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Glockenturm des Kischi-Pogosts

Колокольня Кижского погоста

Die Station erklärt, warum die Gemeindemitglieder denselben Turm zweimal bezahlen mussten.

14 Min.
Glockenturm des Kischi-Pogosts
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Worauf achten

  • Hoher vierkantiger Blockbau
  • Kurzer achteckiger Aufsatz
  • Zeltdach über dem Glockengeschoss

Die Geschichte des Ortes

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In seinem Erscheinungsbild lassen sich drei hölzerne Baukörper erkennen: ein hoher vierkantiger unterer Blockbau, ein niedriger achteckiger Aufsatz und ein Zeltdach über dem Raum für die Glocken. Höhe und Proportionen des Turms wurden in Bezug auf die beiden benachbarten Kirchen gewählt; so entstand seine dreißig Meter hohe Silhouette. Den Bau trug die Kirchengemeinde: Einige bauten den früheren Turm ab und bereiteten den Bauplatz vor, andere brachten Stein und Sand für das Fundament heran, und die Außenverkleidung wurde aus gestifteten Brettern gefertigt.

Der hohe Turm zwischen zwei Kirchen rief die Gemeindemitglieder zum Gottesdienst. Den heutigen Glockenturm mussten sie innerhalb von zwölf Jahren zweimal bezahlen und errichten.

Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatte der frühere Turm mehr als hundert Jahre gestanden und war baufällig geworden. Das Ersatzprojekt wurde im Jahr eintausendachthundertvierundfünfzig genehmigt, doch die Arbeiten begannen erst acht Jahre später. Den Auftrag übernahm der Bauer Nasonow. Die übrigen Gemeindemitglieder bauten den alten Glockenturm ab, räumten den Platz frei, brachten Stein und Sand für das Fundament heran und schlugen Holz ein. Mindestens zehn Zimmerleute und Sägeschneider wurden auf Kosten der Kirchengemeinde verpflegt. Fjodor Sacharjew, ein mit Bauholz handelnder Bauer aus Tolwuja, stiftete fünfhundertfünfzig Bretter für die Außenverkleidung. So entstand hier ein neuer Turm.

Zwölf Jahre später beschloss man, ihn aufzustocken. Als der obere Teil abgebaut war, stellte sich heraus, dass sich das frühere Zeltdach und der achteckige Blockbau nicht befestigen ließen. Der Kostenvoranschlag reichte bereits nicht mehr aus: Der Achteckbau musste neu gezimmert werden. Den neuen Entwurf erstellte der Stadtarchitekt Ilja Koposchew, der den Turm in Höhe und Proportionen mit den beiden benachbarten Kirchen verbinden sollte.

Auf der Dorfversammlung wurde der Auftrag Sysoi Ossipowitsch Petruchin übertragen, einem Bauern aus dem Dorf Rimskaja, der seinen Lebensunterhalt mit Zimmerer- und Tischlerarbeiten verdiente. Nach dem Vertrag sollte er den gesamten Auftrag in zwei Frühlingsmonaten ausführen. Sysoi Ossipowitsch Petruchin baute das Bauwerk bis ungefähr zur Sechs-Meter-Marke ab, errichtete einen neuen achteckigen Aufsatz, richtete über dem früheren Raum des Glockengeschosses noch ein Stockwerk ein, brachte die Glocken dorthin hinauf und setzte das Zeltdach zusammen. Das Geld für den Umbau stifteten erneut die Gemeindemitglieder. In der Kirchenchronik wurde das Ergebnis schmucklos festgehalten: Der Meister habe die Arbeiten „gewissenhaft und solide“ ausgeführt.

Der untere Teil des heutigen Glockenturms stammt noch aus dem Bau des Jahres eintausendachthundertzweiundsechzig. Seinen oberen Teil und seine dreißig Meter hohe Silhouette schufen Koposchew und Sysoi Ossipowitsch Petruchin zwölf Jahre später. Der hohe vierkantige Blockbau, der kurze achteckige Aufsatz und das Zeltdach über dem Glockengeschoss zeigen, womit der zweite Auftrag der Kirchengemeinde endete.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktKapelle des Erzengels Michail
Eintrittvon außen; Aufstieg mit separater Eintrittskarte

Das Museumsgelände ist ganzjährig geöffnet: 01.11–30.04 10:00–16:00; 01.05–11.05 10:00–18:00; 12.05–31.08 08:00–19:00; 01.09–30.09 10:00–17:00; 01.10–31.10 10:00–16:00. Von außen während der Öffnungszeiten des Museums; der Aufstieg zum Glockengeschoss und zur Aussichtsplattform ist nur mit separater Eintrittskarte, in einer kleinen Gruppe und je nach tatsächlicher Zugänglichkeit möglich.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Glockenläuten fällt möglicherweise nicht mit Ihrem Besuch zusammen; warten Sie daher nicht darauf, als wäre es eine feste Vorführung. Der Zugang ins Innere und nach oben ist nur nach den Regeln des Museums möglich.

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„Kischi: Pogost und Inselmuseum“ — 9 Stopps, etwa 1,6 km zu Fuß auf der Insel, 4–5 Std. auf der Insel + etwa 3 Std. Wasserweg in der Saison.

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