Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Überdachte Holztore
- Kiefernwände der Umfriedung
- Kischi-Findlinge unter dem Blockbau
- Seitliche fünfwandige Räume
Die Geschichte des Ortes
Unter dem Dach des Tores verbergen sich zwei seitliche fünfwandige Räume, an die sich Kiefernwände der Umfriedung anschließen. Durch diesen Eingang gelangt man auf den Pfarrhof mit Kirchen und Friedhof; die heutige Gestalt des Tores wiederholt den Haupteingang des Iljinski Pogost am Wodlosero. Die Steine im Fundament blieben von der Umfriedung erhalten, die örtliche Handwerker im Jahr achtzehnhundert errichtet hatten, während der Blockbau und die Tore erst im zwanzigsten Jahrhundert entstanden. Lange Zeit galt diese hölzerne Umfriedung als Neubau, bis man sie im Jahr neunzehnhundertsechsundneunzig als Denkmal anerkannte.
Mitte der neunzehnhundertfünfziger Jahre stellte dieser Eingang die Restauratoren vor eine unumkehrbare Entscheidung. Hier stand ein Backsteinbogen mit einem Eisengitter, daneben verfiel ein Wachhäuschen, und entlang der Steinmauer verlief Stacheldraht. Hinter dem Tor lag der Pogost – ein Pfarrhof mit Kirchen und Friedhof. Der Westeingang war der Haupteingang: Man näherte sich ihm vom alten Anlegeplatz aus.
Der Bogen und die Steinmauer gehörten zur tatsächlichen Geschichte von Kischi. Im Jahr achtzehnhundert errichteten die Kleinbürger Terskows aus Waldai nach einem Vertrag mit den Bauern der Umgebung eine Umfriedung aus örtlichen Feldsteinen um den Pogost und bauten vier Backsteineingänge. Die Ziegel verpflichteten sie sich, hier selbst herzustellen und zu brennen. Ein Jahrhundert später schenkte der Bauer Michail Afanassjew der Kirchengemeinde Eisentore im Wert von einhundertachtzig Rubeln. Doch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hielten die Restauratoren diesen Eingang für einen späteren Umbau, der den hölzernen Charakter des Ensembles verdeckte.
Der Moskauer Architekt Aleksandr Wiktorowitsch Opolownikow war für die wissenschaftliche Restaurierung des Kischi-Pogost zuständig und wollte ihm die gezimmerte Umfriedung des achtzehnten Jahrhunderts zurückgeben. Von ihr war kein einziges verlässliches Fragment erhalten. Dem Architekten standen ein Stich aus dem Jahr siebzehnhundertfünfundachtzig und zwei erhaltene nördliche Umfriedungen zur Verfügung – am Wodlosero und in Potscheserje. Opolownikow musste den verschwundenen Bau nach fremden Vorbildern entwerfen und wusste, dass die Arbeiter für diese Version den echten Backsteinbogen zerlegen würden.
Der Streit dauerte auch während des Baus an. Die Gegner des Projekts wollten die unteren Stämme der Kirchen offen zur Besichtigung lassen. Die Restaurierungskommission entschied sich für die Umfriedung: Sie sollte Friedhof und Kirchen wieder vom weltlichen Gelände trennen. Michail Kusmitsch Myschew, Leiter der Brigade der Kischi-Zimmerleute und Restauratoren, zimmerte mit seinen Handwerkern die Kiefernwände, die überdachten Tore und seitlichen fünfwandigen Räume für Kerzenläden. Bis zum Jahr neunzehnhundertneunundfünfzig war die Arbeit abgeschlossen.
Die neue Umfriedung hatte weitere siebenunddreißig Jahre keinen eigenen Schutzstatus: Fachleute bezeichneten sie ausdrücklich als Neubau. Erst im Jahr neunzehnhundertsechsundneunzig erkannte man sie als Denkmal an. Die Westtore, durch die man heute den Pogost betritt, wiederholen genau den Haupteingang des Iljinski Pogost am Wodlosero. Unter ihnen liegen Kischi-Findlinge aus dem Jahr achtzehnhundert; alles, was über dem Stein aufragt, wurde von den Zimmerleuten Michail Myschews im zwanzigsten Jahrhundert gezimmert.
Praktisch vor Ort
Das Museumsgelände ist ganzjährig geöffnet: 01.11–30.04 10:00–16:00; 01.05–11.05 10:00–18:00; 12.05–31.08 08:00–19:00; 01.09–30.09 10:00–17:00; 01.10–31.10 10:00–16:00. Die Umfriedung wird während der Öffnungszeiten des Geländes von außen besichtigt; die Durchgänge können durch die Museumswegweisung geleitet werden.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie die Umfriedung vom Weg aus und steigen Sie nicht auf die Steine oder Holzteile. Lassen Sie am Eingang organisierten Gruppen den Vortritt.
