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Fairmount Bagel

Fairmount Bagel

Erklärt, wie die Rückkehr der Familie einen Bäckereinamen auf zwei Adressen aufteilte.

15 Min.
Fassade von Fairmount Bagel mit dem charakteristischen Schild
Jamie · Creative Commons Attribution 2.0 Generic; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Eckauslegerschild
  • Mann mit Bagels auf einer Schnur
  • Datum der Rückkehr der Familie an der Fassade
  • Kleines Haus über der Bäckerei

Die Geschichte des Ortes

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Die Bäckerei erhielt ihren Namen von der Avenue, als die Familienproduktion in dieses kleine Haus mit Wohnraum über dem Erdgeschoss verlegt wurde. Hier rollte man Bagels von Hand aus, schloss sie zu Ringen, tauchte sie kurz in Honigwasser und schob sie in den Holzofen. Über dem Eingang hängt ein Eckauslegerschild mit einem Mann, der Ringe auf einer Schnur trägt: So band man sie früher zu Dutzenden für den Verkauf zusammen.

Im Sommer neunzehnhundertneunundsiebzig betrat Irwin Shlafman ein Haus, in dem seit zwanzig Jahren niemand Bagels gebacken hatte. Einst hatten hier sein Vater und sein Großvater gearbeitet. Hinter einer Trennwand entdeckte Irwin einen alten Holzofen. Er war nicht zusammen mit der Bäckerei abgebaut worden: Man hatte ihn einfach mit einer Wand abgetrennt.

Den Ofen hatte Irwins Großvater Isadore Shlafman gebaut, ein eingewanderter jüdischer Bäcker, der seine Familie durch den Verkauf von Bagels ernährte. In Montreal begann er, sie in einer Gasse nahe dem Boulevard Saint-Laurent zu backen. Die Familie datiert die Geschichte des Unternehmens auf neunzehnhundertneunzehn, obwohl es in den städtischen Adressbüchern erst neunzehnhundertzweiunddreißig erscheint; wem der Vorrang in Montreal gebührt, darüber sind sich Historiker bis heute nicht einig.

Neunzehnhundertneunundvierzig kaufte Isadore dieses kleine Haus an der Avenue Fairmount. Er schlug die Rückwand heraus, baute einen Holzofen an und verlegte die Produktion hierher. Die Shlafmans wohnten oben, und Isadore ging ins Erdgeschoss hinunter und machte sich an die Arbeit. Sein Sohn Jack lernte bei seinem Vater: Den Teig rollte man von Hand aus, schloss ihn zu einem Ring, tauchte ihn kurz in Honigwasser und schob ihn dann in den Ofen. Den alten Namen „Montreal Bagel Bakery“ ersetzte man durch „Fairmount“ – nach der Adresse des neuen Familienhauses.

Gegen Ende der fünfziger Jahre zogen viele jüdische Familien und ihre Kunden aus Mile End in die Viertel nordwestlich des Berges. Neunzehnhundertneunundfünfzig schloss Jack die Bäckerei an der Avenue Fairmount und erlaubte Myer Lewkowicz, dem Besitzer eines Unternehmens in der Nachbarstraße, ihren Namen zu verwenden. Jack selbst wirkte an der Eröffnung einer anderen Bäckerei mit und verdiente danach sein Geld im Bekleidungshandel und als Taxifahrer. An dieser Adresse ruhte die Produktion zwei Jahrzehnte lang.

Irwin, der den Ofen hinter der Wand gefunden hatte, beschloss, das frühere Familiengeschäft wiederzubeleben. Er überzeugte seine Eltern, das Haus erneut zu kaufen. Im Oktober neunzehnhundertneunundsiebzig nahmen die Shlafmans hier das Backen wieder auf. Lewkowicz erklärte sich bereit, auf den fremden Namen zu verzichten, und benannte sein Geschäft nach seiner Straße – St-Viateur Bagel. So entstanden zwei eigenständige Namen, die sich seither die Kundschaft von Mile End teilen.

Zur Eröffnung brachten Jack und Irwin über dem Eingang ein Eckauslegerschild an. Darauf ist Jack selbst mit Bagels zu sehen, die auf eine Schnur gereiht sind: Früher band man sie genau so zu Dutzenden für den Verkauf zusammen. Im Jahr eintausendachtzehn bekam eine Seite des alten Schildes einen Riss und wurde durch eine fast genaue Kopie ersetzt. An der Fassade steht weiterhin das Datum der Rückkehr der Familie, und der Mann mit den aufgereihten Ringen ist ebenjener Jack, der diese Bäckerei geschlossen hatte und zwanzig Jahre später ihrer Wiedereröffnung zustimmte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSt-Viateur Bagel
Eintrittvon außen

Die offizielle Website bestätigt die Adresse und die Geschichte, veröffentlicht jedoch keine gesonderten Öffnungszeiten; die offizielle Social-Media-Seite gibt einen Betrieb 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche an. Vor der Veröffentlichung erneut prüfen.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Versperren Sie weder Schaufenster noch Warteschlange; beobachten Sie die Arbeit nur aus dem für Besucher zugänglichen Bereich. Ob Sie einen Bagel kaufen, bleibt Ihre Entscheidung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie bis zur Avenue du Parc, biegen Sie rechts ab und an der Rue Saint-Viateur noch einmal rechts.

Stopp 7 von 8Weiter: St-Viateur Bagel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Le Plateau-Mont-Royal und Mile End: Straßen, Gemeinschaften und Bagels“ — 8 Stopps, etwa 3,6 km, 150–165 Min..

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