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Real Jardín Botánico de Madrid

Real Jardín Botánico

Das Archiv des Gartens macht aus wissenschaftlichen Zeichnungen eine Geschichte von Evakuierung und Rückkehr.

30 Min.
Terrassenbeete und Wege im Real Jardín Botánico de Madrid
Emilio J. Rodríguez Posada · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Eisengitter
  • Beete der lebenden Sammlungen
  • Betriebsgebäude

Die Geschichte des Ortes

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Die Beete hinter dem Eisengitter bilden eine lebende Sammlung, und die Betriebsgebäude bewahren Samen, das Herbarium, getrocknete Pflanzen, Bücher und Zeichnungen. Hier lehrte man angehende Fachleute, eine Art von einer anderen zu unterscheiden, stellte fest, welche Pflanzen sich zur Behandlung eignen, und untersuchte Eingänge aus Expeditionen. Die Mitarbeiter des Gartens pflegen die Sammlungen weiterhin, bewahren das Archiv und erforschen Pflanzen und Pilze.

Das Wort „königlich“ bezeichnet hier die Herkunft der Einrichtung. Im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundfünfzig ordnete König Fernando VI. an, in Madrid eine Schule für Botanik mit einem Garten für Lehr- und Heilpflanzen zu eröffnen. Das erste Gelände lag am Manzanares, weit entfernt von den Schülern und vom Publikum. Carlos III. ließ die Sammlungen an den heutigen Standort verlegen, neben das im Bau befindliche Kabinett für Naturgeschichte. Im Jahr eintausendsiebenhunderteinundachtzig eröffnete der Garten am Paseo del Prado.

Hinter dem Gitter standen Pflanzen, in den Betriebsräumen getrocknete Exemplare, Bücher und Zeichnungen. Hier lehrte man, Arten zu unterscheiden, prüfte Heilwirkungen und untersuchte Material aus Expeditionen. Das tun die Mitarbeiter auch heute noch: Sie bewahren lebende Sammlungen, Samen, das Herbarium und das Archiv und erforschen Pflanzen und Pilze.

Der wertvollste Teil des Archivs ist mit José Celestino Mutis verbunden, dem Leiter der botanischen Expedition in Neugranada, einem spanischen Besitz auf dem Gebiet des heutigen Kolumbien. Mutis wollte die örtliche Flora beschreiben und die Ergebnisse dem Real Jardín Botánico de Madrid übergeben. Er selbst zeichnete kaum. In Mariquita und später in Santa Fe de Bogotá stellte José Celestino Mutis eine Werkstatt aus mehr als dreißig einheimischen Künstlern zusammen. Sie arbeiteten mit frischen Pflanzen und brachten auf einem Blatt Blätter, Blüten, Früchte, Samen und Einzelheiten des Aufbaus unter. So entstand das Bild einer ganzen Art, nicht das Porträt eines einzigen gepflückten Exemplars.

Nach dem Tod von José Celestino Mutis gelang es seinen Schülern nicht, das von ihnen geschaffene wissenschaftliche Zentrum zu bewahren. Während des Unabhängigkeitskriegs von Neugranada besetzte der spanische General Pablo Morillo Santa Fe und schickte im Jahr eintausendachthundertsechzehn die Materialien der Expedition als Kriegsbeute nach Madrid. Die Zeichnungen wurden diesem Garten übergeben. Hier inventarisierte man sie, doch die Veröffentlichung der von José Celestino Mutis geplanten vollständigen Flora zog sich über Generationen hin.

Im Jahr eintausendneunhundertsiebenunddreißig mussten die Sammlungen erneut fortgebracht werden. Madrid wurde beschossen, und Granaten trafen auch den Real Jardín Botánico de Madrid. Direktor war damals José Cuatrecasas, ein Spezialist für tropische Flora, der für die Bewahrung des Archivs verantwortlich war. Unter seiner Leitung zählten die Mitarbeiter zweiundvierzig Mappen und einen gebundenen Band mit Zeichnungen von José Celestino Mutis, verteilten die Blätter auf sieben Holzkisten und übergaben sie dem Dienst, der Kulturgüter rettete.

Die Kisten wurden zusammen mit Werken des Museo del Prado aus Madrid gebracht. Sie führten über Valencia und Barcelona und gelangten dann nach Genf. Nach Kriegsende zog José Cuatrecasas mit seiner Familie nach Kolumbien und verdiente seinen Lebensunterhalt durch Unterricht an der Nationalen Universität Kolumbiens. In seine Direktorenstelle in Madrid kehrte er nicht zurück.

Im Juni eintausendneunhundertneununddreißig wurden alle sieben Kisten zurück in den Real Jardín Botánico de Madrid gebracht. Heute bewahrt sein Archiv mehr als sechstausendsechshundert Zeichnungen der Expedition von José Celestino Mutis auf – genau jene Blätter, die José Cuatrecasas und seine Mitarbeiter von hier unter Beschuss hinausgetragen hatten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktMuseo del Prado
Eintrittmit Ticket

Der Garten ist täglich ab 10:00 geöffnet. Er schließt um 18:00 (Januar–Februar und November–Dezember), 19:00 (März und Oktober), 20:00 (April und September), 21:00 (Mai–August). Kasse, Bonsai-Terrasse und Gewächshäuser schließen 30 Minuten früher. Der Garten bleibt am 1. Januar und am 25. Dezember geschlossen.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Planen Sie den Besuch im Inneren als eigenen Besuch ein. Wenn die Zeit knapp ist, bleiben Sie am Eingang stehen und versuchen Sie nicht, die Sammlungen nur für einen Haken schnell zu umrunden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom Gartengitter zur Hauptfassade des Museo del Prado und steigen Sie zum Portal hinauf.

Stopp 6 von 8Weiter: Museo del Prado

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Museo del Prado, Parque del Retiro und „Paseo del Prado und Buen-Retiro-Park, Landschaft der Künste und Wissenschaften““ — 8 Stopps, etwa 4,5 km, 4–5 Stunden.

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