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Benediktinenabtei Nonnberg

Stift Nonnberg

Hier trifft die Geschichte einer Berufung zum Ordensleben auf den Vorschlag, Mutter von sieben Kindern zu werden.

20 Min.
Benediktinenabtei Nonnberg
Carsten Steger · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Kirchenfassade
  • Friedhof
  • Klostergebäude
  • Steinernes Grabmal der Erentrudis von Salzburg

Die Geschichte des Ortes

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An der Kirchenfassade und zwischen den Grabplatten ist nur ein kleiner Teil von Nonnberg zugänglich: Die Wohngebäude der Nonnen bleiben hinter verschlossenen Türen. Die Abtei entstand zu Beginn des achten Jahrhunderts als Gemeinschaft für Frauen, und ihr Leben hier ist seither nicht unterbrochen worden. Von ihr erhielten sowohl der Nonnberg als auch das darunter liegende Viertel Nonntal ihre Namen. In der Krypta befindet sich das steinerne Grabmal der ersten Äbtissin, und Besucher haben Zugang zur Kirche und zum Friedhof.

Im Jahr neunzehnhundertsechsundzwanzig kam der Witwer Georg von Trapp, ehemaliger Kapitän der österreichisch-ungarischen Marine und Vater von sieben Kindern, zur Äbtissin von Nonnberg. Seine Tochter Maria erholte sich von Scharlach und konnte nicht zur Schule gehen; ihr Vater suchte für sie eine Hauslehrerin. Die Äbtissin wählte Maria Augusta Kutschera.

Maria hatte ein Lehrerseminar abgeschlossen und war nach Nonnberg gekommen, um Nonne zu werden. Ihre Gelübde hatte sie jedoch noch nicht abgelegt: Sie war Kandidatin und arbeitete als Erzieherin an der Klosterschule für Mädchen. Der abgeschlossene Tagesablauf wirkte sich schlecht auf ihre Gesundheit aus, deshalb hielt man auch für sie den Auftrag von Trapp für nützlich. Maria sollte zehn Monate bei der Familie leben, das kranke Mädchen unterrichten und dann zurückkehren, um sich auf das Ordensleben vorzubereiten.

Sie unterrichtete nur eine Tochter, obwohl der Film sie später zur Gouvernante aller sieben Kinder machte. Mit den anderen sang, spazierte und spielte Maria – und sie schloss sie ins Herz. Georg schlug ihr vor, im Haus zu bleiben, nun als ihre Mutter.

Dieser Vorschlag bedeutete, das Ziel aufzugeben, dessentwegen sie nach Nonnberg gekommen war. Nach Marias Erinnerungen war sie damals nicht in Georg verliebt: Die Kinder lagen ihr am Herzen. Sie kehrte hierher zurück, um Rat zu suchen. Die Nonnen überzeugten sie, dass eine Ehe kein Verrat an ihrer Berufung wäre. Im Jahr neunzehnhundert siebenundzwanzig heirateten Maria und Georg in der Kirche der Abtei. Sie wurde Mutter der sieben Kinder von Trapp und gebar danach noch drei weitere. Anfang der neunzehnhundertdreißiger Jahre begann die Familie als Chorensemble aufzutreten; ihre Geschichte bildete später die Grundlage für „The Sound of Music“.

Die Äbtissin konnte hier über Georgs Bitte entscheiden, weil Nonnberg von Anfang an als Gemeinschaft für Frauen geschaffen worden war. Um siebenhundertvierzehn rief Bischof Rupert von Salzburg seine Verwandte Erentrudis von Salzburg mit einigen Begleiterinnen nach Salzburg und setzte sie als erste Äbtissin ein. Die Nonnen leben hier seither ohne Unterbrechung; Nonnberg gilt als das älteste Frauenkloster der deutschsprachigen Welt. Der Gemeinschaft verdanken sowohl der Nonnberg als auch das darunter liegende „Tal der Nonnen“, das Nonntal, ihre Namen. Das steinerne Grabmal der Erentrudis von Salzburg ist in der Krypta erhalten, und die Klostergebäude sind weiterhin für Außenstehende geschlossen; zugänglich sind Kirche und Friedhof.

Die wirkliche Maria heiratete genau in dieser Kirche. Für den Film ließ man das Filmteam nicht in das Innere der Abtei, deshalb drehte man die Hochzeit auf der Leinwand in der Stiftskirche Mondsee. Von Nonnberg sind im Film nur die Fassade und der Friedhof zu sehen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktFestung Hohensalzburg
Eintrittvon außen

Kirche und Friedhof täglich etwa von 06:45 bis zur Dämmerung, im Sommer bis 18:00; Besuche sind während Gottesdiensten nicht möglich.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Nonnberg ist ein aktives Kloster, kein Drehort. Suchen Sie keinen Zugang zu den geschlossenen Bereichen, sprechen Sie leise und betrachten Sie die Möglichkeit, Gesang zu hören, als Geschenk und nicht als versprochenen Teil des Besuchs.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Folgen Sie vom Tor der Abtei dem Bergpfad zur Festung.

Stopp 6 von 7Weiter: Festung Hohensalzburg

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Salzburg der Fürsterzbischöfe: Altstadt und Festung“ — 7 Stopps, etwa 2 km, 2–3 Stunden.

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