hoffnung, die Entfernung der Kirche aus ihrer Siedlung zu erreichen, erhielten jedoch eine Ablehnung. Die orthodoxe Gemeinde etablierte sich zwischen ihren Häusern.
Am fünften September weihte man die Kirche, und dieses Datum gab ihr ihren Namen. An diesem Tag gedachte die Kirche Sacharias und Jelisaweta – eines Ehepaars, das der Evangelienbericht als Eltern von Ioann dem Täufer bezeichnet. Sacharias diente als Priester im Tempel von Jerusalem, Jelisaweta blieb lange kinderlos und gebar erst im hohen Alter einen Sohn. Die Kaiserin Jelisaweta Petrowna hatte mit dem Namen der Tobolsker Kirche nichts zu tun: Ihr Name und der Tag der Weihe fielen zusammen.
Fünf Jahre später zerstörte ein Brand die Holzkirche und zweiundneunzig tatarische Höfe. Der neue sibirische Gouverneur Fjodor Soimonow verbot den Brandgeschädigten, auf ihren früheren Grundstücken wieder aufzubauen, und wies ihnen einen Platz oberhalb der Jamskaja Sloboda am Irtysch zu. Die Umgesiedelten hielten ihn für ungeeignet. Die Aufhebung der Entscheidung konnten sie nicht erreichen und zogen schließlich zu Verwandten und in tatarische Dörfer.
Auf dem frei gewordenen Land legten die Gemeindemitglieder im Jahr eintausendsiebenhundertneunundfünfzig den Grundstein für eine Steinkirche, die bis eintausendsiebenhundertsechsundsiebzig vollendet wurde. Genau sie steht noch heute hier; in ihr werden wieder Gottesdienste gehalten. Der Hauptaltar des unteren Geschosses ist der Auferstehung Christi geweiht, daher lautet der vollständige Name des Gebäudes Kirche Sacharias und Jelisaweta (Auferstehungskirche). Die südliche Seitenkapelle behielt die Weihe an Sacharias und Jelisaweta, und die Einwohner von Tobolsk nannten weiterhin die ganze Kirche nach ihnen. Das hölzerne Blockhaus, das auf Muchins Grundstück errichtet worden war, gibt es längst nicht mehr; sein Name blieb am steinernen Nachfolgebau erhalten.
Praktisch vor Ort
Eine Außenbesichtigung ist ohne Bindung an Öffnungszeiten möglich. Das Verzeichnis gibt täglich 09:00–18:00 an; eine direkte Bestätigung durch die Gemeinde wurde nicht gefunden, geringe Gewissheit.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Wenn die Kirche geöffnet ist, beachten Sie die Gepflogenheiten der Gemeinde; wenn ein Gottesdienst stattfindet oder der Zutritt eingeschränkt ist, bleibt die Außenbesichtigung als Halt vollständig sinnvoll.
