Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rasenflächen des öffentlichen Parks
- Wege
- Fassade der Kirche gegenüber
Die Geschichte des Ortes
Rasenflächen und Wege nehmen einen kleinen Park gegenüber der Kirchenfassade ein. Vor der Bebauung des Viertels ringsum lagen hier sumpfige Felder, die von Kalksteinbrüchen durchzogen waren. Auf der anderen Straßenseite arbeiteten zunächst eine Schule, eine Kapelle und eine Einrichtung zur Ausbildung gehörloser Jungen, später entstand eine ständige Pfarrei. Um diesen Kern herum legte man Straßen an und teilte Grundstücke auf, sodass Kirche, Schule und die Grünfläche zum Zentrum eines eigenen Dorfes wurden.
Im Jahr eintausendachthundertfünfundsiebzig übergab der Grundbesitzer und Unternehmer Louis Beaubien der Stadtverwaltung dieses Grundstück im Namen seines Vaters. Im Vertrag hielt er eine Bedingung fest: Das Land durfte nur als öffentlicher Raum genutzt werden. Beaubien verzichtete auf einen Ort, den er in Baugrundstücke hätte aufteilen können, obwohl er gerade mit dem Familienbesitz sein Geld verdiente – er züchtete reinrassiges Vieh und Pferde, legte Straßen an und verkaufte Land zur Bebauung.
Diese Schenkung war Teil eines Kalküls, das sein Vater Pierre Beaubien, ein Montrealer Arzt und großer Grundbesitzer, begonnen hatte. Der Familie gehörten die hiesigen sumpfigen Felder und Grundstücke, die von Kalksteinbrüchen durchschnitten waren. Pierre erwartete, dass Montreal entlang des Boulevard Saint-Laurent nach Norden wachsen würde. Damit Menschen bereit waren, sich weit entfernt von der damaligen Stadt niederzulassen, brauchten sie ein örtliches Zentrum.
Im Jahr eintausendachthundertachtundvierzig gab Pierre der Diözese das Land gegenüber dem künftigen Park. Zunächst errichtete man dort ein Gebäude für eine Schule, eine Kapelle und eine Einrichtung, in der gehörlose Jungen unterrichtet wurden. Dann beauftragte der Bischof eine französische Gemeinschaft von Priestern und Lehrern – die Clercs de Saint-Viateur – damit, eine ständige Pfarrei zu gründen.
Die Hauptarbeit übernahm François-Thérèse Lahaie, der erste örtliche Priester, der den Bau einer vollwertigen Kirche vorantrieb. Im Juni eintausendachthundertsiebenundfünfzig legte man ihren Grundstein, und zu Weihnachten des folgenden Jahres feierte Lahaie im neuen Gebäude die erste Messe. Am dritten März eintausendachthunderteinundsechzig beendete er die Sonntagspredigt, begann von der Kanzel herabzusteigen und starb an einem Herzinfarkt. Nach seinem Tod geriet die Pfarrei in solche Schwierigkeiten, dass ihre Leitung für mehrere Jahre dem Montrealer Séminaire de Notre-Dame übertragen werden musste.
Louis Beaubien führte den Familienplan fort. Vor der Kirche bestimmte er Land für einen öffentlichen Garten, und ringsum teilte er die Besitzungen in Straßen und Grundstücke auf. Hier konzentrierten sich Kirche, Schule und öffentliche Einrichtungen. Drei Jahre später trennte sich der westliche Teil von Côte-Saint-Louis als selbstständiges Dorf Saint-Louis-du-Mile-End ab; später erhielt es den Status einer Stadt und wurde im Jahr eintausendneunhundertzehn Teil von Montreal.
Den Namen „Parc Lahaie“ legte die Stadt im Jahr eintausendneunhundertsiebenundneunzig offiziell zum Andenken an den ersten Priester fest. Seine sterblichen Überreste ruhen im späteren Teil der Kirche gegenüber. Rasenflächen und Wege nehmen das Land ein, das der Vertrag der Beaubiens bereits im Jahr eintausendachthundertfünfundsiebzig für die gemeinsame Nutzung bestimmt hatte.
Praktisch vor Ort
Täglich 6:00–0:00 laut städtischer Seite; ein Trinkbrunnen und ein Picknickbereich sind angegeben. Holzkohle- und Brennstoffgrills sind verboten, erlaubt sind nur Propan oder Butan im Rahmen der Parkregeln.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Bedeutung dieses Ortes ist von den öffentlich zugänglichen Wegen aus zu erkennen; Sie müssen sie nicht verlassen, um nach einem verschwundenen Bach oder einer alten Straße zu suchen.
